Kategorie: News

SBB erreicht Höchstwerte bei Pünktlichkeit und Reisenden, Ergebnis bleibt belastet

Wankdorf City“ by tinfrey is licensed under CC BY-NC-ND 2.0

Die SBB veröffentlichte ihre Halbjahreszahlen 2025. Täglich nutzten 1,41 Millionen Reisende die Züge – ein Plus von 4,8 Prozent und ein neuer Rekord. Die Pünktlichkeit stieg auf 94,5 Prozent, ebenfalls ein Höchstwert. Verbesserungen im Fahrplan, mehr Sitzplätze und optimierte Abläufe führten zu höherer Kundenzufriedenheit. Im internationalen Personenverkehr bleibt Nachholbedarf.

Finanziell bleibt die Lage angespannt: Das Halbjahresergebnis beträgt 48 Millionen Franken, belastet durch hohe Unterhaltskosten für Rollmaterial und rückläufige Erträge im Güterverkehr. SBB Cargo schrieb 2024 ein Defizit von 76 Millionen Franken, die Neuausrichtung des kombinierten Verkehrs führt zu einem Abbau von 65 Stellen, davon 40 im Tessin.

2025 ist ein ausserordentliches Eventjahr: Bereits im ersten Halbjahr nutzten 2,5 Millionen Besucher:Innen für Grossanlässe wie den Eurovision Song Contest 600 Extrazüge. Bis Ende Jahr kommen 1000 weitere hinzu. Parallel dazu wurden im Sommer bei Totalsperren grosse Bauarbeiten effizient umgesetzt, etwa zwischen Freiburg und Bern.

Im internationalen Verkehr stieg die Nachfrage um 3,5 Prozent auf rund 6 Millionen Reisende. Die Planung für eine neue Nachtzugverbindung nach Schweden ab Frühjahr 2026 läuft.

Bei den Abonnements bleibt das Generalabonnement rückläufig (420 000 Stück, −2,9 Prozent), während die Halbtax-Nutzung zunahm (3,42 Millionen Stück, +6,1 Prozent). Das Halbtax PLUS erreichte 170 000 Stück.

Die SBB betont, dass Substanzerhalt und Modernisierung der Infrastruktur Vorrang haben müssen. Ausbauprojekte sollen sich am Kundennutzen, an wirtschaftlicher Tragfähigkeit und an langfristiger Planbarkeit orientieren.

SBB startet Ausschreibung für Hochgeschwindigkeitszüge

Die SBB hat auf der Plattform SIMAP die erste Ausschreibung im Rahmen ihres Beschaffungsprojekts für bis zu 40 mehrstromfähige Hochgeschwindigkeitszüge publiziert. Der Auftrag betrifft ein Operating-Lease-Modell mit einer Grundlaufzeit von 15 Jahren und umfasst Fahrzeuge, die in der Schweiz sowie in Frankreich, Italien, Spanien, England, Belgien und den Niederlanden eingesetzt werden sollen.

Die aktuelle Ausschreibung regelt den Leasingvertrag. Parallel dazu wird ab dem zweiten Quartal 2026 eine weitere Ausschreibung für den Kaufvertrag der Grundbestellmenge sowie einen 15-jährigen Servicevertrag für die Instandhaltung folgen. Der Kaufvertrag soll nach Zuschlag an den Leasinggeber übertragen werden, während Optionsrechte und Servicevertrag bei der SBB verbleiben.

Damit ist ein entscheidender Schritt zur Beschaffung neuer Hochgeschwindigkeitszüge gemacht, die den internationalen Personenverkehr der SBB in den kommenden Jahren stärken sollen.

SBB Güterverkehr richtet sich neu aus und sichert Arbeitsplätze

container train, international, through-freight train, empty car, sbb-cargo, sbb, cff, ffs, swiss federal railway, electric locomotive, br482, br 482, traxx, bombardier, drive through, station, treuchtlingen, bavaria, north-south traffic, transport, logistics, freight transport, railroad, br 185
Photo by hpgruesen on Pixabay

Die SBB hat die Neuausrichtung ihres Güterverkehrs bekanntgegeben. Grund ist ein strukturelles Defizit von jährlich rund 80 Millionen Franken. Da der Güterverkehr kein Service Public ist, fordert der Bund als Eigentümer künftig Eigenwirtschaftlichkeit.

Im Tessin werden bis Ende 2025 etwa 40 Stellen abgebaut, insgesamt schweizweit rund 65. Kündigungen sind jedoch nicht vorgesehen: Den betroffenen Mitarbeitenden werden GAV-konforme Lösungen innerhalb des Kantons angeboten.

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Kombinierten Verkehr (KV), also dem Umschlag von Containern oder Trailern zwischen Strasse und Schiene. Trotz aktuell hohen Verlusten von rund 12 Millionen Franken pro Jahr soll mit einem neuen Produktionsmodell die Nachfrage effizienter bedient werden. Ab 2026 ist eine erste Shuttle-Verbindung zwischen Dietikon und Stabio geplant. Der Wegfall von acht Terminals kann zu jährlich rund 20 000 zusätzlichen Lastwagenfahrten führen – im Vergleich zu heute 30 Millionen Fahrten.

Der Einzelwagenladungsverkehr (EWLV), bei dem einzelne Wagen verschiedener Kund:Innen zusammengestellt werden, verursacht weiterhin hohe Verluste. Hier arbeitet SBB Cargo mit Grosskund:Innen an einem neuen Modell, gestützt auf eine befristete finanzielle Förderung durch den Bund.

Ein weiterer Schritt ist die Einstellung der sogenannten Partnerzüge für DB Cargo im Transit durch die Schweiz. Diese Transporte bleiben jedoch auf der Schiene, da andere Eisenbahnunternehmen übernehmen.

Parallel dazu hat die RAlpin AG angekündigt, die Rollende Landstrasse Ende 2025 drei Jahre früher als geplant einzustellen. 2023 transportierte sie rund 80 000 Lastwagen, was sieben Prozent des kombinierten Transitverkehrs entspricht. Ziel ist es, mindestens die Hälfte der bisherigen Kund:Innen auf den unbegleiteten KV zu halten.

Mit Investitionen in neue Loks, Wagen und Automatisierung will die SBB die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Güterverkehrs sicherstellen und das Verlagerungsziel im Transitverkehr weiter unterstützen.

ASTRA veröffentlicht Jahrespublikation Strassen und Verkehr 2024/2025

Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) hat seine aktuelle Jahrespublikation Strassen und Verkehr 2024/2025 veröffentlicht. Sie bietet einen umfassenden Überblick zu Projekten, Entwicklungen und Kennzahlen im Schweizer Strassenverkehr.

Zu den Schwerpunkten zählen:

  • Automatisiertes Fahren: Seit März 2025 sind drei Anwendungsfälle zugelassen: Autobahnpilot, führerlose Fahrzeuge auf bewilligten Strecken und automatisiertes Parkieren .
  • Elektrifizierung: Das Netz von Schnellladestationen auf Rastplätzen und Raststätten wächst kontinuierlich. Bis 2030 sollen 100 Rastplätze ausgestattet sein .
  • Energie und Nachhaltigkeit: Photovoltaikanlagen auf ASTRA-Infrastruktur (z. B. Viadukt Yverdon mit 2380 Modulen) produzieren bereits erneuerbare Energie. Ziel sind 47 GWh Eigenproduktion pro Jahr .
  • Infrastrukturprojekte: Der Ausbau der Autobahn A1 zwischen Luterbach und Härkingen auf sechs Spuren hat begonnen, ebenso der Abschnitt Kleinandelfingen–Winterthur Nord . Die Arbeiten an der zweiten Gotthardröhre schreiten planmässig voran, Eröffnung 2030 .
  • ASTRA Bridge: Die mobile Baustellenbrücke bewährte sich beim Einsatz 2024 auf der A1 mit 4,5 Millionen Fahrzeugen, darunter 500 000 Lastwagen .
  • Kennzahlen 2024:
    • 29,8 Mrd. Fahrzeugkilometer auf Nationalstrassen (+0,7 % ggü. 2023)
    • 55 569 Staustunden – neuer Höchstwert
    • Fast jedes 16. Auto mit Stecker, Neuzulassungen aber rückläufig
    • Unfallbilanz: mehr Todesfälle, weniger Schwerverletzte
    • 2,48 Mrd. Franken wurden in die Infrastruktur investiert

Die Publikation dokumentiert zudem den Stand bei Lärmschutzprojekten (z. B. Ueberlandpark Schwamendingen) und beim Veloweggesetz.

Die gesamte Ausgabe ist auf der Website des Bundesamts für Strassen abrufbar: www.astra.admin.ch

Mit 500 Extrazügen von SBB und SOB staufrei ans ESAF Glarnerland+

Abandoned SBB Station Weesen“ by Kecko is licensed under CC BY 2.0

Für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest Glarnerland+ (ESAF) vom 29. bis 31. August 2025 werden bis zu 350 000 Besucher:Innen erwartet – mehr als das Achtfache der Bevölkerung des Kantons Glarus. Um die An- und Abreise zu bewältigen, setzen SBB und SOB rund 500 Extrazüge mit insgesamt 170 000 Sitzplätzen ein. Würde man diese aneinanderreihen, ergäbe sich eine Zuglänge von über 100 Kilometern.

Für das Fest wurden die Bahnhöfe Näfels-Mollis und Weesen temporär ausgebaut. Letzterer war seit 2013 geschlossen und wird für das ESAF reaktiviert. Die Massnahmen wurden im Auftrag des Vereins «ESAF 2025 Glarnerland+» umgesetzt. Während des Festwochenendes wird Näfels-Mollis zur Endhaltestelle. Der Streckenabschnitt nach Netstal bleibt unterbrochen. SBB und SOB verkehren zwischen Netstal und Linthal, ergänzt durch Bahnersatzbusse. Da die Bahnstrecken im Glarnerland mehrheitlich einspurig sind, kann es trotz Massnahmen zu Wartezeiten und vollen Zügen kommen.

Rund 200 Kundenbetreuer:Innen unterstützen die Reisenden an den Bahnhöfen Näfels-Mollis, Netstal, Nieder- und Oberurnen, Weesen, Ziegelbrücke sowie in Zürich HB, Pfäffikon SZ und Rapperswil. Sie helfen bei Fragen und weisen den Weg zum Festgelände. Zudem leisten zahlreiche Lokführer:Innen, Kundenbegleiter:Innen und weitere Mitarbeitende von SBB und SOB zusätzliche Einsätze.

Für die Sicherheit sorgen rund 80 Polizist:Innen der Transportpolizei zusammen mit der Kantonspolizei Glarus, dem Ostschweizer Polizeikonkordat und Sicherheitsmitarbeitenden der Transsicura.

Stadler liefert zehn weitere Züge für Stockholms Roslagsbanan

Bild: Stadler

Stockholm Transport (SL) hat bei Stadler zehn zusätzliche elektrische Triebzüge im Wert von 94 Millionen Franken bestellt. Sie ergänzen die seit 2023 eingesetzten Fahrzeuge auf der Roslagsbanan, einem 65 Kilometer langen Schmalspurnetz mit 891 Millimetern Spurweite. Aufgrund dieser weltweit einzigartigen Dimension erfordert die Linie spezielle Konstruktionen, die Stadler in Bussnang entwickelt und baut.

Die neuen Züge bieten Platz für rund 300 Fahrgäste, davon 150 Sitzplätze, und sind barrierefrei mit Raum für Kinderwagen und Rollstühle. Sie ersetzen über 30 Jahre alte Fahrzeuge und sollen ab 2028 in Betrieb gehen. Die Auslieferung startet 2027. Der Vertrag enthält zudem eine Option auf 31 weitere Fahrzeuge.

Mit dem Auftrag stärkt Stadler seine Präsenz in Skandinavien. Jüngst bestellte AB Transitio 13 KISS-Doppelstockzüge, und ab 2029 sollen sieben FLIRT-Züge für den Arlanda Express eingesetzt werden. In Norwegen erhielt Stadler 2023 den Zuschlag für 17 Fernverkehrszüge mit Option auf bis zu 100 Fahrzeuge. In Finnland erweitert die VR Group ihre FLIRT-Flotte um 20 Einheiten, und in Dänemark liefert Stadler 24 Batterietriebzüge an Lokaltog.

Die massgeschneiderte Auslegung der Fahrzeuge für besondere Spurweiten oder klimatische Bedingungen gilt als Stärke von Stadler. Mit der Nachbestellung durch SL investiert die Region Stockholm in einen zuverlässigen und nachhaltigen Nahverkehr.

Stadler steigert Umsatz und Profitabilität im ersten Halbjahr 2025

Überfuhr des dritten TPF Schmalspurzuges“ by bahn.photos is licensed under CC BY-ND 2.0

Gemäss Ad-hoc-Mitteilung vom 27. August 2025 hat Stadler den Umsatz im ersten Halbjahr 2025 auf 1.4 Milliarden Franken gesteigert (H1 2024: CHF 1.3 Mia.). Der EBIT erhöhte sich auf 36.9 Millionen Franken (H1 2024: CHF 28.2 Mio.), die EBIT-Marge stieg von 2.2 auf 2.6 Prozent. Das Konzernergebnis beträgt 30.9 Millionen Franken, rund 12 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Produktionsleistung liegt rund eine Milliarde Franken über dem Umsatz, was auf die konservative Rechnungslegung (Units of Delivery) zurückzuführen ist. Der Auftragseingang belief sich im ersten Halbjahr auf 1.7 Milliarden Franken (H1 2024: CHF 2.5 Mia.), der Auftragsbestand beträgt 29.4 Milliarden Franken.

Stadler arbeitet aktuell an 306 Aufträgen. Zu den wichtigsten Projekten gehören 19 batterieelektrische FLIRT Akku-Triebzüge für DB Regio, acht Hybrid-Meterspur-Triebzüge für die französische Région Sud sowie sieben FLIRT-Züge für die Verbindung zwischen Arlanda und Stockholm. Insgesamt hat Stadler bis Mitte 2025 bereits 301 Züge mit alternativem Antrieb verkauft, rund 50 Prozent aller in Europa ausgelieferten Fahrzeuge dieser Kategorie stammen vom Unternehmen.

Die Folgen der Überschwemmungen 2024 in der Schweiz, Österreich und Spanien belasten weiterhin die Lieferketten. In Deutschland wurde für das Werk Berlin-Pankow ein Zukunftstarifvertrag abgeschlossen, der den Standort bis 2032 absichert.

Der Free Cashflow ist mit -744.2 Millionen Franken deutlich negativ (H1 2024: CHF -384.7 Mio.), was auf den hohen Bestand an in Arbeit befindlichen Aufträgen zurückzuführen ist. Die Net Cash Position beträgt per 30. Juni 2025 -406.8 Millionen Franken.

Segmentbezogen erwirtschaftete «Rolling Stock» einen Umsatz von 1.1 Milliarden Franken (+9 Prozent), «Service & Components» 270.7 Millionen Franken (+17 Prozent) und «Signalling» 21.9 Millionen Franken.

Stadler bestätigt den Ausblick: Für 2025 wird ein Umsatzwachstum von über 10 Prozent und eine EBIT-Marge zwischen 4 und 5 Prozent erwartet. Ab 2026 soll der Umsatz auf über 5 Milliarden Franken steigen, mittel- bis langfristig wird eine EBIT-Marge von 6 bis 8 Prozent angestrebt.

Publiziert am 27.08.2025
Quelle: Stadler Rail AG

SBB testet Direktverbindung vom Zürcher Oberland nach Graubünden

SBB RABe 511 Tössmühle“ by Kabelleger / David Gubler (http://www.bahnbilder.ch) is licensed under CC BY-SA 3.0

Die SBB führt im September 2025 einen Markttest mit Direktzügen vom Zürcher Oberland nach Graubünden durch. An allen Wochenenden verkehren morgens zwei Züge der S15 von Uster direkt nach Chur, am Abend erfolgt die Rückfahrt. Die Abfahrten ab Uster sind um 6.54 Uhr und 7.54 Uhr, die Rückfahrten ab Chur um 16.23 Uhr und 17.23 Uhr.

Die Züge halten zwischen Rapperswil und Chur in Pfäffikon, Ziegelbrücke, Unterterzen, Sargans, Bad Ragaz und Landquart. Damit erhalten die rund 200’000 Einwohner:Innen der Region Zürcher Oberland eine umsteigefreie und ökologische Verbindung in eine der wichtigsten Tourismusregionen der Schweiz.

Zum Einsatz kommen 150 Meter lange Regio-Dosto-Züge des Typs RABe 511. Diese verfügen über Multifunktionszonen mit Platz für Gepäck, Velos und Skiausrüstungen. Ergänzend bietet die SBB ein limitiertes Kontingent an Sparbilletten an. So kostet eine Fahrt von Uster nach Chur mit Halbtax in der 2. Klasse 12 Franken.

Die SBB plant weitere Testphasen: Im Winterfahrplan 2025/2026 verkehren die Direktzüge vom 14. Dezember 2025 bis 15. März 2026 jeweils an den Wochenenden, ausgenommen am 25. Dezember und 1. Januar. Im Sommer 2026 folgt eine dritte Testphase von Juni bis September.

Ziel der Versuche ist es, die Nachfrage nach einer dauerhaften Direktverbindung zu prüfen. Die Bewertung erfolgt anhand von Fahrgastzahlen, Zufriedenheit der Reisenden und Wirtschaftlichkeit.

PostAuto setzt erstmals VW ID. Buzz ein – MOIA plant autonomes Pendant ab 2026

yellow van
Photo by Moritz Kindler on Unsplash

PostAuto führt in Appenzell Innerrhoden zwei neue E-Kleinbusse vom Typ VW ID. Buzz ein. Die Fahrzeuge werden im Rufbus-Angebot PubliCar eingesetzt und sind auf die Topografie der Region abgestimmt. Der kompakte Allradantrieb des ID. Buzz GTX ermöglicht einen flexiblen Tür-zu-Tür-Service auch in hügeligem Gelände. Die Buchung erfolgt per App, Web oder Telefon, bezahlt werden kann mit Karte, TWINT, Apple oder Samsung Pay. Der Betrieb ist Teil der PostAuto-Klimastrategie mit dem Ziel einer fossilfreien Flotte bis 2035.

Parallel dazu stellt das Technologieunternehmen MOIA in Hamburg den ID. Buzz AD vor, die autonome Version des Fahrzeugs. Ab 2026 soll dieser im fahrerlosen Betrieb auf Hamburgs Strassen unterwegs sein. Das Fahrzeug ist Baustein der „MOIA Turnkey Solution“, einer Komplettlösung, die Fahrzeug, Softwareplattform und Betriebsunterstützung umfasst. Ziel ist die Integration vollautonomer On-Demand-Dienste in bestehende Mobilitätsangebote.

Während PostAuto in der Schweiz mit elektrischen Kleinbussen einen Schritt in Richtung fossilfreie Mobilität macht, positioniert sich Volkswagen über MOIA international im Zukunftsmarkt für autonomes Fahren. Beide Entwicklungen basieren auf der ID. Buzz-Plattform und zeigen unterschiedliche Einsatzszenarien: lokal bedarfsgesteuerter Verkehr in ländlichen Regionen und künftig skalierbare autonome Flotten in urbanen Räumen.

Neuer ComfortJet verbindet ab Dezember 2025 Prag mit Österreich

ČD ComfortJet test train“ by RealKaiserschmarren is licensed under CC BY-SA 4.0

Ab Dezember 2025 erweitern die ÖBB und die Tschechische Bahn (České dráhy) ihr gemeinsames Angebot im internationalen Fernverkehr. Neu werden Direktverbindungen zwischen Prag, Wien, Graz und Villach eingeführt. Zum Einsatz kommen dabei auch die neuen Züge vom Typ ČD ComfortJet, die künftig in Österreich verkehren.

Die neunteiligen ComfortJet-Züge verfügen über insgesamt 555 Sitzplätze, davon 99 in der 1. Klasse. Damit reagieren die Bahnen auf die stark gestiegene Nachfrage: Seit 2014 ist die Zahl der Fahrgäste zwischen Wien und Prag um rund 40 Prozent gewachsen.

Insgesamt stehen ab Dezember täglich neun Railjet-Verbindungen zwischen Prag, Wien, Graz und Villach zur Verfügung. Sechs dieser Verbindungen werden mit den neuen ComfortJet-Zügen geführt, drei weitere mit Railjet-Express-Zügen (RJX). Damit wird auch Kärnten nahtlos in das internationale Fernverkehrsnetz eingebunden.

Laut Mobilitätsminister Peter Hanke sind internationale Bahnverbindungen für den Tourismus und den Wirtschaftsstandort Österreich von grosser Bedeutung. Sie bieten eine bequeme und attraktive Reisemöglichkeit und leisten einen entscheidenden Beitrag zur Mobilitätswende.

Quelle: bmimi.gv.at / České dráhy