BVG und Verdi einigen sich auf neuen Manteltarifvertrag

Immeubles de bureaux de BVG (Berlin)
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Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und die Gewerkschaft Verdi haben sich auf einen neuen Manteltarifvertrag (Vereinbarung zu Arbeitsbedingungen wie Arbeitszeit und Urlaub) für die rund 16’000 Beschäftigten geeinigt. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 48 Monaten. In sechs Verhandlungsrunden seit Januar 2026 wurde ein Gesamtpaket geschnürt, das auf mehr Entlastung und individuelle Wahlfreiheit setzt.

Kernstück ist ein Wahlmodell: Ab 2027 können Mitarbeitende jährlich zwischen einem zusätzlichen Urlaubstag oder bis zu 1.35 Prozent mehr Gehalt wählen – bis zu maximal 33 Urlaubstage. Bereits 2026 erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung von 150 Euro. Ab 2027 steigt das Urlaubsgeld auf 600 Euro jährlich, 100 Euro mehr als bisher. Die Möglichkeit, die Regelarbeitszeit von 36.5 bzw. 37.5 auf bis zu 39 Wochenstunden zu erhöhen, wird verlängert.

Im Schichtdienst wird die Mindestruhezeit ab 2027 ausnahmslos auf 11 Stunden angehoben. Der Ausgleichsurlaub für Nachtarbeit steigt auf bis zu fünf Tage. Die Wendezeit in der Nacht wird für alle Metrobus-, Strassenbahn- und U-Bahn-Linien auf durchschnittlich sechs Minuten ausgeweitet. Zudem soll ab Juli 2026 eine gemeinsame Kommission zur Entgeltordnung erprobt werden. Bereits 2025 hatten BVG und Verdi in separaten Entgelttarifverhandlungen eine Gehaltserhöhung von bis zu 20 Prozent vereinbart.