BVG prüft neue Ticketautomaten auf Barrierefreiheit

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben eine Markterkundung zu stationären Fahrausweisautomaten durchgeführt. Hintergrund ist das deutsche Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), das neue Anforderungen an die Zugänglichkeit von Geräten im öffentlichen Raum definiert.
Ziel der Erhebung war es, Prototypen oder Mockups zu erhalten, die eine barrierefreie Nutzung gemäss BFSG ermöglichen. Die derzeit eingesetzten Automaten erfüllen diese Vorgaben nur eingeschränkt.
Testkriterien und Anforderungen
Teilnehmende Unternehmen mussten ein Lösungskonzept sowie ein physisches Modell einreichen. Dieses wurde von BVG-Mitarbeitenden und externen Stakeholdern, darunter Behindertenverbände, geprüft. Die Bedienung durch Personen mit unterschiedlichen sensorischen Einschränkungen sollte nachvollziehbar demonstriert werden.
Vorgaben waren unter anderem:
- taktile und logisch angeordnete Bedienelemente
- anpassbare Benutzeroberfläche für verschiedene Wahrnehmungskanäle
- nachweislich barrierefreie Bedienerführung gemäss BFSG
- Verkaufsfähigkeit im Offline-Betrieb
Durchführung und Rahmenbedingungen
Die Geräte wurden anonymisiert im BVG-Betriebshof Usedomer Strasse ausgestellt. Eine Präsentation durch Hersteller vor Ort war nicht zugelassen. Alle beteiligten Personen unterzeichneten eine Geheimhaltungserklärung. Der Testbetrieb diente ausschliesslich der internen Evaluation.
Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in die Vorbereitung einer möglichen späteren Ausschreibung einfliessen. Ein Vergabeverfahren war nicht Bestandteil dieses Projekts.