15 Jahre Schwarzfahren bei der SBB – 80’000 Franken Schulden

Wie der Blick unter Berufung auf die «Sonntagszeitung» berichtet, hat eine Frau in der Schweiz über einen Zeitraum von 15 Jahren rund 80’000 Franken Schulden angehäuft, weil sie regelmässig ohne gültiges Ticket mit den SBB unterwegs war. Die unter dem geänderten Namen Laura K. zitierte Frau begann ihre Schwarzfahrten Anfang 20, als sie als Aussendienstmitarbeiterin ohne Reiseentschädigung und ohne finanzielle Mittel für ein Generalabonnement täglich durch die Schweiz fuhr.

Versteckt habe sie sich laut Bericht im Spielbereich des Kinderabteils oder im Gepäckraum zwischen den Sitzreihen. Die Toiletten seien dagegen kein geeignetes Versteck gewesen, da das Zugpersonal dort besonders streng kontrolliere. Über die Jahre summierten sich Bussen und Mahngebühren zu einem Schuldenberg, der sie ohne eigenes Bankkonto, Handy-Abo oder Mietvertrag zurückliess. Insgesamt verbrachte sie in Luzern, Bern, Thun und Burgdorf 70 Tage im Gefängnis, um offene Beträge abzusitzen.

Ein einzelner Vorfall führte gemäss Bericht zu einer Strafanzeige über 2’800 Franken: Laura K. hatte ein als gestohlen gemeldetes Generalabonnement verwendet, das sie nach eigener Aussage zufällig gefunden hatte, und flog bei der ersten Kontrolle auf. Ob ihr Schuldenstand einen Rekord darstellt, ist offen – die SBB erheben dazu keine Zahlen.

Aus der finanziellen Schieflage befreite sie schliesslich eine Erbschaft über 100’000 Franken, mit der sie vor fünf Jahren alle offenen Forderungen begleichen konnte. Heute ist sie nach eigenen Angaben selbständig erwerbend, schuldenfrei und reist mit gültigem Ticket oder mit dem Auto.

Quelle: https://www.blick.ch