Baustart für Brüttenertunnel: Vierspurausbau Zürich-Winterthur beginnt

Die SBB hat den Ausbau der Strecke Zürich-Winterthur auf vier Spuren gestartet. Im Zentrum des Projekts MehrSpur Zürich-Winterthur steht der Brüttenertunnel, mit dem ein zentraler Engpass im Schweizer Bahnnetz behoben wird. Bundesrat Albert Rösti, der Zürcher Regierungsrat Martin Neukom und SBB-CEO Vincent Ducrot gaben den offiziellen Startschuss für die Bauarbeiten in Bassersdorf, wo künftig der Hauptinstallationsplatz für den Tunnelbau liegt.
Die Kapazität zwischen Zürich und Winterthur wird um 30 Prozent ausgebaut auf rund 900 Züge für über 150’000 Reisende pro Tag. Neben der Zürcher S-Bahn profitieren auch Fernverkehr und Güterverkehr. Während der rund zehnjährigen Bauzeit investiert die SBB täglich rund 1 Million Franken. Bis zu 1’000 Personen arbeiten gleichzeitig auf dem 30 Kilometer langen Streckenabschnitt.
Der Brüttenertunnel ist 9 Kilometer lang und besteht aus zwei einspurigen Röhren. Der Vortrieb mit Tunnelbohrmaschinen beginnt 2029, die Inbetriebnahme ist für 2037 geplant. Zusätzlich werden die Bahnhöfe Dietlikon, Bassersdorf, Wallisellen und Winterthur Töss ausgebaut. Die Teilprojekte werden etappenweise in Betrieb genommen.
Der Bahnbetrieb bleibt während der Bauzeit weitgehend aufrechterhalten. Ab Dezember 2026 kommt es bei einzelnen S-Bahn-Linien zu Fahrplanänderungen. Die Gesamtkosten betragen rund 3.3 Milliarden Franken, Kostengenauigkeit plus/minus 10 Prozent. Finanziert wird das Projekt über den Bahninfrastrukturfonds des Bundes.