Aargau prüft Potenzial für selbstfahrende Rufbusse

Wie aargauerpolitik.ch berichtet, haben die Grossrätinnen und Grossräte Tim Voser (FDP, Neuenhof), Alain Bütler (SVP, Kallern) und Marius Fedeli (SP, Buchs) im Grossen Rat des Kantons Aargau ein Postulat zu automatisierten Fahrzeugen im öffentlichen Verkehr eingereicht. Der Regierungsrat soll prüfen, wie fahrerlose Kleinbusse oder bedarfsorientierte Rufbusse im Kanton als Ergänzung oder als effizientere Alternative zum bestehenden öV eingesetzt werden können.
Im Fokus stehen Gebiete ohne regelmässige Busanbindung, die Feinerschliessung von Siedlungsgebieten, Fahrten zu Randzeiten sowie Verbindungen zu Bahnhöfen. Die Postulanten erwarten von automatisierten Fahrzeugen tiefere Betriebskosten, einen bedarfsgerechten Einsatz und leise, elektrisch betriebene Fahrzeuge.
Der Kanton Aargau beteiligt sich bereits mit 1.9 Millionen Franken am Projekt «iamo», das zusammen mit PostAuto, den SBB und dem Swiss Transit Lab Erfahrungen mit fahrerlosen Fahrzeugen im Strassenverkehr sammelt. Im Testgebiet zwischen Würenlos, Killwangen und dem zürcherischen Furttal entsteht ein Netz von über 100 Kilometern Länge mit über 400 Haltepunkten, das ab 2026 unter Aufsicht einer Leitstelle und gestützt auf eine Bewilligung des Bundesamts für Strassen (ASTRA) von automatisierten Fahrzeugen bedient werden soll.
Der Regierungsrat soll zudem technische, rechtliche, betriebliche und finanzielle Voraussetzungen sowie mögliche Finanzierungsmodelle aufzeigen, darunter Modelle mit privaten Anbietern, Public-Private-Partnerships sowie eine allfällige Mitfinanzierung durch Gemeinden und Städte. Die Ergebnisse sollen in die kantonale Strategie mobilitätAARGAU einfliessen.
