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Senatsüberprüfung enthüllt: Viele Mietwagen in Berlin ohne gültige Genehmigung

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Wer in Berlin eine Fahrt mit Uber, Bolt oder Free Now bucht, könnte sich möglicherweise in einem Fahrzeug ohne gültige Genehmigung befinden. Wie rbb24 berichtet, hat der Berliner Senat kürzlich eine Überprüfung der auf diesen Plattformen registrierten Fahrzeuge veranlasst, was erhebliche Mängel ans Licht gebracht hat.

Die Untersuchung ergab, dass rund ein Drittel der Mietwagen, die zuvor auf Berlins Strassen unterwegs waren, aus dem Verkehr gezogen werden mussten. Konkret wurden knapp 1.700 Fahrzeuge aus dem Angebot der genannten Plattformen entfernt. Dies bedeutet, dass von insgesamt etwa 4.300 registrierten Mietwagen nun deutlich weniger verfügbar sind.

Das Problem liegt darin, dass viele dieser Fahrzeuge ohne eine gültige Konzession operierten. Ohne diese Genehmigung bleibt unklar, ob die Fahrer:innen die notwendige Tauglichkeitsprüfung der Industrie- und Handelskammer (IHK) bestanden haben oder ob die Fahrzeuge ordnungsgemäss versichert sind. Im schlimmsten Fall besteht für Fahrgäste kein Versicherungsschutz, was laut Verbraucherzentrale ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt.

Die betroffenen Plattformen haben auf die Überprüfung reagiert und die beanstandeten Fahrzeuge aus ihrem Angebot entfernt. Dennoch zeigt dieser Vorfall, wie wichtig die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften im Mietwagensektor ist, um die Sicherheit der Fahrgäste zu gewährleisten. Die Senatsverwaltung für Verkehr betont die Notwendigkeit regelmässiger Kontrollen, um solche Mängel frühzeitig zu erkennen und zu beheben.

Insgesamt verdeutlicht dieser Vorfall die Herausforderungen und Risiken, die mit der Nutzung von Mietwagen über Vermittlungsplattformen verbunden sind. Fahrgäste sollten sich daher stets über die Seriosität des Anbieters und die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften informieren, bevor sie eine Fahrt buchen.

Pendlermobilität in der Schweiz: Einblicke und Trends

  • 2022 waren 80% der Schweizer Erwerbstätigen Pendler, mit durchschnittlich 13,7 km Arbeitsweg in 30 Minuten.
  • Arbeitsverkehr machte über ein Viertel der zurückgelegten Distanzen aus und führte zu Stosszeiten in Grossstädten.
  • Verkehrsmittelwahl: Kurze Strecken zu Fuss oder Velo, mittlere mit dem Auto, lange mit der Eisenbahn.
  • E-Bikes nutzten 2% der Pendler, mit durchschnittlich 5 km Strecke.

In der Schweiz spielte die Pendlermobilität im Jahr 2022 eine bedeutende Rolle, da etwa vier von fünf Erwerbstätigen, rund 3,6 Millionen Menschen, als Arbeitspendler klassifiziert wurden. Diese Pendler legten im Durchschnitt 13,7 Kilometer pro Arbeitsweg zurück und benötigten dafür etwa 30 Minuten. Der Anstieg der durchschnittlichen Pendelstrecke ist bemerkenswert und zeigt eine Zunahme um etwa 6% seit dem Jahr 2000.

Der Arbeitsverkehr dominiert die tägliche Mobilität, indem er mehr als ein Viertel der zurückgelegten Distanzen und fast ein Fünftel der Reisezeit ausmacht. Diese Mobilitätsströme konzentrieren sich hauptsächlich auf die Morgen- und Abendstunden, was zur Entstehung der sogenannten Stosszeiten führt. Insbesondere die Grossstädte wie Zürich, Bern und Basel ziehen eine erhebliche Anzahl von Pendlern an, was zu hohen Verkehrsaufkommen auf den Zufahrtswegen führt.

Die Wahl des Verkehrsmittels variiert stark je nach Entfernung des Arbeitsweges. Während kurze Strecken oft zu Fuss oder mit dem Velo zurückgelegt werden, dominiert der Personenwagen bei mittleren Entfernungen zwischen 10 und 20 Kilometern. Bei längeren Strecken über 50 Kilometer gewinnt die Eisenbahn an Bedeutung und wird von über der Hälfte der Langstreckenpendler genutzt.

Ein bemerkenswerter Trend ist die zunehmende Beliebtheit von E-Bikes, die im Jahr 2022 von etwa 2% der Pendler als Hauptverkehrsmittel verwendet wurden. Die durchschnittliche Strecke, die mit dem E-Bike zurückgelegt wurde, betrug 5 Kilometer, was deutlich über den 2,9 Kilometern liegt, die mit herkömmlichen Velos zurückgelegt werden.

Auch der öffentliche Verkehr spielt eine wichtige Rolle, insbesondere bei den jüngeren und urbanen Pendlern. Rund 36% der städtischen Pendler nutzen die Eisenbahn oder den öffentlichen Strassenverkehr, während dieser Anteil in ländlichen Gebieten lediglich 14% beträgt.

Die Daten zeigen, dass die Pendlermobilität in der Schweiz sowohl in Bezug auf die Anzahl der Pendler als auch auf die zurückgelegten Distanzen eine zentrale Rolle im Alltag spielt. Diese Trends sind entscheidend für die Verkehrsplanung und die Entwicklung von Infrastrukturprojekten, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.

Öffentlicher Regionalverkehr in der Schweiz: Hohe Qualität, aber etwas weniger pünktlich

Der jährliche Bericht des Bundesamts für Verkehr (BAV) über das Qualitätsmesssystem im regionalen Personenverkehr zeigt, dass die Qualität im Jahr 2023 hoch war, obwohl die Pünktlichkeit leicht abgenommen hat. Besonders bei der Sauberkeit und Kundeninformation wurden bemerkenswerte Fortschritte erzielt.

Die Untersuchung durch Testkundinnen und -kunden hat ergeben, dass die Sauberkeit der Fahrzeuge und Haltestellen sich seit 2020 kontinuierlich verbessert hat. Saubere Sitze, Böden, Abfallbehälter und Lifte tragen zu einem positiven Gesamteindruck bei. Die Zahl der Unternehmen mit ungenügenden Ergebnissen in diesem Bereich sank von sechs im Jahr 2022 auf zwei im Jahr 2023.

Auch die Kundeninformation, wie die Ankündigung der nächsten Haltestelle und der Aushang des Liniennetzplans, wurde weiter optimiert. Indikatoren wie Ordnung und Schadensfreiheit erzielten erneut Bestnoten.

Trotz dieser positiven Entwicklungen hat die Pünktlichkeit im Regionalverkehr nachgelassen. Im schweizweiten Durchschnitt erreichten 2023 etwa 94,5 Prozent der Regionalzüge ihr Ziel pünktlich, was einem Rückgang im Vergleich zu 95 Prozent im Jahr 2022 entspricht. Besonders betroffen waren Schnell- und Regio-Express-Züge, während S-Bahnen und Züge in ländlichen und Bergregionen besser abschnitten. Im Busverkehr sank die Pünktlichkeit auf unter 90 Prozent.

Das seit 2016 existierende Qualitätsmesssystem des BAV dient als Steuerungsinstrument, um die von Bund und Kantonen subventionierten Leistungen im Regionalverkehr zu bewerten. Jährlich investieren Bund und Kantone über zwei Milliarden Franken in diese Leistungen. Durch die regelmäßige Analyse der erhobenen Daten können bei Bedarf Verbesserungsmassnahmen von den Transportunternehmen eingefordert werden.

Insgesamt zeigen die Ergebnisse von 2023, dass die regionalen Transportunternehmen in der Schweiz stark auf Qualität setzen, auch wenn bei der Pünktlichkeit noch Optimierungsbedarf besteht.

Freizeitverkehr im Aufwind: RailAway und die Förderung des öffentlichen Verkehrs

Die SBB Tochtergesellschaft RailAway hat 2023 durch ihre vielfältigen Freizeitangebote entscheidend dazu beigetragen, den Umsatz und den Modalsplit zugunsten des öffentlichen Verkehrs zu steigern. Die Weiterentwicklung ihrer digitalen Buchungsplattform soll künftig Freizeit und nachhaltige Mobilität noch enger miteinander verknüpfen.

RailAway AG vermarktet Freizeiterlebnisse im Auftrag des öffentlichen Verkehrs und stärkt so das Transportaufkommen. 2023 konnte das Unternehmen im Freizeitmarkt deutliche Fortschritte verzeichnen. Der Erfolg wird anhand des sogenannten ÖV-Mehrumsatzes gemessen, der 2023 um 3,5 Millionen auf 21,8 Millionen Franken gesteigert werden konnte.

Ein Jahr der starken Kooperationen

Gemeinsam mit Partnern konnte RailAway 2023 viele Erfolge verbuchen. So wurden 3,9 Millionen Besucher:innen von Grossevents wie dem Zürifäscht und der Badenfahrt zur Anreise mit dem ÖV motiviert. Damit erlebte RailAway das erfolgreichste Eventjahr seiner Geschichte. Auch die Kampagne «Swisstainable unterwegs» mit Schweiz Tourismus und der SBB erwies sich als äusserst wirkungsvoll. Durch gezielte Werbemassnahmen und Kooperationen konnten in den Bereichen Tourismus, Gruppen- und Schulreisen sowie Events zahlreiche attraktive Freizeiterlebnisse erfolgreich an die Kundschaft gebracht werden.

Nächste Etappe in der Digitalstrategie

2023 setzte RailAway die Weiterentwicklung ihrer neuen Buchungsplattform für Freizeiterlebnisse mit grossen Schritten fort. Die Plattform vereint Vertriebslösung und Marketinginstrument und zielt darauf ab, die Kooperation zwischen verschiedenen nationalen Anbietern im Freizeitvertrieb zu fördern. Sie bietet Inspiration, Information und Buchung in einem. Nach einer erfolgreichen Lancierung im Vorjahr wurde das Sortiment 2023 weiter ausgebaut und zusätzliche technische Funktionen umgesetzt, um die Bedienungsfreundlichkeit für die Kund:innen weiter zu verbessern.

RailAway zeigt, wie Freizeit und nachhaltige Mobilität erfolgreich kombiniert werden können. Die kontinuierliche Weiterentwicklung ihrer Angebote und Plattformen stärkt nicht nur den öffentlichen Verkehr, sondern bietet auch den Kund:innen immer neue und attraktive Möglichkeiten, ihre Freizeit zu gestalten.

Ein Experiment zur Förderung des öffentlichen Verkehrs in Brisbane: 50-Cent-Tarif-Test

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In Brisbane läuft derzeit ein innovativer Versuch, der darauf abzielt, die Nutzung des öffentlichen Verkehrs zu fördern. Laut einem Bericht von ABC News wird vom 5. August für 6 Monate ein Einheitstarif von 50 Cent für alle öffentlichen Verkehrsmittel eingeführt. Diese Massnahme, initiiert vor den lokalen Wahlen, soll die Attraktivität und Zugänglichkeit des öffentlichen Verkehrs erhöhen und mehr Menschen dazu bewegen, auf Busse, Züge und Fähren umzusteigen.

Das Projekt ist eine Reaktion auf die stetig sinkende Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel in Brisbane. Obwohl die Stadt in den letzten Jahren erhebliche Investitionen in die Verbesserung des Netzes getätigt hat, bleibt die Nutzung im Vergleich zu früheren Jahrzehnten niedrig. In den 1940er Jahren beförderte allein das Strassennetz jährlich 160 Millionen Fahrgäste, während die heutige Zahl für alle Verkehrsmittel weit darunter liegt.

Durch den drastisch reduzierten Fahrpreis hoffen die Stadtverwaltung und TransLink, das Unternehmen, das das öffentliche Verkehrsnetz betreibt, nicht nur mehr Pendler zu gewinnen, sondern auch den Verkehr und die Umweltbelastung zu reduzieren. Studien aus anderen Städten zeigen, dass ähnliche Initiativen zu einer deutlichen Steigerung der Passagierzahlen führen können.

Neben dem 50-Cent-Tarif umfasst der Test auch eine erhöhte Frequenz der Verbindungen und eine verbesserte Informationskampagne, um die Bevölkerung über die Vorteile der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu informieren. Es wird erwartet, dass die Ergebnisse dieses Versuchs wichtige Erkenntnisse für die zukünftige Verkehrsplanung und -politik in Brisbane liefern werden.

Falls der Versuch erfolgreich ist, könnte dies langfristig zu dauerhaften Änderungen im Tarifsystem führen und eine nachhaltige Erhöhung der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel bewirken, was letztlich zur Entlastung des Strassenverkehrs und zur Verbesserung der Luftqualität beitragen würde.

Dieser spannende Versuch wird von vielen als ein wichtiger Schritt hin zu einem nachhaltigeren und effizienteren Verkehrssystem in Brisbane gesehen und könnte als Modell für ähnliche Initiativen in anderen Städten dienen.

Instandsetzungsarbeiten im Gotthard-Basistunnel auf Kurs: SBB plant Wiederinbetriebnahme im September 2024

Arbeiten am neuen Spurwechseltor. (C) SBB CFF FFS

Die Instandsetzungsarbeiten im Gotthard-Basistunnel schreiten wie geplant voran. Derzeit ist die Montage des neuen Spurwechseltors in der Multifunktionsstelle Faido im Gang. Damit ist ein bedeutender Meilenstein bei der Instandsetzung des Tunnels erreicht. Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) gehen weiterhin von einer vollständigen Wiederinbetriebnahme im September 2024 aus. Ab diesem Zeitpunkt kann auch der vollständige Halbstundentakt auf der Gotthard-Achse eingeführt werden.

Wie an einer Medienführung vor Ort gezeigt, ist bei den Arbeiten höchste Präzision und Koordination gefragt. Das neue Spurwechseltor wird eine verbesserte Flexibilität und Sicherheit im Betrieb des Tunnels gewährleisten. Die gesamte Infrastruktur wird intensiv geprüft und modernisiert, um den hohen Anforderungen des täglichen Betriebs und den Sicherheitsstandards gerecht zu werden.

Die SBB betont, dass die Instandsetzungsarbeiten im Gotthard-Basistunnel nicht nur planmässig, sondern auch innerhalb des vorgesehenen Budgets verlaufen. Dies ist besonders bemerkenswert angesichts der Komplexität des Projekts und der Bedeutung des Tunnels für den europäischen Schienenverkehr. Der Gotthard-Basistunnel, der längste Eisenbahntunnel der Welt, spielt eine zentrale Rolle im Güter- und Personenverkehr zwischen Nord- und Südeuropa.

Ab September 2024 wird die Wiederinbetriebnahme des Tunnels den Halbstundentakt ermöglichen, was eine erhebliche Verbesserung für Pendler und Reisende bedeutet. Die SBB erwartet eine gesteigerte Kapazität und eine noch zuverlässigere Dienstleistung für die Passagiere.

Der Fortschritt der Instandsetzungsarbeiten wird weiterhin eng überwacht, und die SBB bleibt zuversichtlich, den Zeitplan einzuhalten. Die Wiedereröffnung des Tunnels im September 2024 markiert einen wichtigen Schritt zur Stärkung des Schweizer und europäischen Bahnnetzes.

Automatisiertes Parken von Bussen: Eine Vision der Zukunft

Der Tätigkeitsbericht 2023 des BAV beschreibt spannende Entwicklungen im Bereich des automatisierten Busdepots. Michele Moser zeigt, wie Busse der Linie 2 im Depot selbstständig parken. Diese Technologie wird bereits in Städten wie Sion, Bern und Zürich getestet. Erste Studien zeigen, dass automatisierte Busdepots technisch machbar und wirtschaftlich sinnvoll sind. Die nötige Infrastruktur ist vorhanden, und selbstfahrende Fahrzeuge könnten die Effizienz erheblich steigern. Langfristig sollen Busse per Fernsteuerung überwacht und gesteuert werden, was den Betrieb weiter optimiert.

Die Astra-Brücke auf der Autobahn A1: Innovation und internationale Aufmerksamkeit

Due innovative Astra-Brücke auf der Autobahn A1 in der Schweiz erlangt internationale Aufmerksamkeit. Diese mobile Brücke, entwickelt von der Eidgenössischen Strassenverwaltung (Astra), wurde konzipiert, um den Verkehr während Bauarbeiten reibungsloser zu gestalten und Staus zu minimieren.

Obwohl die Brücke zunächst erfolgreich in Betrieb genommen wurde und als Beispiel für fortschrittliche Ingenieurskunst galt, traten im Verlauf des Jahres einige Herausforderungen und Probleme auf. Diese betrafen hauptsächlich technische Schwierigkeiten und unerwartete Belastungstests, die zu kurzfristigen Sperrungen und Anpassungen führten.

Trotz dieser Hindernisse zeigt sich, dass solche Innovationen eine bedeutende Rolle in der modernen Verkehrsplanung spielen können. Die Astra-Brücke hat bewiesen, dass mit kreativem Denken und technologischem Fortschritt Lösungen gefunden werden können, die den Verkehr auf vielbefahrenen Autobahnen verbessern und die Lebensqualität der Pendler erhöhen. Die positiven Aspekte der Brücke überwiegen die anfänglichen Schwierigkeiten, und sie dient weiterhin als Modell für ähnliche Projekte weltweit.

SBB und Stadler stärken Verbindungen nach Frankreich mit 33 neuen FLIRT Evo

Flirt Evo (c) SBB CFF FFS

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) haben eine Vertragsoption zur Herstellung und Lieferung von bis zu 33 neuen FLIRT Evo Triebzügen unterzeichnet. Diese Bestellung ist Teil der grössten Ausschreibung in der Geschichte des Schweizer Schienenverkehrs, die die Lieferung von bis zu 510 einstöckigen FLIRT-Triebzügen umfasst. Ab Ende 2030 werden die neuen Triebzüge zwischen der Schweiz und Frankreich verkehren und im Regionalverkehr alle 30 Minuten effiziente Direktverbindungen anbieten.

Diese Vertragsunterzeichnung bestätigt erneut den internationalen Erfolg des FLIRT-Modells von Stadler. Wie die Fahrzeuge der ersten Bestellung werden auch die FLIRT Evo für Frankreich am Produktionsstandort von Stadler in Bussnang (TG) gefertigt.

Der Rahmenvertrag, der 2022 zwischen SBB, Thurbo und RegionAlps unterzeichnet wurde, sieht die Entwicklung und Lieferung von 510 FLIRT-Zügen vor. Im Rahmen dieser Vereinbarung erhielt Stadler den Auftrag zur Produktion von 286 FLIRT-Zügen. Nur anderthalb Jahre später präsentierte Stadler der Öffentlichkeit das erste dieser Fahrzeuge.

Seit der Einführung kontinuierlicher Verbindungen zwischen der Schweiz und Frankreich im Jahr 1997 passt Stadler nun den grenzüberschreitenden Regionalverkehr den Anforderungen eines internationalen Wirtschaftsraums an. Die neuen Fahrzeuge werden für grenzüberschreitende Transporte eingesetzt und ermöglichen effizientere und schnellere Direktverbindungen zwischen der Nordwestschweiz und dem Elsass.

„Wir sind stolz darauf, die Bahnverbindungen nach Frankreich mit unserem bewährten FLIRT-Modell ausbauen zu können. Die Unterzeichnung dieser Vertragsoption stellt einen bedeutenden Fortschritt für den grenzüberschreitenden Verkehr dar. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit der SBB den Fahrgästen mehr Komfort und Flexibilität zu bieten“, sagt Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident von Stadler.

Besondere Merkmale der neuen Triebzüge

Die Fahrzeuge verfügen über zwei integrierte Strom- und Bahnsicherungssysteme, um den Betrieb sowohl in der Schweiz als auch in Frankreich zu gewährleisten. Zudem können bis zu drei FLIRT Evo in Frankreich gekuppelt fahren. In der Schweiz ist auch der Mischbetrieb mit anderen FLIRT Evo bis hin zu vierfacher Traktion möglich, was einen flexiblen Einsatz und damit eine wirtschaftliche Flottenoperation ermöglicht.

Die FLIRT-Züge wurden hinsichtlich der Gesamtkapazität optimiert und verbessert. Sie bieten mehr Stauraum für Fahrräder, Kinderwagen und grosses Gepäck. Gleichzeitig berücksichtigen die Fahrzeuge die Bedürfnisse von Fahrgästen mit eingeschränkter Mobilität. Jeder Zug bietet 146 Sitzplätze, oder 292 Sitzplätze in doppelter Traktion.

Diese neuen FLIRT Evo werden dazu beitragen, die Zugverbindungen zwischen der Schweiz und Frankreich erheblich zu verbessern, indem sie schnellere und häufigere Fahrten ermöglichen und den Reisenden somit ein besseres Reiseerlebnis bieten.

SBB AG vergibt Festnetzkommunikations-Services an Sunrise GmbH

Die SBB AG hat den Auftrag für Festnetzkommunikations-Services im Wert von CHF 6.301.128 ohne Mehrwertsteuer an die Sunrise GmbH vergeben. Diese Entscheidung wurde am 23. Mai 2024 auf der Plattform simap.ch veröffentlicht.

Details des Auftrags

Die SBB AG, vertreten durch ihre Einkaufsabteilung für Infrastruktur, suchte im Rahmen eines offenen Verfahrens eine Anbieterin für diverse Telekommunikationsdienstleistungen, die ab dem 1. Februar 2025 in Kraft treten sollen. Der Auftrag umfasst:

•   Redundanter Netzübergang ins PSTN: Dies beinhaltet SIP-Trunks, Nummernbereiche und Notrufnummernrouting sowie nationalen und internationalen Sprachverkehr.
•   xDSL Einzelanschlüsse: Einschliesslich xDSL Modems, Abdeckung und Sicherstellung diverser Services.
•   Business- und Mehrwertdienstnummern: Dazu zählen Nummern mit den Vorwahlen 08xx und 09xx.

Anforderungen und Auswahlprozess

Die Anbieterin muss sicherstellen, dass die Produkte zukunftssicher sind, insbesondere im Hinblick auf die Weiterentwicklung der Netzwerkinfrastruktur und die Netzwerksicherheit. Die Auswahl erfolgte gemäß den Kriterien der Ausschreibung.

Wechsel des Dienstleisters

Bisher wurde der Dienst von Swisscom bereitgestellt. Mit dem Zuschlag an die Sunrise GmbH erfolgt ein Wechsel des Telekommunikationsanbieters, was auf eine strategische Entscheidung der SBB hindeutet, möglicherweise um bessere Konditionen oder fortschrittlichere Dienstleistungen zu erhalten.

Relevanz und Ausblick

Dieser Auftrag ist bedeutend für die SBB, da er die Grundlage für eine zuverlässige und zukunftssichere Festnetzkommunikation bildet. Die Wahl von Sunrise als neuen Anbieter unterstreicht das Vertrauen der SBB in die Kompetenz und Innovationsfähigkeit von Sunrise im Bereich Telekommunikation.