BLS schliesst fünf Reisezentren und reduziert Zugbegleitung

Die BLS reduziert bis Ende 2030 ihre Kosten mit mehreren Massnahmen im Personenverkehr. Bis Ende 2030 schliesst sie die Reisezentren in Seftigen, Hasle-Rüegsau, Ins, Münsingen und Zollikofen. Am Standort Zweisimmen überprüft sie die Zusammenarbeit mit der Montreux Berner Oberland Bahn (MOB). Zusätzlich passt die BLS die Öffnungszeiten an den Wochenenden an: Sonntags bleiben künftig nur noch die Reisezentren in Spiez und Interlaken West ganzjährig sowie jenes in Kandersteg während der Sommersaison geöffnet.

Auf zwei Linien verzichtet die BLS künftig auf die ständige Zugbegleitung. Ab 2028 gelten auf der RegioExpress-Linie Bern-Langnau-Luzern nur noch sporadische Kontrollen. Auf der Regio-Linie Spiez-Zweisimmen werden die Züge nur noch tagsüber ständig begleitet. Weiterhin durchgehend begleitet bleiben die touristischen Linien GoldenPass-Express zwischen Interlaken Ost und Zweisimmen sowie der RegioExpress am Lötschberg und Simplon.

Auch beim Unterhalt der Züge senkt die BLS die Standards: Die Aussenreinigung erfolgt künftig nur noch einmal pro Monat statt wie bisher durchschnittlich alle 14 Tage. Auch die Intervalle für die Entleerung und Befüllung der Abwasser- und Frischwassertanks werden verlängert.

Der Personalbedarf sinkt bis Ende 2030 um voraussichtlich rund 40 Vollzeitstellen, wo möglich über Fluktuation oder interne Wechsel. Die betroffenen Mitarbeitenden und die Sozialpartner sind informiert worden.

Mit den Massnahmen will die BLS 2027 und 2028 je rund 5 Millionen Franken einsparen. Die von Bund und Kantonen finanzierte Abgeltung für den regionalen Personenverkehr sinkt dadurch auf jährlich rund 150 Millionen Franken. Das Fahrplanangebot selbst ist von den Kostensenkungsmassnahmen nicht betroffen.