BVG zieht 2025 Bilanz: Trendwende bei Zuverlässigkeit und Personal

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben für 2025 eine positive Bilanz vorgelegt. Unter dem strategischen Leitsatz «Stabilität vor Wachstum» verbesserten sich Zuverlässigkeit, Personalsituation und wirtschaftliches Ergebnis. Im ersten Quartal 2026 erreichte die Zuverlässigkeit beim Bus stabil 99.4 Prozent, bei der Strassenbahn 99 Prozent und bei der U-Bahn 98.6 Prozent.
Im Zentrum des Stabilitätskurses standen die U-Bahn-Zuverlässigkeit und die angespannte Personallage. Mit der Erneuerung der U-Bahnflotte wurde die 99-Prozent-Marke gegen Jahresende mehrfach erreicht. Ab Mai 2026 kommen rund 170 neue Wagen auf den breiter gebauten Linien U5 bis U9 dazu. Bei den Bussen erweitern bis 2027 270 zusätzliche Gelenkbusse die Elektroflotte. Ein neuer Tarifvertrag und hohe Einstellungszahlen entspannten die Personalsituation.
Strukturell wurde das Unternehmen neu aufgestellt. Seit Februar 2026 ist das Vorstandsteam mit Henrik Falk (Vorsitz), Marc Hermann (Technik und Infrastruktur) sowie Jenny Zeller-Grothe (Betrieb und Personal) vollständig. Das Ressort Technik und Infrastruktur wurde neu geschaffen.
Die Nachfrage erreichte mit rund 1.1 Milliarden Fahrgastfahrten erneut Vor-Corona-Niveau. Die Zahl der Abonnent:innen blieb mit rund 1.2 Millionen stabil. Das Jahresergebnis verbesserte sich auf minus 50.2 Millionen Euro. Für 2026 strebt die BVG die schwarze Null an.
Die Investitionen stiegen 2025 um fast 50 Prozent auf über 530 Millionen Euro. Für 2026 ist eine Verdoppelung auf über eine Milliarde Euro vorgesehen. Zu den nächsten Grossprojekten gehören der Neubau des Strassenbahnbetriebshofs Adlershof und die Erneuerung des Waisentunnels.
Quelle: https://www.bvg.de/presse