BAV bewilligt 4-Meter-Güterverkehrs-Korridor nach Frankreich

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat die Plangenehmigung für die Erstellung eines 4-Meter-Korridors zwischen Basel St. Johann und Basel SBB erteilt. Damit werden auf der Schweizer Seite die Voraussetzungen geschaffen, dass die linksrheinische Strecke zu einer zusätzlichen NEAT-Zulaufstrecke ausgebaut werden kann. Die Hauptarbeiten starten 2026.
Güterzüge mit Sattelaufliegern von vier Metern Eckhöhe sollen künftig auch über Frankreich zu den NEAT-Basistunnels am Gotthard und Lötschberg geführt werden. Damit wird die Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs auf die Schiene gestärkt. Die Strecke zwischen Basel St. Johann und Basel SBB muss dazu an diversen Stellen angepasst werden.
Die SBB senkt die Gleise in den beiden Tunnels Kannenfeld und Schützenmatt sowie unter zwei Strassenüberführungen ab. Weiter führt die SBB zahlreiche reguläre Instandsetzungsmassnahmen durch, darunter die Sanierung von zwei Brücken über den Birsig. Der erste Teil der separat genehmigten Vorarbeiten läuft bereits. Der zweite Teil beginnt im Januar 2026. Die Hauptarbeiten dauern von April 2026 bis voraussichtlich Ende 2029.
Damit Güterzüge mit höherer Ladung auch über die linksrheinische Strecke zur NEAT geführt werden können, sind Profilanpassungen auf der französischen Seite nötig. Bundesrat Albert Rösti und der französische Verkehrsminister unterzeichneten im Februar 2025 eine entsprechende Absichtserklärung. Die erforderlichen Ausbauprojekte werden aktuell erarbeitet.
Die Arbeiten in der Schweiz kosten rund 114 Millionen Franken. Finanziert werden sie über den Verpflichtungskredit des Bundes für die 4-Meter-Korridor-Projekte. Die Instandsetzung der beiden Birsigbrücken (7 Millionen Franken) wird via die Leistungsvereinbarung mit der SBB für den Substanzerhalt abgegolten.