Autonome Shuttles starten Testbetrieb in Berlin

BVG und MOIA starten in eine neue Ära des Berliner Nahverkehrs. Im Nordwesten beginnt die autonome Revolution mit den ersten Fahrzeugen des Typs VW ID. Buzz AD im öffentlichen Strassenverkehr – ausgestattet mit modernster Level 4-Technologie. Ziel ist es, den klassischen Nahverkehr mit flexiblen, autonomen Angeboten zu verknüpfen und ein massgeschneidertes Mobilitätsangebot für die Berliner zu schaffen.
Heute gaben die Projektpartner im Beisein von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder den offiziellen Startschuss. Was als Pilotvorhaben beginnt, bereitet den späteren Hochlauf der deutschlandweit grössten Flotte autonomer Fahrzeuge als Teil des ÖPNV-Systems vor. Die Ergebnisse sind skalierbar auf grössere Fahrzeugzahlen bis in den fünfstelligen Bereich.
Im Projekt NoWeL4 werden fünf Fahrzeuge in einem etwa 15 Quadratkilometer grossen Testgebiet mit Fahrgästen unterwegs sein. Es umfasst Teile von Spandau, Charlottenburg-Wilmersdorf und Reinickendorf. Die Fahrzeuge bewegen sich frei im definierten Gebiet und bedienen bei Bedarf rund 80 Bushaltestellen und virtuelle Haltepunkte. Anders als bei Vorgängerprojekten sind die neuen Fahrzeuge fähig, auf Autonomielevel 4 zu fahren – Voraussetzung für komplett fahrerlosen Betrieb.
Der nächste Meilenstein folgt im ersten Halbjahr 2026 mit Testfahrten mit Fahrgästen. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Verkehr mit insgesamt 9.5 Millionen Euro gefördert. Nach der Testphase, die 2027 endet, soll der autonome Fortschritt zum festen Bestandteil der Hauptstadt-Mobilität werden.