Autor: Tobias

Nancy: HESS liefert Enteisungsfahrzeug für Trolleybusleitungen aus

Bild: HESS AG
(https://www.hess-ag.ch/unternehmen/news/news-detail/news/detail/News/enteisungsfahrzeug-erfolgreich-an-stan-in-nancy-ausgeliefert.html)

HESS hat ein Enteisungsfahrzeug an den Verkehrsbetrieb STAN (Service de transport de l’agglomération nancéienne) in Nancy ausgeliefert. Das Spezialfahrzeug dient der Enteisung von Trolleybusleitungen und soll die Betriebssicherheit im Winter gewährleisten.

Im Rahmen der Übergabe schulte das HESS-Team alle künftigen Nutzer:innen im Umgang mit dem Fahrzeug.

Seit Frühling 2024 setzt Nancy auf der betreffenden Linie bereits lighTram 25 DC von HESS ein. Mit dem Enteisungsfahrzeug erweitert STAN seine Infrastruktur um ein zusätzliches Element für den Winterbetrieb.

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Basel: BVB bauen Angebot während der Fasnacht 2026 aus

Arrivée à Bâle pour le Morgestreich.1
Arrivée à Bâle pour le Morgestreich.1 by Antoine 49 is licensed under Creative Commons BY-NC-ND 2.0 International

Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) bieten während der Basler Fasnacht vom 23. bis 25. Februar 2026 Zusatzfahrten auf diversen Linien an – auch an den Morgestraich.

Während der Fasnachtstage ist die Basler Innenstadt zeitweise für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Am Montag gilt die Sperrung von circa 3.30 bis circa 9 Uhr sowie von circa 12.45 Uhr bis Betriebsschluss. Am Dienstag und Mittwoch ist die Innenstadt jeweils von Betriebsbeginn bis circa 6 Uhr und von circa 12.45 Uhr bis Betriebsschluss gesperrt. Am Donnerstag dauert die Sperrung von Betriebsbeginn bis circa 6 Uhr. Die Wettsteinbrücke ist am Montag- und Mittwochnachmittag ab circa 12.45 Uhr bis 20.30 Uhr nicht befahrbar.

Neben Frühfahrten an den Morgestraich, die auch von weiteren Verkehrsunternehmen im TNW-Gebiet angeboten werden, gilt ein deutlich ausgebautes Nachtangebot. Verschiedene Tram- und Buslinien verkehren jeweils bis circa 2.30 Uhr. Tagsüber fahren die Buslinien 30, 34 und 36 zwischen 12.30 und circa 20 Uhr in einem verdichteten Takt. Zusätzlich verkehrt die Buslinie 42 vom Bahnhof SBB zum Wettsteinplatz.

Die BVB ist die grösste Partnerin im Tarifverbund Nordwestschweiz und betreibt in Basel-Stadt und Umgebung über 188 Kilometer Tram- und Buslinien. Das Unternehmen befindet sich zu 100 Prozent im Besitz des Kantons Basel-Stadt und beschäftigt 1’445 Mitarbeitende.

Lausanne: Generaldirektorin der tl kündigt Abgang auf Sommer 2026 an

2009-09-06 - Lausanne, Sallaz
2009-09-06 – Lausanne, Sallaz by lausanne1000 is licensed under Creative Commons BY-NC-SA 2.0 International

Die Transports publics de la région lausannoise (tl) geben den bevorstehenden Abgang ihrer Generaldirektorin Patricia Solioz Mathys bekannt. Sie wird das Unternehmen im Sommer 2026 verlassen. Die Rekrutierung für ihre Nachfolge wurde eingeleitet.

Solioz Mathys trat ihr Amt am 1. Dezember 2020 an und leitete das Unternehmen über fünfeinhalb Jahre. Ihr Abgang erfolgt wenige Monate vor der kommerziellen Inbetriebnahme der Tramway und vor der geplanten Modernisierung der Metrolinie m2. Sie bleibt im Amt, bis ihre Nachfolgerin oder ihr Nachfolger die Stelle antritt.

Unter ihrer Führung erhielten die tl eine neue Umwelt- und Energiepolitik als Grundlage für die Dekarbonisierung des Betriebs. Die Organisation wurde mit eigenen Direktionen für Strasse und Schiene neu aufgestellt. Zudem wurden die juristischen, finanziellen und kommunikativen Strukturen gestärkt.

Die tl beschäftigen mittlerweile über 2’000 Mitarbeitende. Im Jahr 2025 transportierte das Unternehmen 133 Millionen Fahrgäste und liegt damit auf dem dritten Platz der städtischen Netze in der Schweiz – hinter Zürich und Genf, aber vor Bern und Basel.

Der Verwaltungsrat nahm den Entscheid mit Bedauern zur Kenntnis und dankte Solioz Mathys für ihren Einsatz.

OSTWIND und Dott lancieren Rabatt auf Mikromobilität in der Ostschweiz

Dott formerly Tier scooter in Frankfurt am Main
Dott formerly Tier scooter in Frankfurt am Main by Hanno Burger is licensed under Creative Commons BY-SA 4.0 International

Kundinnen und Kunden mit einem Jahresabo des Tarifverbunds OSTWIND oder einem GA der SBB erhalten ab sofort 25 Prozent Rabatt auf alle Fahrten mit dem E-Scooter-Anbieter Dott im gesamten OSTWIND-Verbundgebiet. Die Kooperation soll die Verbindung zwischen öffentlichem Verkehr und Mikromobilität – also kurzen, oft elektrisch zurückgelegten Wegen – stärken.

Die Partnerschaft baut auf früheren Pilotprojekten auf. In den Projekten «Multimodal vernetzt» und «Anschluss garanTIERt» testeten OSTWIND, Dott, das IMO-HSG Institut für Mobilität, die Stadt St.Gallen, REGIO Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee und die SBB seit 2022 die Kombination aus Bahn, E-Bikes und E-Scootern im Alltag.

Den Rabattcode können Berechtigte über ostwind.ch/mikromobilitaet via SwissPass generieren und anschliessend in der Dott-App hinterlegen.

Wien: Grosse Beschleunigungsoffensive für Strassenbahnen und Busse

A red tram swiftly moves through the urban landscape of Vienna, showcasing dynamic city movement.
A red tram swiftly moves through the urban landscape of Vienna, showcasing dynamic city movement. by Jakob Linser is licensed under Pexels License

Die Stadt Wien und die Wiener Linien starten ein umfassendes Programm zur Beschleunigung des öffentlichen Verkehrs. Unter dem Titel „Mehr Tempo für Bus und Bim“ werden alle 29 Strassenbahn- und 135 Autobuslinien auf Beschleunigungspotenzial analysiert. Ziel ist, dass Busse und Strassenbahnen nur noch an Haltestellen halten und dazwischen zügig fahren können.

Geplant sind unter anderem zusätzliche Ampelbevorrangungen und grüne Wellen, die Beseitigung von Stellen, an denen der öffentliche Verkehr regelmässig blockiert wird, Anpassungen bei Abbiegerelationen des motorisierten Individualverkehrs sowie neue eigenständige Bus- und Strassenbahnspuren.

Der Anteil des öffentlichen Verkehrs am Modal Split – also der Aufteilung der Verkehrsmittelwahl – stieg 2024 um zwei Prozentpunkte auf 34 Prozent. Dieser Anteil soll weiter erhöht werden.

Bereits heute schalten drei Viertel aller von Öffis genutzten Ampeln in Wien auf Grün, 2024 kamen 40 neue Bevorrangungen hinzu. Über die Hälfte der Strassenbahnstrecken verläuft auf einem vom Individualverkehr getrennten Gleiskörper.

Ein häufiges Problem sind falsch parkende Fahrzeuge: Im Schnitt werden Busse und Strassenbahnen vier Mal pro Tag blockiert. Seit 2010 konnte die Zahl solcher Vorfälle von 3’600 auf rund 1’500 pro Jahr gesenkt werden. Seit 1. Jänner 2025 beträgt die Strafe für das Blockieren von Öffis 467 Euro statt bisher 365 Euro.

Am 18. Februar wird im Wiener Gemeinderat ein Antrag eingebracht, eine langfristige Programmstruktur für die Beschleunigung des öffentlichen Verkehrs einzurichten. Die Massnahme ist Teil der Smart Klima City Strategie und des Wien-Plans 2035.

Bern: Seftigenstrasse wird für Velo- und Fussverkehr neu gestaltet

Berner Modell Seftigenstrasse
Berner Modell Seftigenstrasse by Suzanne Michel is licensed under Creative Commons BY-SA 3.0 International

Das Projekt „Neugestaltung Morillon-Sandrain“ sieht eine umfassende Umgestaltung der Seftigenstrasse in Bern und Köniz vor. Ziel ist es, die Bedingungen für den Velo- und Fussverkehr zu verbessern, während die Kapazitäten für Tram und motorisierten Individualverkehr erhalten bleiben. Das Projekt wird vom 2. März bis 1. April 2026 öffentlich aufgelegt.

Auf beiden Strassenseiten sollen abgesetzte Velowege entstehen. Um den nötigen Platz zu schaffen, wird das Tram auf dem Abschnitt Morillon-Schönegg künftig in beiden Richtungen im Mischverkehr mit dem motorisierten Verkehr geführt. Zwischen Schönegg und Sandrain erhält das Tram stadtauswärts ein Eigentrassee, stadteinwärts fährt es im Mischverkehr. Eine Lichtsignalanlage soll dem Tram dabei Vorrang gewähren.

Die Haltestellen Schönegg und Sandrain werden hindernisfrei ausgebaut und können mit dem Velo umfahren werden. Bei der Haltestelle Sandrain wird zudem eine Betriebswendeschlaufe eingerichtet, um den ÖV-Betrieb bei Störungen aufrechtzuerhalten. Im gesamten Abschnitt soll neu Tempo 30 gelten – eine Massnahme, die aufgrund der Lärmschutz-Massnahmenprüfung zur Einhaltung der Grenzwerte gemäss Lärmschutzverordnung festgelegt wurde.

Das Projekt wird gemeinsam vom Kanton Bern, Bernmobil, der Stadt Bern und der Gemeinde Köniz getragen und ist mit den Projekten „Tram Kleinwabern“ und „Sanierung Zentrum Wabern“ koordiniert. Die Realisierung ist frühestens ab 2029 vorgesehen. Am 2. März 2026 findet eine öffentliche Informationsveranstaltung im Hotel Ambassador in Bern statt.

SBB entfernt Abfallkübel an Sitzplätzen in weiteren Zügen

© SBB CFF FFS

Die SBB baut schrittweise die Abfallkübel an den Sitzplätzen in weiteren Zugflotten ab. Nachdem bereits 2021 die Behälter in der 2. Klasse der Regionalverkehrszüge entfernt wurden, folgen nun die 1. Klasse im Regionalverkehr sowie beide Klassen in den Fernverkehrszügen IR-Dosto (RABe 511 und 512), Mouette und FV-Dosto. Die Umstellung soll bis Ende 2028 abgeschlossen sein.

Grund für die Massnahme sind positive Erfahrungen aus dem Regionalverkehr: Reisende beurteilen die Züge ohne Abfallkübel an den Sitzen als sauberer. Zudem profitieren Fahrgäste in den meisten Flotten von mehr Beinfreiheit. Für das Reinigungspersonal entfallen körperlich belastende Arbeitsschritte, und die Reinigungskosten sinken jährlich um einen tiefen einstelligen Millionenbetrag.

Internationale Fernverkehrszüge sind vom Rückbau vorerst ausgenommen, da in deren Eingangsbereichen zu wenig Platz für zusätzliche Behälter besteht.

Reisende können ihren Abfall weiterhin in den grossen Restmüllbehältern im Eingangsbereich der Züge entsorgen. Die bisherigen Papiersammler werden durch Restmüllbehälter ersetzt, da immer weniger Papierzeitungen in den Zügen anfallen. An vielen Bahnhöfen stehen zudem Recyclingstationen zur Verfügung.

DB InfraGO: Winterwetter verzögert Sanierung der Strecke Hamburg-Berlin

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Clp 20251119 99 80 9436 028-1 D-DBMP Wanne-Eickel Hbf by Platte is licensed under Creative Commons BY-SA 4.0 International

Der seit sechs Wochen anhaltende Wintereinbruch in Norddeutschland bremst die Sanierung des Bahnkorridors Hamburg-Berlin. Die DB InfraGO kann die Strecke nicht wie geplant am 30. April wieder in Betrieb nehmen.

Dauerfrost und Schnee verhindern seit Ende Dezember zentrale Arbeiten. Vereiste und teils zugefrorene Kabelkanäle machen das Verlegen von Kabeln für die Signal- und Stellwerkstechnik unmöglich. Auf einigen Abschnitten reicht der Bodenfrost bis in 70 Zentimeter Tiefe. Auch Arbeiten an der Oberleitung sowie die Montage von Weichenantrieben und Signalanlagen stehen still.

Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte bei DB InfraGO, sprach vom stärksten Wintereinbruch seit mehr als 15 Jahren. Zwar sei ein Zeitpuffer für die kalte Jahreszeit eingeplant gewesen, doch der Dauerfrost halte deutlich länger an als erwartet. Bei der Montage der Leit- und Sicherungstechnik liege man aktuell hinter dem Zeitplan.

Sobald der Boden vollständig aufgetaut ist, sollen die verschobenen Arbeiten neu eingeplant und das Personal auf der Baustelle deutlich aufgestockt werden. Bis zum 13. März will die DB InfraGO gemeinsam mit ihren Baupartnern ein neues Inbetriebnahmekonzept vorlegen. Dabei werden auch die ab 1. Mai geplanten Sanierungsarbeiten auf der Strecke Hamburg-Hannover berücksichtigt, da sich beide Vorhaben bei den Umleitungskonzepten für den Fern- und Güterverkehr gegenseitig beeinflussen.

Schwieriger Wochenstart für den öffentlichen Verkehr in der Schweiz

Bild: ChatGPT

Gleich drei Störungen beeinträchtigen zum Wochenstart den Bahnverkehr in verschiedenen Landesteilen. Betroffen sind Strecken in der Westschweiz, im Wallis und in Appenzell Innerrhoden.

Auf der Strecke Lausanne-Renens ist der Zugverkehr am Dienstag, 17. Februar 2026, wegen eines Vandalismusaktes, der die Bahninfrastruktur beschädigt hat, nicht möglich. 36 Ersatzbusse verkehren als Shuttle zwischen den beiden Bahnhöfen. Die Wiederaufnahme des Betriebs ist für Mittwoch, 18. Februar 2026, um 4 Uhr geplant.

Zwischen Goppenstein und Brig ist der Bahnverkehr auf der Linie RE1 nach einer Entgleisung unterbrochen. Die Einschränkung dauert voraussichtlich bis am 21. Februar 2026. Ersatzbusse verkehren zwischen Goppenstein und Visp. Reisende zwischen Spiez und Brig werden via Visp umgeleitet. Für die umliegenden Ortschaften stehen verschiedene regionale Buslinien als Alternative zur Verfügung.

Im Appenzellerland fällt die S23 zwischen Weissbad und Wasserauen wegen Windböen aus. Die Einschränkung dauert voraussichtlich bis am 17. Februar 2026 um 12 Uhr. Ersatzbusse sind im Einsatz.