BVG steigert Zuverlässigkeit und baut Busangebot erstmals seit 2023 aus

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben im ersten Halbjahr 2026 die Zuverlässigkeit ihres Betriebs weiter gesteigert. Die um externe Einflüsse wie Streiks oder Baustellen bereinigten Werte lagen bei der Strassenbahn bei 99.3 Prozent (2025: 98.6 Prozent) und beim Bus bei 99.6 Prozent (2025: 99.5 Prozent). Bei der U-Bahn stieg der Wert von 94.3 auf 98.5 Prozent.
Als Faktoren nennt die BVG die Flottenerneuerung und die Personalentwicklung. Rund 240 neue U-Bahn-Wagen der Baureihen J und JK sind im Einsatz, der Abruf von 166 weiteren Wagen mit dem Zugsteuerungssystem CBTC ist beschlossen. Hinzu kommen 70 E-Gelenkbusse und fünf Strassenbahnen des Typs Urbanliner. Im ersten Halbjahr stellte das Unternehmen rund 760 Mitarbeitende ein, fast 90 Prozent davon im operativen Bereich. Zum Ende der Sommerferien verbessert die BVG erstmals seit Ende 2023 wieder das Busangebot: Das Metrobusnetz wächst um knapp fünf Kilometer, Takte werden verdichtet.
Bei der Infrastruktur begann im Juli die Erneuerung des Waisentunnels, der die U5 mit dem übrigen Grossprofilnetz verbindet. Für die Verlängerung der U8 ins Märkische Viertel erteilte der Senat den Planungsauftrag. In Adlershof entsteht der erste neue Strassenbahnbetriebshof seit 40 Jahren. Für die Neubaustrecke Mahlsdorf liegt eine Einigung über die zweigleisige Trassenführung vor.
Die Zahl der registrierten Straftaten im BVG-Netz ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 16 Prozent zurück, Taschendiebstähle um 31 Prozent.
