Belgien: Steigende Treibstoffpreise treiben Fahrgastzahlen bei der SNCB

Die belgische Staatsbahn SNCB verzeichnet seit dem Anstieg der Treibstoffpreise eine deutliche Zunahme der Zugnutzung. Eine Umfrage des Unternehmens zeigt, dass jede zweite befragte Person die gestiegenen Benzinpreise als Hauptgrund für den Umstieg auf den Zug nennt.
Der Verkauf von Einzelfahrscheinen stieg im März und April im Vergleich zum Vorjahr um jeweils 10 Prozent. Auch Arbeitsabonnements legten zu – im März um 8 Prozent, im April um mehr als 9 Prozent. Über ein Drittel davon entfällt auf Flex-Abonnements.
Die im Oktober 2025 eingeführte Train±Karte entwickelt sich zum Erfolgsmodell. Mehr als 1.2 Millionen Fahrgäste haben die Karte erworben, sie macht rund 40 Prozent der Gelegenheitsfahrten aus. Die Karte bietet 40 Prozent Rabatt in Nebenzeiten und am Wochenende. Für Erwachsene zwischen 26 und 64 Jahren kostet sie 48 Euro pro Jahr, für Jugendliche, Senior:innen und sozial berechtigte Personen 32 Euro. Fast 80 Prozent der Nutzer:innen wählen die Jahresversion. Ein Einzelfahrschein zweiter Klasse kostet mit Train+ maximal 14 Euro, für ermässigte Gruppen maximal 5.50 Euro.
Die SNCB hebt zudem den ökologischen Vorteil hervor: Ein Kilometer mit dem Zug verursacht rund fünfmal weniger CO2 als ein Kilometer mit dem Auto.
Quelle: press.sncb.be
