Berlin: BVG testet neue Funktechnologie zur Echtzeit-Ortung von U-Bahnen

Berliner Startup MOXZ testet neuartige Funktechnologie im Berliner U-Bahn-Netz.
Foto: BVG, Florian Bündig

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) erproben gemeinsam mit dem Berliner Startup MOXZ eine neuartige Funktechnologie im U-Bahn-Netz. Ziel des Pilotprojekts ist die metergenaue Ortung von U-Bahnen in Echtzeit – auch im Tunnel. Die ersten Tests auf der Linie U2 haben begonnen.

Die Technologie funktioniert ohne GPS und ohne durchgehende Sichtverbindung. Dafür werden U-Bahnen und Stationen mit speziellen Funkgeräten ausgestattet. Über die Laufzeitbestimmung der Funksignale zwischen Station und Zug wird die Entfernung in Echtzeit berechnet. Gezielte Funkreflexionen im Tunnel ermöglichen die Ortung auch ohne direkte Sichtverbindung. So lässt sich kontinuierlich ermitteln, wo sich ein Zug befindet, wie schnell er fährt und wann die nächste Einfahrt erfolgt.

In den kommenden Monaten wird auf der U2 ein Tunnel-Funk-System aufgebaut. Die Stationsgeräte sind untereinander vernetzt und berechnen sekündlich die Position der Bahnen. Aus den Streckendaten entstehen metergenaue Geo-Koordinaten, die künftig für Fahrgastanzeigen in Stationen und Zügen genutzt werden können.

Die BVG verfolgt einen umfassenden Stabilisierungs- und Modernisierungskurs. Die Zuverlässigkeit der U-Bahn ist zuletzt gestiegen: In der Woche vor der Ankündigung fuhren durchschnittlich 98.4 Prozent aller im Fahrplan vorgesehenen U-Bahnen.

MOXZ ist ein Deep-Tech-Startup, das aus einem EXIST-Forschungstransfer an der Technischen Universität Berlin hervorgegangen ist. Das Unternehmen ist Teil des xG-Incubators des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts (HHI) sowie des Science & Startup Incubators der Berliner Universitäten.