Australien: Bahnlinie Perth-Bunbury nach Unterbruch wieder in Betrieb

In Westaustralien hat der erste von vier durch Alstom gebauten Australind-Zügen den Personenverkehr aufgenommen. Der Zug mit dem Namen «Marley» fuhr am 29. Juni erstmals von Perth nach Bunbury und legte die rund zweieinhalbstündige Strecke zurück. Die Verbindung war seit 2023 unterbrochen.
Die Australind-Züge werden lokal von Alstom am Standort Bellevue in Westaustralien gefertigt und lösen die bisherigen Triebwagen aus dem Jahr 1987 ab. Sie bieten Platz für 158 sitzende Fahrgäste, sechs Rollstühle sowie Stauraum für 14 Velos. Zur Ausstattung gehören barrierefreie Toiletten, WLAN, Gepäckablagen, USB-C-Ladeanschlüsse sowie ein Bordbuffet. Die vier Züge tragen die Namen Marley, Kwilena, Koombana und Linda, die durch öffentliche Vorschläge bestimmt wurden. Sie werden schrittweise in Betrieb genommen, während Alstom Bau, Test, Inbetriebsetzung und Unterhalt der Diesel- und Elektrotriebzüge fortführt.
Grundlage ist das WA-Railcar-Programm, das Alstom 2019 zugesprochen wurde. Der Auftrag umfasst 252 Wagen für 41 elektrische Triebzüge sowie 12 Wagen für 4 Dieseltriebzüge und hat ein Volumen von rund 800 Millionen Euro. Die Fertigung erreicht einen lokalen Wertschöpfungsanteil von 50 Prozent bei den C-Series-Zügen und hat hunderte Arbeitsplätze, lokale Zulieferer sowie Lehrstellen geschaffen, unter anderem im Rahmen eines Vorbeschäftigungsprogramms für Aborigines mit dem Northern Metropolitan TAFE.
