BVG testet Validatoren für ID-basierten Ticketverkauf

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) beschaffen Dummy-Validatoren zu Vorführzwecken, um ID-basierte Vertriebskonzepte im öffentlichen Verkehr zu evaluieren. Bei diesem Ansatz kehrt sich der bisherige Verkaufsprozess um: Statt wie bisher vor Fahrtantritt eine Fahrtberechtigung am Automaten oder beim Fahrpersonal zu lösen, würden Fahrgäste künftig direkt am Validator einchecken.
Aktuell setzt die BVG in ihren Fahrzeugen mobile Ticketautomaten für den Self-Service sowie Fahrscheindrucker für den Verkauf durch das Fahrpersonal ein. Beide Systeme verursachen Aufwand für Beschaffung, Wartung sowie das Handling von Bargeld und Papier.
Die zu beschaffenden Validatoren sollen auf einem Fuss mit Stange montiert sein und mindestens eine der folgenden Funktionen abbilden: eine Menüauswahl für den Kauf eines begrenzten Fahrscheinsortiments zum sofortigen Fahrtantritt, die Berechnung eines Best-Pricing-Modells mit Tages-Capping oder die Kombination eines solchen Validators mit einem Ticketentwerter zum Stempeln bereits gekaufter Fahrscheine. Der Bezahlprozess wird dabei lediglich simuliert.
Die Geräte kommen nicht im Fahrzeugbetrieb zum Einsatz, sondern dienen Live-Demonstrationen bei Verbändedialogen, Stakeholder-Meetings sowie intern in den Betriebsbereichen der BVG. Eine Anbindung an Hintergrundsysteme oder Schnittstellen zum BVG-Backend ist nicht vorgesehen. Die Simulation von Verkaufs- und Bezahlprozess muss vollständig offline funktionieren, idealerweise mittels einer Beta-Testversion.
