Automatisiertes Fahrassistenzsystem: SOB startet Testbetrieb auf der Linie S31

Bild: SOB

Die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) testet ab Sommer 2025 als erstes Bahnunternehmen der Schweiz ein automatisiertes Fahrassistenzsystem (AFAS) im Linienbetrieb. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat dafür die erforderliche Zustimmung erteilt. Der einjährige Test findet auf der Linie S31 zwischen Biberbrugg und Arth-Goldau statt.

Das System wurde seit 2019 in Zusammenarbeit mit dem BAV sowie Industrie- und Bahnexpert:Innen entwickelt. Es unterstützt das Lokpersonal bei standardisierten Abläufen wie Bremsvorgängen, Beschleunigungen und der Einhaltung von Geschwindigkeitseinschränkungen. Die Verantwortung verbleibt stets beim Menschen, die Züge werden weiterhin durch Lokführer:Innen geführt. Für Fahrgäste ergeben sich keine Änderungen im Betriebsablauf.

AFAS verfolgt das Ziel, operative Effizienz zu erhöhen und zugleich die Sicherheit zu gewährleisten. Die gesammelten Erfahrungen sollen nach Projektabschluss öffentlich gemacht werden, um eine breitere Anwendung automatisierter Technologien im Bahnbetrieb zu fördern. Die Integration erfolgt schrittweise und unter Berücksichtigung aller sicherheitsrelevanten Normen.

Mit diesem Projekt setzt die SOB einen Akzent im digitalen Transformationsprozess des Bahnsektors. Die gewonnenen Erkenntnisse könnten als Referenz für künftige Automatisierungsvorhaben im Schweizer Schienenverkehr dienen.