Bund lanciert nationalen Aktionsplan gegen Gewalt im öV

Aggressives Verhalten und Gewalt gegenüber Personal und Fahrgästen im öffentlichen Verkehr haben in den letzten Jahren zugenommen. Betroffen sind sowohl Mitarbeitende von Transportunternehmen als auch Kund:innen.
Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat deshalb einen runden Tisch einberufen, um eine Auslegeordnung zur aktuellen Situation vorzunehmen und Massnahmen für mehr Sicherheit zu erarbeiten. Am 8. Juli 2026 trafen sich dazu Transportunternehmen, Transportpolizei, kantonale und Bundesbehörden, Sozialpartner sowie weitere Organisationen.
Im ersten Treffen wurde ein gemeinsames Verständnis über das weitere Vorgehen erarbeitet. Als nächste Schritte sollen verschiedene Massnahmen konkretisiert werden: eine überkantonale Koordination und Vereinheitlichung von Polizeieinsätzen und Strafverfolgung sowie Deeskalationsschulungen für Mitarbeitende.
Zusätzlich arbeitet das BAV an Anpassungen der Regelwerke für den Einsatz von Bodycams, die Zulassung von Destabilisierungsgeräten wie Tasern durch die Transportpolizei sowie die Video-Echtzeitüberwachung in Fahrzeugen. Damit soll die Motion Buffat (23.4291) erfüllt werden.
Der runde Tisch bildet zudem den Auftakt zur Erfüllung der vom Parlament überwiesenen Motion Marchesi (25.4013).