BVG und Verdi: Fortschritte in den Tarifverhandlungen 2025

Am 12. März 2025 trafen sich die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und die Gewerkschaft Verdi zur fünften Verhandlungsrunde im Rahmen der Tarifverhandlungen. Trotz intensiver Gespräche bis in den Abend konnte noch keine endgültige Einigung erzielt werden. Dennoch legte die BVG ein viertes Angebot vor, das erhebliche Zugeständnisse beinhaltet und die Basis für einen möglichen Abschluss in der nächsten Verhandlungsrunde bildet.
Verkürzte Laufzeit des Tarifvertrags
Ein zentraler Punkt des neuen Angebots ist die deutliche Verkürzung der Laufzeit des Tarifvertrags. Ursprünglich war eine Laufzeit von 48 Monaten vorgesehen; nun bietet die BVG eine Laufzeit von nur noch 24 Monaten an. Dieses Entgegenkommen soll den Forderungen der Gewerkschaft nach mehr Flexibilität entgegenkommen.
Lohnerhöhungen für die Mitarbeitenden
Die BVG schlägt vor, die Löhne aller Mitarbeitenden rückwirkend zum 1. Januar 2025 um 240 Euro pro Monat zu erhöhen. Ab März 2026 soll eine weitere Erhöhung um 135 Euro pro Monat erfolgen. Insgesamt würden die Löhne der Mitarbeitenden somit innerhalb von zwei Jahren um durchschnittlich 13,6 Prozent steigen.
Flexibilisierung der Arbeitszeit
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Angebots betrifft die Arbeitszeitgestaltung. Es wurde ein Wahlmodell vereinbart, das es den Mitarbeitenden ermöglicht, auf freiwilliger Basis die Regelarbeitszeit von 37,5 Stunden pro Woche auf bis zu 39 Stunden zu erhöhen. Durch diese Anpassung können sie bis zu 4,7 Prozent mehr Lohn erhalten.
Ausblick auf die nächste Verhandlungsrunde
Trotz der bisherigen Fortschritte konnte in dieser Runde noch keine endgültige Einigung erzielt werden. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 21. März 2025 geplant. Beide Parteien zeigen sich zuversichtlich, dass auf Basis des aktuellen Angebots ein Abschluss erreicht werden kann, der sowohl den Interessen der Mitarbeitenden als auch den finanziellen Möglichkeiten der BVG gerecht wird.