Martin Ettlinger übernimmt per 1. März 2026 die Direktion des Verkehrshaus der Schweiz in Luzern. Er verantwortet künftig die strategische und operative Weiterentwicklung des Museums.
Der offizielle Direktorenwechsel wurde im Rahmen einer Feier mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur sowie mit Partner:innen und Mitarbeitenden begangen.
Der bisherige Direktor Martin Bütikofer gibt die Leitung des Hauses ab. Das Verkehrshaus dankte ihm für sein Engagement.
Am Freitag und Samstag, 27. und 28. Februar 2026, sind alle neun U-Bahn-Linien und zehn Strassenbahnlinien der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) bestreikt. Der Ausstand dauert voraussichtlich 48 Stunden und ist der vierte Warnstreik der laufenden Tarifrunde im hessischen Nahverkehr.
S-Bahnen, Regionalzüge sowie städtische und regionale Buslinien verkehren planmässig weiter. Auch der Ersatzverkehr für die U2 zwischen Nieder-Eschbach und Gonzenheim ist nicht betroffen. Im Busbereich ist mit erhöhter Nachfrage und möglichen Verspätungen zu rechnen.
traffiQ und VGF empfehlen Fahrgästen, sich kurz vor Abfahrt über aktuelle Informationen zu informieren. Das RMV-Servicetelefon 069 / 24 24 80 24 ist rund um die Uhr erreichbar. In der App RMVgo sowie auf rmv.de können U-Bahn- und Strassenbahnverbindungen unter «Routenoptionen» ausgeblendet werden, sodass nur tatsächlich fahrende Verbindungen angezeigt werden.
Die Analyse des Logistikdienstleisters Transporeon zeigt strukturelle Unterschiede bei den verfügbaren Frachtkapazitäten im Strassengüterverkehr zwischen Europa und den USA.
Beide Märkte waren im ersten Halbjahr 2022 von Kapazitätsengpässen geprägt, ausgelöst durch Nachfrage-Peaks nach den Corona-Shutdowns und Lieferkettenunterbrechungen. Der US-Markt durchlief den anschliessenden Erholungszyklus rund vier Monate früher als Europa. Im Jahr 2023 erreichte die verfügbare Kapazität in beiden Regionen den höchsten Stand seit Jahren.
Ab dem ersten Quartal 2024 entwickelten sich die Märkte unterschiedlich: In den USA blieb die Kapazität bis ins vierte Quartal 2025 hoch. In Europa hingegen sank sie stetig – bedingt durch Flottenreduktionen europäischer Transportunternehmen, steigende Betriebskosten und eine zunehmende Zahl von Insolvenzen in der Branche.
In den USA ist seit kurzem ebenfalls ein Kapazitätsrückgang zu beobachten. Laut Christian Dolderer von Transporeon sind neben extremen Wetterereignissen auch strukturelle Faktoren ausschlaggebend: Die Neuzulassungen von Schwerlastkraftwagen gingen 2025 stark zurück. Dennoch bleibt die verfügbare Lkw-Kapazität in den USA insgesamt hoch.
Für 2026 erwartet Dolderer in den USA einen weiteren Kapazitätsrückgang, vor allem durch Insolvenzen und Angebotsreduktionen. In Europa dürfte eine Erholung der Transportnachfrage den Druck auf die ohnehin knappen Kapazitäten zusätzlich erhöhen.
Am 11. November 2025 kam es an Bord eines Airbus A340-313 der Edelweiss Air AG (Immatrikulation HB-JMF) zu einem Triebwerksbrand. Das Flugzeug befand sich zu diesem Zeitpunkt im Reiseflug rund 20 Seemeilen nordwestlich von Sakaka, Saudi-Arabien. An Bord waren 2 Cockpitmitarbeitende, 9 Kabinenbesatzungsmitglieder sowie 166 Passagiere.
Der Flug startete am Flughafen Zürich (LSZH) mit Ziel Flughafen Muscat (OOMS) im Oman. Während des Reiseflugs traten Unregelmässigkeiten im Triebwerk 1 auf, gefolgt von einem Triebwerksbrand. Die Cockpit-Crew leitete die vorgeschriebenen Notfallmassnahmen ein und schaltete das betroffene Triebwerk aus. Daraufhin erlosch die Feuerwarnung. Das Flugzeug setzte den Flug mit drei laufenden Triebwerken fort und landete in Muscat ohne weitere Zwischenfälle.
Personen kamen nicht zu Schaden. Das Triebwerk 1 wurde schwer beschädigt. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) hat eine Untersuchung eröffnet und am 13. Februar 2026 einen Vorbericht veröffentlicht. Der Bericht enthält noch keine abschliessenden Schlussfolgerungen.
Das Luftfahrzeug steht im Eigentum der Swiss International Air Lines Ltd. und wird von Edelweiss Air AG betrieben, beide mit Sitz in der Region Zürich.
Die Hamburger Hochbahn AG hat der Gewerkschaft ver.di am 24. Februar 2026 ein Angebot zu den laufenden Tarifverhandlungen vorgelegt. Ver.di hatte im Vorfeld 18 Forderungen eingereicht – 13 zum Manteltarifvertrag, fünf zum Entgelttarifvertrag.
Das Angebot sieht eine Anhebung der Tabellenentgelte sowie der Ausbildungsvergütungen um 2,1 Prozent ab dem 1. Juni 2026 vor. Eine weitere Erhöhung um 2,1 Prozent folgt zum 1. Januar 2028. Zusätzlich sinkt die wöchentliche Arbeitszeit in zwei Schritten je 0,5 Stunden: am 1. Januar und 1. Juli 2027 auf jeweils 37 Stunden. Die HOCHBAHN beziffert den Gegenwert dieser Arbeitszeitreduktion auf 2,6 Prozent des Entgelts. Der Tarifvertrag läuft bis zum 31. Dezember 2028, sodass Entgelt- und Manteltarifvertrag zeitgleich neu verhandelt werden können.
Als Kontext verweist die HOCHBAHN auf die Tarifrunden 2024: Die Entgelte wurden zum 1. Januar 2024 um 3 Prozent und zum 1. Januar 2025 um 2,4 Prozent erhöht. Bereits vereinbart ist zudem eine Arbeitszeitreduktion von 39 auf 37 Stunden bis 2027 bei vollem Lohnausgleich sowie ein Urlaubsanspruch von 31 Tagen ab 1. Januar 2026 und erhöhte Schichtzulagen. Zusammen mit den Erhöhungen von 4,5 Prozent im Jahr 2023 belaufen sich die kumulierten Kostensteigerungen durch Tarifanpassungen laut HOCHBAHN auf rund 100 Millionen Euro.
Die Deutsche Bahn (DB) und die Freie und Hansestadt Hamburg haben den Entwurf für drei neue Eisenbahnbrücken über die Norderelbe vorgestellt. Die beiden bestehenden Überführungen werden ersetzt, zudem ist eine dritte Brücke geplant. Damit wächst die Gleiszahl von vier auf sechs.
Derzeit überqueren täglich rund 660 Züge des Nah-, Fern- und Güterverkehrs die beiden Brücken auf einer Länge von 300 Metern. Die Bauwerke stehen seit 2021 unter Denkmalschutz und wurden 2025 zuletzt ertüchtigt. Nach rund 100 Jahren Nutzungsdauer ist eine Erneuerung notwendig. Gutachten ergaben, dass ein Erhalt der alten Brücken nicht möglich ist.
Den Wettbewerb für den Ersatzneubau gewann die Planungsgesellschaft panta-NEY mbH – ein Zusammenschluss des Hamburger Büros panta ingenieure GmbH und des internationalen Büros NEY & PARTNERS mit Sitz in Brüssel. Die Jury entschied sich einstimmig für diesen Entwurf. Laut den Planenden werden schlanke Bögen, vertikale Flachstahlhänger und kreuzförmige Windverbände einen harmonischen Dialog mit den historischen Brücken schaffen.
Die Kapazitätserweiterung stärkt den Bahnknoten Hamburg sowie den europäischen Korridor Skandinavien – Mittelmeer (ScanMed). Nach Abschluss der Entwurfs- und Genehmigungsplanung sowie des Planfeststellungsverfahrens soll der Bau voraussichtlich zu Beginn der 2030er-Jahre starten.
Am 28. Mai 2026 um 23.59 Uhr ist das letzte Check-in mit der physischen Rejsekort-Karte möglich. Das dänische Nahverkehrsticketingsystem, das seit 2011 in Bussen und auf Bahnhöfen im Einsatz ist, wird durch neuere Lösungen ersetzt.
Als Nachfolger stehen zwei Optionen bereit: die Rejsekort-App, die bereits 2.5 Millionen Nutzende zählt, sowie das physische Basiskort. Allein in der letzten Woche vor der Ankündigung haben über 16’000 Personen ein Basiskort bestellt.
Guthaben auf der physischen Karte wird automatisch auf das NemKonto – ein dänisches Standardbankkonto – überwiesen. Inhabende einer anonymen Rejsekort-Karte müssen die Auszahlung selbst beantragen.
Das Basiskort kostet 50 Kronen (personalisiert) bzw. 80 Kronen (anonym) und ist in ganz Dänemark ausser auf Bornholm in Bussen, Zügen, der Metro und Strassenbahnen gültig. Die Abrechnung erfolgt täglich per Zahlungskarte oder MobilePay. Ein erneutes Check-in innerhalb von 30 Minuten gilt als eine Fahrt. Ausserhalb der Hauptverkehrszeiten – werktags von 11 bis 13 Uhr und 18 bis 7 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen – gilt ein Rabatt von 20 Prozent.
Ab Frühjahr 2026 soll das Basiskort schrittweise erweitert werden, unter anderem mit einer Kinderkarte, anonymer Aufladung mit Bargeld sowie einer Firmenlösung als Ersatz für das bisherige Rejsekort Erhverv.
Rejsekort & Rejseplan A/S gehört DSB, Movia, Metroselskabet sowie fünf regionalen Verkehrsverbünden.
Die Strassenbahn Herne – Castrop-Rauxel GmbH (HCR) und die Transdev GmbH haben eine gemeinsame Betriebsgesellschaft für eine urbane Seilbahn in Herne gegründet. Die Seilbahn soll unter der Marke “Blumenthal Airline” fahren und die erste in das bestehende Nahverkehrsnetz integrierte urbane Seilbahn Deutschlands werden.
Die geplante Strecke verbindet den Hauptbahnhof Herne-Wanne-Eickel über rund einen Kilometer mit dem früheren Zechengelände Blumenthal XI, das für wissens- und technologieorientierte gewerbliche Nutzungen entwickelt werden soll. Das Areal entspricht der Fläche von 35 Fussballfeldern.
An der Herner Seilbahngesellschaft hält HCR einen Anteil von 51 Prozent, Transdev 49 Prozent. Als Geschäftsführer fungieren Matthias Bley (kaufmännischer Prokurist der HCR) und Christian Glück (Leiter Innovation und Neue Märkte bei Transdev). Den Vorsitz der Gesellschafterversammlung hat Stefan Thabe, Planungs- und Verkehrsdezernent der Stadt Herne.
Transdev verfügt nach eigenen Angaben über Erfahrungen im Betrieb urbaner Seilbahnen, zuletzt durch den Start der Seilbahn-Linie Cable C1 im Südosten von Paris im Dezember 2025.
Bis zum geplanten Ratsbeschluss der Stadt Herne zur Ausschreibung der Seilbahn im Sommer 2026 stehen für die Gesellschaft weitere Vorarbeiten an.
Der Kanton Graubünden zieht eine positive Bilanz zur Verkehrslenkung während der 25. Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026. Das erarbeitete Verkehrskonzept hat sich in der Praxis bewährt.
Mit Shuttle-Verbindungen von PostAuto und weiteren Partnern wurden knapp 41’000 Personen zwischen Zernez/Müstair und Livigno transportiert. 85% aller Reisenden nach Livigno und Bormio nutzten den öffentlichen Verkehr für ihre Anreise. Das Besucheraufkommen lag bei 70% der prognostizierten Frequenzen.
Die als Rückfallebene vorgesehenen Park-and-Ride-Anlagen wurden moderat genutzt: Insgesamt wurden 1’192 Fahrzeuge registriert. Unter den P&R-Nutzenden fanden sich internationale Gäste mit Kontrollschildern aus Polen, Tschechien, Deutschland und Österreich.
Während der gesamten Spieldauer blieben Verkehrsüberlastungen auf den Zufahrtsachsen aus. Auch in den Südtälern, insbesondere in der Valposchiavo, wurde nur geringfügiger Zusatzverkehr festgestellt. Grenzpendler:innen konnten ihre Arbeitsstätten in Graubünden pünktlich erreichen. Die zweite Event-Woche mit teils starkem Schneefall wurde dank des organisierten Räumungsdienstes reibungslos bewältigt.
Gesamtkoordinator Marco Steck führt den Erfolg auf eine intensive Vorbereitung seit 2024 sowie die departements- und länderübergreifende Zusammenarbeit zwischen Einsatzabschnitten, Transportunternehmen und Partnerorganisationen zurück.
Der öffentliche Verkehr in der Schweiz steigerte 2025 den Gesamtumsatz um 4.6 Prozent auf 7.04 Milliarden Franken. Davon entfielen 4.46 Milliarden Franken auf den Nationalen Direkten Verkehr und 2.58 Milliarden Franken auf die regionalen Verbünde.
Insgesamt wurden 295 Millionen Fahrausweise verkauft. Einzelbillette machten rund 71 Prozent der verkauften Menge aus und erzielten einen Umsatzanteil von rund 31 Prozent. Das Generalabonnement (GA) erreichte knapp 20 Prozent Umsatzanteil.
Ende 2025 waren über 3.45 Millionen Halbtax-Abonnemente im Umlauf – das beliebteste Abo der Schweiz. Die Zahl der GA lag bei rund 423’000. Ergänzende Produkte wie Halbtax PLUS (190’283 im Umlauf) und GA Night (123’037 im Umlauf) verzeichneten ebenfalls hohe Nutzungszahlen.
Der digitale Vertrieb setzte sich weiter durch: 76.4 Prozent aller Billette wurden 2025 digital verkauft, davon ein Viertel via Automatisches Ticketing. Im November 2025 führte die Branche eine wiederaufladbare Prepaid Card ein, die in öV-Apps, Online-Ticketshops, an Automaten und Verkaufsstellen eingesetzt werden kann.