Bahnanteil im alpenquerenden Güterverkehr sinkt auf 68.6 Prozent

Colorful cargo containers on a freight train along a rural railway track under a clear blue sky.
Colorful cargo containers on a freight train along a rural railway track under a clear blue sky. by Robert So is licensed under Pexels License

Im Jahr 2025 ist der Bahnanteil am alpenquerenden Güterverkehr von 70.3 auf 68.6 Prozent gesunken. Die Schiene verlor damit zum vierten Mal in Folge Marktanteile gegenüber der Strasse. Die Eisenbahn beförderte 7.5 Prozent weniger Güter durch die Alpen als im Vorjahr, während die Zahl der Lastwagen mit rund 960’000 Fahrten unverändert blieb. Das geht aus dem 2. Semesterbericht 2025 zum alpenquerenden Güterverkehr hervor, den das Bundesamt für Verkehr (BAV) am 12. März 2026 veröffentlicht hat.

Als Ursachen nennt das BAV die ungenügende Qualität und Zuverlässigkeit im Schienengüterverkehr entlang der europäischen Nord-Süd-Achsen, insbesondere wegen Bauarbeiten und Streckenunterbrüchen in Deutschland. Zusätzlich wirkte sich das angespannte wirtschaftliche Umfeld negativ aus.

Der Bundesrat hat Ende 2025 im Verlagerungsbericht angekündigt, die bis 2030 befristeten Betriebsbeiträge für den kombinierten Verkehr (Gütertransport, bei dem Strasse und Schiene kombiniert werden) zu verlängern. Entsprechende Motionen der Verkehrskommissionen von National- und Ständerat hat er zur Annahme beantragt. Damit sollen Transportunternehmen längerfristige Planungs- und Investitionssicherheit erhalten. Zudem sind befristete finanzielle Anreize vorgesehen, um die Einstellung der Rollenden Landstrasse vom Dezember 2025 abzufedern. Der Bundesrat will sich ausserdem für eine rasche Modernisierung der Bahninfrastruktur in den Nachbarländern und eine bessere internationale Koordination der Bauarbeiten einsetzen.