BERNMOBIL wäscht Trams und Busse wegen Wasserknappheit seltener

BERNMOBIL hat die Reinigung der Fahrzeuge auf dem Stadtnetz im Juli und August 2026 wegen Wasserknappheit um bis zu 80 Prozent reduziert. Der Verkehrsbetrieb wäscht seine rund 160 Busse und 60 Trams normalerweise in zwei Waschstrassen.
Die Tramreinigung im Depot Bolligenstrasse erfolgt ausschliesslich mit Regenwasser, das in Tanks im Boden des Depots gespeichert wird. Nach dem Waschgang durchläuft das Wasser einen Grobfilter, eine chemische Reinigung und einen Infrarotfilter zum Abtöten von Bakterien und steht danach als Brauchwasser erneut zur Verfügung. Pro Waschvorgang müssen dadurch nur rund 20 Prozent Regenwasser ergänzt werden. Ein Tram fährt alle 15 bis 20 Tage durch die Anlage, was rund 120 Waschvorgänge pro Monat ergibt. Das Öko-Programm dauert etwa 17 Minuten, die Programme Standard und Intensiv bis zu einer halben Stunde. Diese kommen nur bei grober Verschmutzung zum Einsatz, etwa bei Streusalz im Winter.
Die Busse werden im Sommer alle drei bis vier Tage gewaschen, im Winter wegen Nässe, Schmutz und Streusalz fast doppelt so oft. Das Heck der Trolleybusse muss wegen der Stromabnehmer von Hand gereinigt werden. Da das Busdepot über keine Regenwassernutzung verfügt, wird dem aufbereiteten Brauchwasser rund zehn Prozent Frischwasser beigemischt. Für die Reinigung der Busflotte fallen wöchentlich 60’000 bis 80’000 Liter Wasser an.
