BAV genehmigt Referenztrassee für Doppelspur Morges-Perroy

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat das von den SBB als Bauherrin vorgeschlagene Referenztrassee für die neue Doppelspur zwischen Morges und Perroy genehmigt. Der Entscheid fiel am 25. Juni 2026. Im Auftrag des BAV von September 2024 hatten die SBB rund 30 Varianten geprüft, bevor sie das Trassee für die Weiterführung des Vorprojekts bestimmten.
Die neue Doppelspur ist rund 13 Kilometer lang. Sie umfasst einen rund 2 Kilometer langen offenen Abschnitt ab dem Bahnhof Morges Richtung Genf bis zum Boiron, einen rund 10 Kilometer langen Tunnel vom Boiron bis zum Ort Le Chêne in Perroy sowie einen rund 1 Kilometer langen offenen Abschnitt in Perroy. Der Tunnel deckt rund 75 Prozent der Strecke ab; die Zugänge liegen abseits dichter Siedlungsgebiete. So lassen sich Auswirkungen auf Wohnzonen, Landwirtschaftsflächen und bestehende Bauten begrenzen.
Das Vorhaben bildet die erste Etappe einer von der bestehenden Strecke getrennten Linie zwischen Lausanne und Genf und schafft eine erste Redundanz auf dem stark belasteten Korridor. Es ermöglicht unter anderem einen Viertelstundentakt für RegioExpress und InterCity zwischen Genf und Lausanne sowie einen systematischen Halbstundentakt an allen Stationen des RER Vaud zwischen Lausanne, Morges und Allaman. Auch die Kapazität im Güterverkehr verbessert sich.
Das Vorprojekt läuft bis 2029, die öffentliche Auflage ist für 2033 vorgesehen. Die Inbetriebnahme ist frühestens für 2043 geplant.
