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Trenitalia: 31 neue Regionalzüge für rund 370 Millionen Euro

Regionale, die Regionalverkehrsmarke von Trenitalia innerhalb der Gruppe FS, hat seit Anfang 2026 bis heute 31 neue Züge übernommen. Die Investition beläuft sich auf rund 370 Millionen Euro. Bis 2027 soll die Zahl der Fahrzeuge der neuen Generation, die Pendler:innen und Reisenden in ganz Italien zur Verfügung stehen, auf 1’081 steigen; das Gesamtinvestitionsvolumen liegt bei sieben Milliarden Euro.

Grundlage der Beschaffung sind die Verkehrsverträge mit den Regionen und Autonomen Provinzen, die den Regionalverkehr bestellen. Bislang wurden 674 Züge der neuen Generation ausgeliefert. Zusammen mit 335 zuvor beschafften Fahrzeugen sind damit 1’009 neue Züge im Einsatz. Davon entfallen 359 Fahrzeuge auf Mittelitalien, 369 auf den Norden und 281 auf den Süden und die Inseln.

Mit den weiteren Auslieferungen dieses Jahres und den bis 2027 geplanten Lieferungen werden 80 Prozent der gesamten Regionalflotte erneuert sein.

Trenitalia führt im Regionalverkehr täglich über 6’000 Fahrten durch und befördert jährlich mehr als 400 Millionen Fahrgäste. Ergänzt wird das Angebot durch über 150 sogenannte Link-Verbindungen, also intermodale Lösungen aus Zug und Bus, Schiffen oder anderen Verkehrsmitteln, mit denen auch abgelegene Ziele erreichbar sind.

DB Cargo bietet wegen Niedrigwasser 400 zusätzliche Güterwagen an

Wie DIE ZEIT berichtet, hat die Deutsche Bahn wegen des stockenden Schiffsverkehrs zusätzliche Transportunterstützung auf der Schiene angeboten. Die Tochtergesellschaft DB Cargo könnte sofort rund 400 Güterwagen zusätzlich bereitstellen. Das erklärte DB-Cargo-Vorstandschef Bernhard Osburg im Bundesverkehrsministerium. Wegen der Dürre in Deutschland sind Versorgungswege etwa über den Rhein kaum nutzbar.

In den kommenden Monaten könnten laut DB Cargo bis zu 500 weitere Güterwagen folgen, sofern die Finanzierung geklärt wird. Kurzfristig liessen sich mit Güterzügen bis zu 100 Binnenschiffe ersetzen, langfristig rund 200. Ein einzelner Güterzug ersetzt nach Angaben des Unternehmens bis zu zehn Binnenschiffe, weil er schneller unterwegs ist.

Der Wasserstand wichtiger Binnengewässer wie Rhein und Donau ist gesunken. Vor allem der historisch tiefe Pegel des Rheins behindert die Binnenschifffahrt und zwingt Unternehmen, Transporte vom Wasser auf den Landweg zu verlagern. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) kündigte eine Förderung des Transports auf dem Landweg an.

In Berlin, Brandenburg und Thüringen wurde das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen gelockert. Gütertransporte dürfen damit bis zum 31. August auch sonntags über die Strasse laufen. Linke und Grüne kritisierten die kurzfristig angelegten Massnahmen und forderten mehr Unterstützung für die Binnenschifffahrt sowie zusätzliche Kapazitäten auf der Schiene. Auch die Spritpreise stiegen zuletzt wegen der Engpässe.

St. Gallen: VBSG stellen 1.8 Prozent ohne gültigen Fahrausweis fest

Wie die St. Galler Nachrichten berichten, meldet der Verband öffentlicher Verkehr (VÖV) einen Rekord bei den Fahrten ohne gültigen Fahrausweis. Die Registereinträge bei der Alliance Swiss Pass überstiegen letztes Jahr erstmals eine Million. Fast die Hälfte davon entfällt auf Personen mit mindestens drei Feststellungen. Als Gründe nennt der Branchenverband eine wachsende Risikobereitschaft und die gestiegene Zahl der Fahrgäste; er vertritt eine Null-Toleranz-Linie.

Bei den Verkehrsbetrieben der Stadt St. Gallen (VBSG) liegt die Quote der festgestellten Personen ohne gültigen Fahrausweis bei durchschnittlich 1.8 Prozent, was einer leichten Verbesserung um 0.2 Prozent entspricht. Pro Arbeitstag kontrolliert eine Kontrollperson rund 330 Reisende und stellt vier bis acht Fälle fest. Dazu zählen auch nur teilweise gültige Fahrausweise und erst nach Abfahrt gekaufte Handy-Tickets. Den von Ostwind vorgegebenen Kontrollgrad von 0.8 Prozent der Fahrgäste wollen die VBSG dieses Jahr erreichen, nachdem er letztes Jahr leicht unterschritten wurde.

Die empfohlene Null-Toleranz wenden die VBSG nicht schematisch an: Das Kontrollpersonal verfügt über Ermessensspielraum, etwa bei Personen mit körperlichen oder kognitiven Einschränkungen. Im Rahmen des Sunflower-Projekts werden die Mitarbeitenden auf nicht sichtbare Beeinträchtigungen sensibilisiert. Wer sein Ticket erst nach dem Einsteigen oder während der Kontrolle löst, zahlt eine Fahrpauschale.

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LITRA stützt 486 Millionen Franken für alpenquerenden Güterverkehr

Die LITRA unterstützt in ihrer Stellungnahme an UVEK-Vorsteher Albert Rösti die Änderung des Güterverkehrsverlagerungsgesetzes (GVVG). Die Fortführung der Betriebsabgeltungen für den alpenquerenden unbegleiteten kombinierten Verkehr (UKV) über 2030 hinaus und die Anpassung von Artikel 8 GVVG hält sie für notwendig.

Die Lage sei ernst: Seit 2021 nimmt die Zahl der alpenquerenden Lastwagenfahrten wieder zu, während die im UKV transportierten Sendungen zurückgegangen sind. Die Einstellung der Rollenden Landstrasse Ende 2025 hat die Entwicklung verschärft. Die LITRA teilt die Einschätzung des Bundesrates, dass sich die Produktionsbedingungen auf dem Nord-Süd-Korridor bis Ende des Jahrzehnts kaum verbessern dürften, und unterstützt den Verzicht auf jährlich sinkende Abgeltungen je Sendung und das Inkrafttreten der neuen Bestimmungen per 1. Januar 2027. Den Zahlungsrahmen von 486 Millionen Franken für 2027 bis 2035 hält sie für vertretbar.

Zur Flexibilisierung nach Artikel 8 Absatz 2 GVVG empfiehlt die LITRA, nicht ausgeschöpfte Mittel eines Kalenderjahres ins Folgejahr zu übertragen und bei der Bemessung der ab 2030 abnehmenden Abgeltungen unberücksichtigt zu lassen.

Die Vorlage sei notwendig, aber nicht hinreichend. Entscheidend seien der Abbau struktureller Wettbewerbsnachteile der Schiene, der Erhalt der Verlagerungswirkung der LSVA, die Unterstellung von E-Lastwagen ab 2031 im Rahmen der SVAG-Revision sowie der Ausbau der NEAT-Zulaufstrecken im Ausland.

BVG startet WhatsApp-Pilot am Kottbusser Tor

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) testen am U-Bahnhof Kottbusser Tor einen zusätzlichen Meldeweg für Fahrgäste. Über einen QR-Code auf Plakaten und Aufklebern gelangen Nutzer:innen zu einem WhatsApp-Kanal der BVG, der Schritt für Schritt durch die Meldung führt. Erfasst werden können Verschmutzungen, Beschädigungen, Graffiti oder Vandalismus sowie Hinweise auf auffälliges Verhalten oder Situationen, die überprüft werden sollten.

Die Hinweise werden strukturiert aufgenommen und an die zuständigen Bereiche weitergeleitet. Damit sollen Meldungen schneller bearbeitet und die Sauberkeit, der Zustand des Bahnhofs sowie die Aufenthaltsqualität für Fahrgäste verbessert werden.

Der Testlauf beschränkt sich vorerst auf den Innovationsbahnhof Kottbusser Tor, an dem die BVG neue Ansätze für Sauberkeit, Sicherheit und Service im Alltag erprobt. Aus diesem Konzept stammen bereits die Reinigungsstreife und eine intelligente Kameradetektion, die heute im Regelbetrieb sind. Über eine Ausweitung auf weitere Bahnhöfe wird nach Auswertung des Praxistests entschieden.

Die BVG weist darauf hin, dass der WhatsApp-Kanal ausdrücklich kein Notruf ist. Bei akuten Gefahrensituationen bleiben die Notruf- und Informationssäulen auf den Bahnhöfen sowie der Polizeinotruf 110 die zuständigen Anlaufstellen.

Integrierte öV-Tickets: OpenAir St.Gallen erreicht über 80 Prozent öV-Anteil

Wie die LITRA berichtet, lässt sich der öV-Anteil bei Grossanlässen deutlich steigern, wenn die An- und Abreise ganz oder teilweise im Eventticket enthalten ist. Grundlage ist eine Diplomarbeit von Janine Rosenast an der Fachschule für Tourismus IST AG in Zürich.

Das OpenAir St.Gallen zählte Ende Juni an vier Tagen 105’000 verkaufte Tageseintritte, vier von fünf Gästen reisten mit dem öffentlichen Verkehr an. Seit 2024 ist der landesweite öV im Festivalticket inbegriffen; beim Ticketkauf erhalten die Gäste einen SBB-Code für ein Gratisbillett. Die Veranstalterin Gadget Entertainment Group AG finanziert die Anreise überwiegend selbst und wendete dafür dieses Jahr einen sechsstelligen Betrag auf. 2004 lag der öV-Anteil bei 43 Prozent, 2014 mit 50 Prozent Rabatt bei 72 Prozent. Dank der hohen Nutzung konnte die Zahl der Parkplätze verringert werden.

Neben der nationalen Vollintegration bestehen weitere Modelle: die regionale Vollintegration wie seit 2023 bei THE HALL in Dübendorf mit allen ZVV-Zonen, Mobilitätsbeiträge wie beim Lucerne Festival oder beim Stars in Town in Schaffhausen sowie Eintrittsermässigungen.

Die RailAway AG erarbeitet jährlich Verkehrskonzepte für rund 700 Veranstaltungen mit über 1’000 Teilnehmenden, bei rund 40 davon ist der öV im Ticket enthalten. Laut Andreas Eggimann, Teamleiter Markt Events, liegt der öV-Modalanteil bei Events im Schnitt bei 28 Prozent. Im Herbst will RailAway der Branche neue Modelle vorlegen, die auch eine Beteiligung von über 20 Prozent ermöglichen sollen.

Studie Uni Basel: 4.50 Franken externe Verkehrskosten pro Person und Tag

Eine Studie der Universität Basel zeigt, wie sich die externen Kosten des Verkehrs verrechnen und die Einnahmen sozial verträglich zurückverteilen liessen. Die Ergebnisse der Gruppe um den Ökonomen Beat Hintermann sind im Journal «Review of Economic Studies» erschienen. Eine umfassende Bepreisung dieser Kosten gibt es in der Schweiz bisher nicht.

Während acht Wochen zeichneten rund 3’600 Autofahrende aus Schweizer Agglomerationen ihre Wege mit einer App auf. Ein Teil wurde über die verursachten externen Kosten informiert, ein weiterer erhielt zusätzlich ein Budget, von dem diese Kosten abgezogen wurden. Die Information allein änderte wenig; erst der Abzug vom Budget führte zu weniger Autofahrten und mehr Umstiegen auf andere Verkehrsmittel.

Pro Tag und Person stehen privaten Kosten von 23 Franken externe Kosten von 4.50 Franken gegenüber: 2 Franken für Luftverschmutzung und Lärm, 1.10 Franken für Stau und überfüllten öffentlichen Verkehr, 90 Rappen für Klimaschäden und 60 Rappen für Gesundheitskosten.

Jede Fahrt zu erfassen wäre aufwendig und datenschutzrechtlich heikel. Laut den Modellrechnungen liesse sich ein grosser Teil des Nutzens auch über einfachere Grössen erzielen, etwa den Treibstoffverbrauch oder bei Elektroautos die gefahrenen Kilometer. Die Einnahmen könnten in einen Fonds fliessen und zurückverteilt werden, laut Hintermann rund 1’600 Franken pro Person und Jahr. Die Teilnehmenden wollten die Mittel mehrheitlich im öV-Ausbau sehen.

DB Junior Express: Begleitservice für allein reisende Kinder im ICE

Die Deutsche Bahn (DB) führt am 21. August den Begleitservice «DB Junior Express» ein. Kinder zwischen sechs und 14 Jahren können damit allein im Fernverkehr reisen und werden durchgehend vom Start- bis zum Zielbahnhof betreut. Buchbar ist das Angebot ab 12. August bis 24 Stunden vor Reisebeginn, es kostet 69 Euro pro Strecke zuzüglich Kinderticket.

Der Service verkehrt zunächst freitags und sonntags auf sechs ICE-Verbindungen in beiden Richtungen: Berlin-München, München-Köln und Frankfurt am Main-Hamburg. Nach der Buchung über bahn.de oder den DB Navigator treffen sich Kinder und Erziehungsberechtigte mit den Betreuenden an einem zentralen Punkt im Abfahrtsbahnhof. Eine Gruppe umfasst maximal vierzehn Kinder und zwei Betreuende, die Fahrt erfolgt in einem reservierten Zugbereich. Pädagogisch geschultes Personal sorgt unterwegs für altersgerechte Beschäftigung wie Vorlesen, Gesellschaftsspiele oder Basteln. Am Zielbahnhof werden die Kinder persönlich und ausschliesslich an die angegebenen Abholpersonen übergeben.

Ebenfalls freitags und sonntags ist das Betreuungsteam auf ausgewählten innerdeutschen Strecken mit einem kostenlosen Kinderanimationsprogramm im Einsatz. Unbegleitete Kinder von sechs bis 14 Jahren erhalten weiterhin 50 Prozent Rabatt auf Normal- und Sparpreis; in Begleitung einer Person ab 15 Jahren fahren sie kostenlos, sofern sie auf deren Fahrkarte eingetragen sind.

Reisezentrum Brienz nach Sanierung mit vier Partnern wiedereröffnet

Das Reisezentrum Brienz hat am 10. August 2026 nach einer umfassenden Sanierung wieder eröffnet. Im historischen Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1888 erhalten Kundinnen und Kunden künftig Dienstleistungen der Zentralbahn, der BLS Schifffahrt, der Post und der Brienz Rothorn Bahn aus einer Hand.

Bei der Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes wurden historische Elemente wie Wandverkleidungen und Treppengeländer restauriert. Gleichzeitig entstand ein modernes Reisezentrum mit erweitertem Dienstleistungsangebot für Einheimische und Gäste.

Die Leistungen der vier Partnerorganisationen werden gestaffelt eingeführt: Angebote der Post folgen ab Herbst 2026, jene der Brienz Rothorn Bahn ab Frühling 2027. Damit entsteht ein zentraler Anlaufpunkt für Mobilität in der Region.

Zum Angebot gehören nationale und internationale Zugtickets, Abonnemente, SwissPass und Reisegepäck sowie die Beratung zur SBB Mobile App. Ergänzend bietet das Reisezentrum Geldwechsel für über 100 Länder, Geldtransfer via Western Union sowie Geschenkartikel und Geschenkkarten der Zentralbahn an.

Die Zusammenarbeit der vier Organisationen wird durch eine Holzskulptur der Schule für Holzbildhauerei Brienz sichtbar gemacht. Die vier miteinander verbundenen Reliefs stehen für die Partnerorganisationen und verweisen auf die Geschichte von Mobilität, Postwesen, Bergbahn und Schifffahrt in Brienz.

Übergriffe auf Zugpersonal: DB Regio testet Tonaufnahmen bei Bodycams

Im ersten Halbjahr 2026 kam es zu 989 Übergriffen auf Mitarbeitende der DB Regio. Davon entfielen 781 Fälle auf einfache Körperverletzung wie Schubsen, Greifen oder Bespucken und 185 auf versuchte Körperverletzung. In 22 Fällen wurden Mitarbeitende Opfer schwerer Körperverletzung. Anfang 2026 kam zudem Serkan Çalar ums Leben. Vorgestellt wurden die Zahlen von DB-Regio-Chef Harmen van Zijderveld und Bundesverkehrsminister Steffen Bilger.

Als weitere Massnahme führt DB Regio die Tonaufzeichnung bei Bodycams ein. Getestet wird sie ab spätestens 1. Oktober während zwei Monaten in der Region Rhein-Neckar-Pfalz. Der Hessische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit ist in den Einführungsprozess eingebunden. Im Anschluss an die Pilotphase soll die Tonaufzeichnung schrittweise bundesweit umgesetzt werden.

Bereits umgesetzt oder in Erprobung sind die Ausstattung mit Bodycams im Nah- und Fernverkehr, Pilotprojekte zu 1/1-Begleitungen von Kundenbetreuenden durch eine Person mit Sicherheitskenntnissen, Doppelbesetzungen im Kundenservice sowie Prüfgruppen von sechs bis acht Personen, die einen Zug gleichzeitig kontrollieren. Die persönliche Schutzausrüstung wurde um stichfeste Westen und Helme für die Mobile Unterstützungsgruppe erweitert. Zudem wird der Prio-Ruf, ein Alarmsystem per Knopfdruck am Armband, mit der Bodycam vernetzt. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz wird geprüft. Gemeinsam mit der Bundesregierung läuft eine landesweite Respekt-Kampagne.