Anfrage zur Strecke Zürich-Zug-Luzern: SBB antwortet auf Verspätungsprobleme

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Der Nationalrat behandelt eine Anfrage des Sozialdemokraten David Roth zur stark belasteten Bahnstrecke Zürich-Zug-Luzern. Täglich reisen über 40.000 Pendler, Geschäftsreisende und Touristen auf dieser Route. Trotz des hohen Fahrgastaufkommens und bekannter Engpässe seit einem Jahrzehnt ist die Strecke von drastischen Verspätungen betroffen – zu Spitzenzeiten fällt jeder dritte Zug aus oder verspätet sich erheblich.

Die SBB antwortet, dass Verspätungen hauptsächlich auf zwei Faktoren zurückzuführen sind: Infrastrukturengpässe mit vielen einspurigen Abschnitten und sehr dichtem Zugverkehr, besonders zur Hauptverkehrszeit. Hinzu kommt die hohe Nachfrage, wodurch Züge stark ausgelastet sind und längere Ein- und Aussteigezeiten entstehen. Diese Ursachen wirken kumulativ und lassen sich nicht prozentual aufschlüsseln.

Für den Kapazitätsausbau verweist die SBB auf die Grossprojekte Zimmerbergbasistunnel 2 und Durchgangsbahnhof Luzern, die erst in den 2040er Jahren Entlastung bringen. Im Regionalverkehr wurden auf den Fahrplan 2025 sechs zusätzliche Entlastungszüge auf der S1 zwischen Ebikon und Zug in Betrieb genommen. Für Fernverkehrszüge zur Hauptverkehrszeit erlaubt die bestehende Infrastruktur keine zusätzlichen Kapazitäten. In Nebenverkehrszeiten und an Wochenenden werden vermehrt längere Züge mit mehr Sitzplatzkapazität eingesetzt. Die SBB prüft laufend weitere Massnahmen für punktuelle Verbesserungen.