Bund fördert Nachtzüge und Zulassungen im internationalen Bahnverkehr

blue and orange train
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Finanzrahmen 2025–2030

Gemäss CO2-Gesetz stehen für die Jahre 2025 bis 2030 jährlich 10 Millionen Franken zur Förderung des internationalen Schienenpersonenverkehrs zur Verfügung. Die Mittel werden vom Bundesamt für Verkehr (BAV) verwaltet. Im Zentrum steht die Unterstützung von Nachtzugangeboten, um die klimaschonende Mobilität über Landesgrenzen hinweg zu stärken.

Neue Nachtverbindung Basel–Kopenhagen–Malmö

Für die Etablierung einer neuen EuroNight-Verbindung zwischen Basel, Kopenhagen und Malmö stellt das BAV insgesamt rund 47 Millionen Franken bis 2030 bereit. Bereits im laufenden Jahr fliessen 1,2 Millionen Franken in die Vorbereitungsarbeiten. Geplant ist, den Nachtzug ab April 2026 dreimal wöchentlich in beide Richtungen verkehren zu lassen. Die Linie soll das Angebot nachhaltiger Fernreisen in Europa ausbauen und die Schweiz besser an Skandinavien anbinden.

Zulassung des Giruno für Italien

Mit 5 Millionen Franken unterstützt das BAV die SBB bei der Zulassung des Giruno-Zugs für Fahrten mit bis zu 250 km/h in Italien. Diese technische Voraussetzung ermöglicht künftig schnellere und stabilere Direktverbindungen ab der Schweiz nach Venedig und Genua. Die Massnahme zielt auf eine Optimierung der Reisequalität und auf langfristige Fahrzeitverkürzungen im internationalen Tagesverkehr.

Qualitätserhalt im Eurocity nach Graz

Zusätzlich finanziert das BAV mit 1,9 Millionen Franken die Weiterführung hochwertiger Speisewagen im Eurocity Zürich–Innsbruck–Graz. Diese Unterstützung wird notwendig, da die heutigen Wagen mit Speiseabteil ausser Betrieb genommen werden müssen. Die Verbindung bleibt damit auch bei knapp zehn Stunden Fahrzeit gastronomisch attraktiv, was insbesondere für touristische Reisende sowie grenzüberschreitende Pendler:Innen von Relevanz ist.