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Die Deutsche Bahn ist zurück im Ahrtal

Copyright: Deutsche Bahn AG / Michael Neuhaus

Ab dem 14. Dezember 2025 verkehren auf der Ahrtalbahn wieder durchgehend Züge zwischen Remagen und Ahrbrück. Die Strecke war durch die Flutkatastrophe im Sommer 2021 in weiten Teilen zerstört worden. In vier Jahren wurde die 29 Kilometer lange Linie umfassend wiederaufgebaut und modernisiert.

Die Deutsche Bahn stellte 18 Kilometer Gleise wieder her, baute 15 Brücken neu und sanierte sieben weitere. Fünf Tunnel wurden instand gesetzt und für die Elektrifizierung erweitert. Zehn durch die Flut beschädigte Stationen wurden neu gebaut oder umfassend saniert. Zusätzlich erneuerte die DB sämtliche Stützbauwerke, Durchlässe und Bahndämme entlang der Strecke.

Parallel zum Wiederaufbau erfolgte die vollständige Elektrifizierung der Ahrtalbahn. Dafür wurden 885 Masten gesetzt und 55 Kilometer Oberleitung installiert. Die Leit- und Sicherungstechnik wurde vollständig modernisiert. In Ahrweiler ging eine neue elektronische Stellwerkszentrale in Betrieb, ergänzt durch drei Modulstellwerke in Bad Bodendorf, Dernau und Kreuzberg. Insgesamt wurden 84 Signale neu aufgestellt und 19 Bahnübergänge technisch erneuert.

Mit dem Fahrplanwechsel verkehren zwei Regionalbahnlinien. Die RB 30 verbindet Ahrbrück stündlich mit Remagen und Bonn. Die neu konzipierte RB 32 fährt stündlich zwischen Remagen und Ahrbrück und alle zwei Stunden weiter über Koblenz nach Boppard. Bis Sommer 2026 bestehen aufgrund weiterer Hochwasserschutzarbeiten einzelne betriebliche Einschränkungen, insbesondere im Abschnitt zwischen Altenahr und Ahrbrück.

Alle 13 Stationen zwischen Remagen und Ahrbrück sind bis auf einen Bahnsteig vollständig barrierefrei. Neue Wetterschutzhäuser, dynamische Anzeigen und eine angepasste Wegeleitung erhöhen den Komfort für Reisende. Auf Wunsch mehrerer Gemeinden wurden Haltepunkte verlegt, um die Erreichbarkeit zu verbessern.

Der Wiederaufbau und die Elektrifizierung der Ahrtalbahn wurden im engen Zusammenwirken von Bund, Land Rheinland-Pfalz, Gemeinden, Aufgabenträgern und der Deutschen Bahn umgesetzt. Das Investitionsvolumen beträgt rund 590 Millionen Euro. Mit der Wiederinbetriebnahme steht dem Ahrtal wieder eine leistungsfähige und elektrifizierte Schienenverbindung für Pendler:Innen und den Tourismus zur Verfügung.

SBB und Sozialpartner einigen sich auf Lohnmassnahmen 2026

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Die SBB und die Sozialpartner haben die Lohnverhandlungen für das Jahr 2026 abgeschlossen. Für die dem Gesamtarbeitsvertrag unterstellten Mitarbeitenden von SBB und SBB Cargo stellt die SBB 1.5 Prozent der Lohnsumme für individuelle Lohnerhöhungen zur Verfügung.

Die Verhandlungen wurden zwischen der SBB und der Verhandlungsgemeinschaft aus SEV, transfair, VSLF und KVöV geführt. Sie endeten Anfang Dezember 2025 mit einem Mehrheitsentscheid innerhalb der Verhandlungsgemeinschaft. Die vereinbarten Mittel fliessen gemäss bestehendem Lohnsystem in individuelle Lohnerhöhungen.

Adi Bucher, Mitglied der Konzernleitung und Leiter Human Resources der SBB, erklärt, dass das Ergebnis die Weiterentwicklung der Löhne ermöglicht und Teil attraktiver Anstellungsbedingungen bleibt. Patrick Kummer, Leiter der Verhandlungsgemeinschaft und Vizepräsident des SEV, verweist darauf, dass nach dem Fokus auf den Teuerungsausgleich im Vorjahr nun gezielt Mittel für das Lohnsystem eingesetzt werden. Besonders Mitarbeitende im Lohnaufstieg würden davon profitieren.

Die Verhandlungsdelegation der SBB setzte sich aus Vertreter:Innen der Bereiche Human Resources und Finanzen zusammen und stand unter dem Vorsitz von Adi Bucher. Auf Seiten der Gewerkschaften und Personalverbände waren Delegierte von SEV, VSLF, KVöV und transfair unter der Leitung von Patrick Kummer beteiligt.

Gratis reisen an zwei Samstagen im Grand Lausanne

An den Samstagen 13. und 20. Dezember 2025 ist der öffentliche Verkehr im Grand Lausanne in den Mobilis-Zonen 11 und 12 kostenlos nutzbar. Die Aktion wird von der Stadt Lausanne in Zusammenarbeit mit den Transports publics de la région lausannoise (tl) angeboten und gilt ausschliesslich bei Nutzung der FAIRTIQ-App mit einem Promotionscode.

Am Samstag, 13. Dezember 2025, gilt das Angebot von 08.00 bis 20.00 Uhr. Am Samstag, 20. Dezember 2025, ist die Gratisnutzung von 08.00 bis 21.00 Uhr möglich, um auch die verlängerten Öffnungszeiten im Rahmen der vorweihnachtlichen Veranstaltungen abzudecken.

Für die Teilnahme ist die FAIRTIQ-App erforderlich. In der App wird im Menü der Punkt «Promotions» gewählt, anschliessend die Option «Zugriff auf neue Promotion». Dort ist der Code LAUSANNEMAGIE einzugeben. Danach kann die Fahrt wie gewohnt per Check-in und Check-out gestartet und beendet werden.

FAIRTIQ funktioniert nach dem Prinzip des Post-Pricing. Während des Tages wird der Fahrpreis zwar angezeigt, am Ende des Tages wird für Fahrten innerhalb der angebotenen Zonen und Zeiten jedoch eine Rechnung über 0.- CHF ausgestellt. Die Aktion gilt auch für mitreisende Begleitpersonen, die in der App hinzugefügt werden.

Das Angebot richtet sich an Fahrgäste im gesamten Grand Lausanne und soll insbesondere an den beiden Adventssamstagen den öffentlichen Verkehr für Einkäufe und Freizeitaktivitäten attraktiver machen.

Bundesrat setzt bei Strassenlärm auf Lärmdisplays statt Lärmblitzer

Bild: Midjourney

Der Bundesrat hat am 12. Dezember 2025 den Bericht des UVEK zu Instrumenten gegen übermässigen Fahrzeuglärm zur Kenntnis genommen. Der Bericht untersucht aus rechtlicher und technischer Sicht den Einsatz sogenannter Lärmblitzer und bewertet verschiedene Varianten zur Kontrolle vermeidbaren Strassenlärms.

Ziel des Bundesrats ist es, vermeidbaren Strassenlärm zu reduzieren. Bereits im Oktober 2024 wurden die Geräuschvorschriften angepasst und das UVEK beauftragt, vertiefte Abklärungen zu Lärmradaren vorzunehmen. Der nun vorliegende Bericht analysiert die technische Machbarkeit sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen unterschiedlicher Instrumente.

Als umsetzbare Massnahme empfiehlt der Bericht den Einsatz von Lärmdisplays. Dabei handelt es sich um Geräte mit integriertem Geräuschmesssystem und Anzeige, die am Strassenrand installiert werden. Sie liefern Fahrzeuglenkenden eine unmittelbare Rückmeldung zu den verursachten Geräuschemissionen, ohne Sanktionen auszulösen.

Andere geprüfte Varianten wurden verworfen. Geräuschmessungen im Strassenverkehr gelten als deutlich komplexer als Geschwindigkeitsmessungen. Faktoren wie Regen, nasse Fahrbahnen oder Umgebungsgeräusche beeinflussen die Messergebnisse erheblich. Aktuell verfügbare Systeme können unterschiedliche Geräuschquellen nicht eindeutig voneinander trennen.

Zusätzlich bestehen rechtliche Hürden. Die geltende Gesetzgebung sieht kein technisches Instrument im Fahrzeug vor, mit dem Fahrzeuglenkende eine Überschreitung eines definierten Geräuschgrenzwerts eindeutig feststellen könnten. Solche Grenzwerte sind zudem nicht gesetzlich festgelegt. Eine mit Geschwindigkeitskontrollen vergleichbare Vollzugslogik ist deshalb nicht möglich. Weitere untersuchte Varianten weisen gemäss Bericht ein ungünstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis auf, da jeder Einzelfall aufwendig geprüft werden müsste.

Der Bericht trägt den Titel «Rechtliche und technische Abklärungen zur Anwendung von Lärmblitzern» und wurde vom Bundesamt für Strassen ASTRA in Zusammenarbeit mit weiteren Bundesstellen erarbeitet.

DB startet 2026 mit neuer Konzernstruktur und Sofortprogrammen

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Die Deutsche Bahn stellt zum 1. Januar 2026 ihre Konzernorganisation grundlegend um. Basis ist das vom Aufsichtsrat begrüsste Konzept von DB-Chefin Evelyn Palla, das eine schlankere, schnellere und kund:Innenorientierte Steuerung vorsieht. Kern des Umbaus ist die Reduktion von Ressorts, Einheiten und Führungsebenen.

Der Konzernvorstand wird von bisher mehr Ressorts auf sechs verkleinert. Die Ressorts Technik/Digitalisierung und Infrastruktur entfallen. Parallel trennt die DB ihre gemeinwohlorientierten Aufgaben klarer von wettbewerblichen Bereichen, insbesondere durch die strukturelle Abgrenzung der DB InfraGO AG. Auf nachgelagerten Hierarchiestufen werden Funktionen zusammengelegt und eine ganze Zwischenebene zwischen Vorstand und erster Führungsebene gestrichen. Die Zahl der Organisationseinheiten sinkt von 43 auf 22. Der Personalabbau im Overhead soll 2026 weiter konkretisiert werden, wobei der interne Arbeitsmarkt den Mitarbeitenden neue Tätigkeiten anbieten soll.

Auch DB Fernverkehr und DB Regio verschlanken ihre Entscheidungsstrukturen, unter anderem durch die Auflösung der eigenständigen Marketingressorts in den Vorständen. Bei der DB InfraGO AG wird die Zahl der Vorstände von acht auf sechs reduziert. Fahren und Bauen werden wieder in einem Ressort gebündelt, ergänzt durch regionale Verantwortliche für die Abstimmung von Sperrpausen und Betrieb.

Die Qualitätssteuerung wird direkt bei der Vorstandsvorsitzenden verankert. Ein neues System soll die Verantwortung für Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitsziele konsequent in den Geschäftsfeldern selbst ansiedeln. Interne Dienstleister wie Vertrieb und Fahrzeuginstandhaltung sollen sich stärker an den Anforderungen der Geschäftsfelder ausrichten.

Parallel zum Strukturumbau investiert die DB 2026 rund 140 Millionen Euro in drei Sofortprogramme zur Verbesserung des Reiseerlebnisses. Geplant sind intensivere Reinigungen durch mobile Teams, zuverlässigere Bordgastronomie und funktionssichere Toiletten. Zudem sollen Kommunikation und Sicherheit an Bahnhöfen verbessert werden.

Zukunft Bahnhof Bern: Verzögerung bis 2031 und höhere Kosten

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Die Ausbauarbeiten beim Bahnhof Bern verlaufen in mehreren Bereichen planmässig und bringen bereits Verbesserungen wie höhere Perrons und modernisierte Bereiche in der Perronhalle. In der aktuellen Bauphase traten jedoch unerwartete statische und bautechnische Herausforderungen auf. Beim Rückbau des Gebäudes hinter dem Generationenhaus sowie beim Einbau der neuen Glasfront wurden Schadstoffe entdeckt, Werkleitungen mussten verlegt werden, und Abweichungen zu alten Plänen führten zu zusätzlichem Aufwand. Auch die statische Auslegung der neuen Glasfront erforderte Anpassungen, da statt Stahl nun Betonpfeiler eingesetzt werden.

Diese Faktoren verzögern den Gesamtzeitplan. Die ursprünglich für Ende 2029 vorgesehene Eröffnung des ausgebauten Bahnhofs mit neuer Personenunterführung, zwei neuen Zugängen und dem neuen RBS-Bahnhof wird aus heutiger Sicht erst 2031 erwartet. Der Termin wird in der Detailplanung nochmals überprüft. Die Verzögerung wirkt sich direkt auf die Projektkoordination zwischen SBB, RBS und Stadt Bern aus, da alle Bauwerke voneinander abhängig sind.

Die Gesamtkosten steigen gegenüber der Planung von 2022 um rund 200–250 Millionen Franken. Gründe sind anspruchsvolle geologische Rahmenbedingungen, Anpassungen zur Sicherstellung des Betriebs unter laufendem Verkehr, Abhängigkeiten zu Nachbarprojekten sowie eine längere Bauzeit.

Die Stadt Bern erhält durch den neuen Zeitplan mehr Spielraum für ihre Bau- und Verkehrsmassnahmen rund um den Hirschengraben. Gleichzeitig entstehen ihr durch zusätzliche Abklärungen und die verlängerte Koordination ebenfalls Mehrkosten. Eine aktualisierte Kostenprognose der Stadt ist nach Abschluss der Baumeisterausschreibungen im Jahr 2027 vorgesehen.

Die Projektpartner planen, die überarbeitete Bauplanung sowie Finanzierung der Mehrkosten im Jahr 2026 vorzulegen.

Bauarbeiten auf der Gotthard-Achse im Winter 2025/2026

2016-11-20 15-35-04 Gotthard-Basistunnel“ by 80686 is licensed under CC BY-SA 3.0

Die SBB führt im Winter 2025/2026 umfangreiche Unterhaltsarbeiten auf der Gotthard-Achse durch. Kernpunkt ist ein Langintervall im Gotthard-Basistunnel, das einen Drittel des Tunnels während mehreren Tagen rund um die Uhr ausser Betrieb nimmt. Grund ist die Erneuerung des Tunnelfunks, dessen Anlagen seit vor 2016 in Betrieb stehen und das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben. Die regulären achtstündigen Wochenendintervalle genügen für diese Arbeiten nicht. Das Langintervall ist vom 12. bis 23. Januar 2026 angesetzt, einzelne Einschränkungen treten bereits ab dem 3. Januar auf.

Während der Sperrung werden die meisten IC- und EC-Züge über die Gotthard-Panoramastrecke umgeleitet. Die Reisezeit verlängert sich um rund eine Stunde. Nicht betroffen sind die trinationalen Verbindungen Milano–Zürich–Frankfurt in beiden Richtungen sowie drei spezifische IC-Züge: die erste Verbindung um 5.04 ab Basel nach Süden, die erste Verbindung um 5.30 ab Chiasso nach Norden und die letzte Verbindung um 23.05 ab Zürich nach Süden. Diese Züge verkehren weiterhin durch den Basistunnel.

Parallel dazu erneuert die SBB das Berggleis zwischen Sisikon und Gruonbach. Die Arbeiten dauern vom 14. Dezember 2025, 5.00 Uhr, bis zum 16. Februar 2026, 5.00 Uhr. Die S2 fällt zwischen Brunnen und Erstfeld aus. Zwischen Brunnen und Altdorf verkehren Bahnersatzbusse, in den Hauptverkehrszeiten mit einer Zusatzschlaufe über Flüelen. Die Busse bedienen Erstfeld nicht, da sie zeitgleich mit dem IR26/IR46 eintreffen und abfahren würden. Reisende nach Erstfeld benützen den InterRegio. Zudem halten IC2- und IC21-Züge in Altdorf teilweise zu abweichenden Zeiten.

Am Bahnhof Lugano führt die SBB im gleichen Zeitraum weitere Bauarbeiten durch, die zu zusätzlichen Fahrplananpassungen führen.

Verkehrsprognose Weihnachten und Neujahr 2025/2026

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Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) prognostiziert über die Weihnachts- und Neujahrstage 2025/2026 erhebliche Verkehrseinschränkungen und ein erhöhtes Stauaufkommen. Dies betrifft insbesondere die Routen zu den Wintersportorten. Auch auf den Autobahnen im Mittelland und in den Agglomerationen wird ein grosses Verkehrsaufkommen erwartet.

Der Beginn der Ferien dürfte sich auf den Nationalstrassen A1, A2, A3, A9 und A13 bemerkbar machen. Störungen werden insbesondere in den Regionen Zürich, Bern, Basel, Luzern und Lugano erwartet. Betroffen sind der Gotthard-Tunnel, die San-Bernardino-Route zwischen Sargans und Rothenbrunnen sowie die Strecken in Richtung Berner Oberland und Wallis. Der hohe Rückreiseverkehr wird ab Neujahr bis voraussichtlich zum 4. Januar 2026 anhalten.

Reisende sollten bei Stau auf der Autobahn bleiben, um Ausweichverkehr zu vermeiden. Ausweichverkehr belastet die Bevölkerung in den Ortschaften entlang der Nationalstrassen, behindert den lokalen Individual- und Geschäftsverkehr, den öffentlichen Verkehr (Busse, Postauto) und den Langsamverkehr auf Kantons- und Gemeindestrassen. Zudem steigt das Unfallrisiko. Das ASTRA steht während der Feiertage in engem Kontakt mit den Kantonspolizeien der besonders betroffenen Kantone.

Zusätzlich zum üblichen hohen Verkehrsaufkommen in den Agglomerationen Zürich, Basel und Bern ist auf folgenden Strecken mit zusätzlichen Einschränkungen zu rechnen: A1/A3 im Grossraum Zürich, A1 Härkingen – Luterbach, A2 Belchen-Tunnel – Härkingen, A2/A14 Region Luzern, A2 Amsteg – Faido (Gotthard-Strassentunnel), A3 Walenstadt – Reichenburg, A8 Interlaken – Spiez, A8 Sarnen – Verzweigung Lopper, A9 La Veyre/Vevey – St. Triphon, A12 Châtel-St-Denis – La Veyre, A13 Sarganserland – Rothenbrunnen und A28 Landquart – Klosters. Auch an Grenzübergängen sind Wartezeiten möglich.

Auf den Hauptstrassen sind die Abschnitte Spiez – Kandersteg (Hinreise), Gampel – Goppenstein (Rückreise), Brunnen – Flüelen (Axenstrasse), Göschenen – Andermatt, Raron – Brig, Bellinzona – Locarno sowie diverse Hauptstrassen im Berner Oberland, in Graubünden und in den Walliser Seitentälern betroffen.

An den Autoverladestationen ist bei der Hinreise jeweils von 08 bis 16 Uhr mit Wartezeiten zu rechnen. Dies betrifft die Furka in Realp, den Lötschberg in Kandersteg und den Vereina in Klosters-Selfranga. Bei der Rückreise sind Wartezeiten erfahrungsgemäss jeweils von 11 bis 18 Uhr möglich. Dies betrifft die Furka in Oberwald, den Lötschberg in Goppenstein und den Vereina in Lavin-Sagliains.

Die Sanierung der Betonschäden im Lötschberg-Scheiteltunnel ist auf Fahrplanwechsel ab Sonntag, 14. Dezember 2025 beendet. Die Autozüge verkehren dort wieder im 30-Minuten-Takt, bei hohem Verkehrsaufkommen mit Zusatzzügen. Der BLS-Autoverlad zwischen Brig und Iselle verkehrt während der Weihnachtsferien an den Wochenenden im 60-Minuten Takt.

Fahrplanwechsel der BVG bringt längere Fahrzeuge und neue Ansagen

Zum Fahrplanwechsel mehr Kapazitäten auf drei Linien in allen drei Betriebsbereichen © BVG/ W. Hemmann

Am 10. Dezember 2025 steht der standardmässige Fahrplanwechsel bei der BVG in Berlin an. Die Änderungen umfassen neue Ansagen in Strassenbahnen, eine verbesserte Zielbeschilderung bei Bau- und Umleitungen sowie den Einsatz längerer Fahrzeuge bei U-Bahn, Strassenbahn und Bus.

Um die Sicherheit für Fahrgäste, insbesondere für Menschen mit Seh- oder Mobilitätseinschränkungen, zu erhöhen, führt die BVG dauerhaft neue Ansagen in Strassenbahnen ein. An 80 Haltestellen, an denen der Ausstieg direkt auf die Strasse führt, ertönt vor dem Halt der zusätzliche Hinweis: «Bitte Vorsicht, Ausstieg auf der Fahrbahn.» Fahrgäste:Innen sollen so auf den umliegenden Verkehr und den Höhenunterschied zwischen Fahrbahn und Fahrzeugkante hingewiesen werden. Fahrgäste mit Rollstühlen können mittels Haltewunschtaster die Rampe anfordern. Der Hinweis wird in Deutsch und Englisch angesagt.

Die BVG verbessert zudem die Zielbeschilderung bei Baumassnahmen oder Umleitungen ihrer Strassenbahnen. Die Bahn zeigt von Beginn an das tatsächliche Fahrtziel an. Bisher wurde oft die ursprüngliche Endhaltestelle angegeben. Die Änderung ermöglicht Fahrgästen eine bessere Planung ihrer Route und informiert sie bereits beim Einstieg über das Ende der Fahrt und den allfälligen Umstieg auf den Schienenersatzverkehr.

Expert:innen der Verkehrsplanung der BVG prüfen kontinuierlich Optimierungspotenziale. Zum Fahrplanwechsel ergeben sich Kapazitätsverbesserungen auf drei Linien. Die Buslinie 147 verkehrt künftig von Montag bis Freitag mit 18-Meter-Gelenkbussen. Dies erhöht die Kapazität gegenüber den bisherigen 12-Meter-Fahrzeugen um 56 Prozent. Parallel dazu kommen auf der U-Bahnlinie U3 längere Züge zum Einsatz. Acht Wagen pro Zug statt bisher sechs bedeuten 140 Plätze mehr. Dies entspricht einer Kapazitätssteigerung von 33 Prozent. Auch auf der Strassenbahnlinie M5 sorgen zehn Meter längere Bahnen für eine Zunahme des Platzangebots um 33 Prozent.

SBB FV-Dosto-Züge erhalten Umbau für mehr Fahrkomfort

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Die SBB hat beschlossen, sämtliche Drehgestelle ihrer FV-Dosto-Züge umzubauen und die vorhandene Wankkompensation zu entfernen. Umfangreiche Tests zeigten, dass der Fahrkomfort spürbar besser wird und die Zuverlässigkeit weiter erhöht werden kann.

Die Investition von rund 90 Millionen Franken wird über die gesamte Lebensdauer der Flotte durch tiefere Unterhaltskosten mehr als kompensiert. Unter dem Strich spart die SBB 40 Millionen Franken. Ein Drittel der Kosten wird direkt durch den Wegfall von Revisionen der Wankkompensation eingespart. Zusätzlich sinken die Instandhaltungskosten um jährlich rund 5 Millionen Franken, da die neuen Drehgestelle einfacher zu warten sind. Die Massnahme ist also wirtschaftlich positiv.

Der FV-Dosto zählt bereits heute zu den zuverlässigsten Zügen der Flotte. Mit dem Umbau wird die Zuverlässigkeit weiter erhöht.

Für die Entscheidung wurden in den letzten Monaten umfangreiche Tests mit einem FV-Dosto mit umgebauten Drehgestellen ohne Wankkompensation durchgeführt. Bei zahlreichen Testfahrten mit Messgeräten und Testpersonen, darunter Kundenbegleitende und Fahrer:Innen, wurden Fahrkomfort, Betrieb und Sicherheit geprüft. Die Resultate sind eindeutig: Messungen bestätigten die positiven Empfindungen der Testpersonen. Schwingungen und Stösse werden erheblich besser abgefedert, was Fahrten in Kurven und Einfahrten in Bahnhöfe für die Fahrgäste deutlich angenehmer macht.

Die innovative technische Lösung wurde von Alstom entwickelt und gemeinsam mit der SBB umgesetzt. Bei allen FV-Dosto-Zügen wird die Wankkompensation entfernt und einige Komponenten werden ersetzt oder angepasst. Die Beschaffung der Komponenten für die Drehgestelle schreibt die SBB demnächst auf der Beschaffungsplattform SIMAP aus. Nach Erhalt der Betriebsbewilligung durch das Bundesamt für Verkehr soll der Umbau der Flotte voraussichtlich Ende 2026 starten und bis Anfang der 2030er Jahre abgeschlossen sein.

Der Umbau wird in der Schweiz im Rahmen der regulären Revisionen durchgeführt, unterstützt durch Alstom und weitere Partner. Die Arbeiten werden koordiniert, damit der reguläre Fahrbetrieb wie üblich weiterläuft. Die SBB investiert damit in die Zukunft des Zuges, der mindestens noch 20 Jahre im Einsatz bleibt.