Bern plant neues Reisebusregime für die Innenstadt

Der Berner Gemeinderat hat ein Konzept für den Umgang mit Car- und Reisebusverkehr in die öffentliche Vernehmlassung geschickt. Kern des Vorhabens ist die Einführung von Parkgebühren, ein digitales Buchungs- und Reservationssystem sowie die schrittweise Verlagerung der Reisebusparkierung aus der Innenstadt.
Bisher können Cars und Reisebusse in Bern an 19 Anlagen mit insgesamt 46 Parkplätzen gratis parkieren. Das soll sich ändern: Künftig wird eine Tagesgebühr von 50 Franken fällig, die vorab online gebucht werden muss. Die Bewilligung umfasst einen reservierten Parkplatz sowie das Ein- und Aussteigenlassen an einem frei wählbaren Halteplatz für maximal 15 Minuten. Spontanes Parkieren bleibt nur am Fern- und Reisebusterminal Neufeld möglich.
Die Umsetzung erfolgt in zwei Etappen. In der ersten werden die sechs Parkplätze auf der Schützenmatte im Zuge der ZBBS-Bauarbeiten auf maximal einen Halteplatz reduziert. Die fünf Parkplätze am Aargauerstalden beim Bärenpark werden in Halteplätze umgewandelt, jene am Muristalden ersatzlos aufgehoben. Insgesamt stehen dann rund 9 Halte- und 26 Parkplätze zur Verfügung, ergänzt um 6 Plätze am Terminal Neufeld.
In der zweiten Etappe soll mit der Inbetriebnahme eines neuen, grösseren Fern- und Reisebusterminals Neufeld die Parkierung in der Innenstadt vollständig entfallen. Der neue Terminal sieht sechs Carparkplätze und acht Haltekanten für den Fernbusverkehr vor. Das Buchungssystem soll dann günstigere Tarife im Terminal anbieten, um die Verlagerung zu fördern.
Die Stadt rechnet in der ersten Etappe mit Einnahmen von rund 210’000 Franken jährlich. Die Vernehmlassung läuft bis April 2026, die Umsetzung ist ab der ersten Jahreshälfte 2027 geplant.