Berlin verschärft Regeln im ÖV: Vertragsstrafe bei Türblockade und Waffenverbot

bright yellow tram at berlin s alexanderplatz
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Zum 1. Mai 2025 tritt eine überarbeitete Nutzungsordnung der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) in Kraft. Zwei zentrale Neuerungen betreffen die Türsicherung in Fahrzeugen sowie das Waffenverbot auf öffentlich zugänglichen Anlagen der BVG.

Vertragsstrafe bei Türblockade

Fahrgäste, die Türen von U-Bahnen, Trams oder Bussen mutwillig offenhalten und so den Fahrbetrieb verzögern, müssen neu mit einer Vertragsstrafe von 50 Euro rechnen. Ziel ist es, Verspätungen zu reduzieren, Gefährdungen zu vermeiden und die Betriebssicherheit zu erhöhen. Laut BVG kommt es im U-Bahn-Betrieb monatlich zu rund 200 Türstörungen – viele davon verursacht durch absichtliches Blockieren.

Besonders kritisch sind diese Vorfälle bei älteren Fahrzeugen, in denen die Türsteuerung nicht einzeln erfolgt. Eine beschädigte Tür kann dazu führen, dass ganze Wagen nicht mehr eingesetzt werden können. Dies beeinträchtigt den Fahrplan, verursacht zusätzliche Werkstattaufenthalte und führt zu hohen Folgekosten.

Waffenverbot auf allen BVG-Anlagen

Ebenfalls neu in die Nutzungsordnung aufgenommen wird ein umfassendes Waffenverbot: Personen mit Waffen im Sinne des deutschen Waffengesetzes dürfen weder Fahrzeuge noch öffentlich zugängliche Grundstücke oder Anlagen der BVG betreten. Damit wird eine Regelung aus den bisherigen Beförderungsbedingungen offiziell in die Nutzungsordnung überführt.

Diese Anpassung erfolgt vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um Waffen- und Messerverbotszonen im Berliner öffentlichen Raum. Weitere Verschärfungen in diesem Bereich sind bereits angekündigt.

Durchsetzung durch Betriebspersonal

Das Betriebs- und Sicherheitspersonal der BVG ist für die Umsetzung der neuen Bestimmungen zuständig. Im Sinne eines stabilen und sicheren Betriebs appelliert die BVG an alle Fahrgäste, durch regelkonformes Verhalten zur Entlastung des Netzes beizutragen. Ziel ist eine zuverlässige Personenbeförderung mit kurzen Haltezeiten und hoher Betriebssicherheit.