Condor und Deutsche Bahn erweitern Zusammenarbeit – ein Konzept, das in der Schweiz etabliert ist

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Die Deutsche Bahn (DB) und die Fluggesellschaft Condor bauen ihre Kooperation aus, um die Anreise zu Langstreckenflügen ab Frankfurt effizienter und bequemer zu gestalten. Reisende können nun Zugverbindungen bereits bei der Flugbuchung auswählen, wodurch eine nahtlose Reisekette von 21 deutschen Bahnhöfen zum Frankfurter Flughafen entsteht. Diese Integration ermöglicht eine einheitliche Buchung von Zug- und Flugticket, abgestimmte Umsteigezeiten sowie eine automatische Umbuchung bei Verspätungen.

Dieses Konzept der intermodalen Vernetzung zwischen Bahn und Luftverkehr ist jedoch keineswegs neu. In der Schweiz existiert mit SWISS Air Rail bereits seit Jahren eine etablierte Kooperation zwischen der Fluggesellschaft SWISS und der SBB. Das Angebot verbindet Schweizer Städte und ausgewählte Bahnhöfe im grenznahen Ausland mit den Flughäfen Zürich und Genf. Durch eine einheitliche Buchung erhalten Reisende garantierte Anschlussverbindungen, eine durchgängige Gepäcklogistik und eine flexible Ticketgestaltung. Zudem profitieren Vielflieger:innen vom Sammeln von Miles & More Punkten – auch auf Bahnstrecken.

Während das Modell in Deutschland nun schrittweise ausgeweitet wird, zeigt die Schweiz bereits, wie ein dichtes und zuverlässiges Bahnnetz zur Reduktion von Kurzstreckenflügen beitragen kann. Mit gut getakteten Zügen und optimierter Anschlussmobilität lässt sich der Luftverkehr gezielt entlasten. Die langfristige Herausforderung bleibt, das Konzept europaweit weiterzuentwickeln und eine noch engere Verzahnung von Bahn und Luftfahrt zu realisieren.