DB InfraGO startet Korridorsanierung Lehrte – Berlin im Oktober 2026

Am 2. Oktober 2026 beginnt DB InfraGO mit der Korridorsanierung des 221 Kilometer langen Streckenabschnitts zwischen Lehrte und Berlin. Es handelt sich um die achte Korridorsanierung im deutschen Bahnnetz und nach Hamburg – Berlin um die zweitlängste Achse, auf der Infrastruktur gebündelt und gewerkeübergreifend erneuert wird. Täglich verkehren auf dieser zentralen Verbindung zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen mehr als 400 Züge des Nah- und Fernverkehrs sowie rund 90 Güterzüge.

Bis Ende 2027 erneuert DB InfraGO auf dem Korridor mehr als 175 Weichen, 260 Kilometer Gleise und 13 Kilometer Lärmschutzwände. 25 Bahnhöfe werden modernisiert und teilweise barrierefrei ausgebaut. Auch Brücken, Durchlässe, Weichenheizanlagen sowie Oberleitungs- und Sicherungstechnik werden erneuert. Auf der Schnellfahrstrecke westlich und östlich von Stendal saniert DB InfraGO zudem Abschnitte der festen Fahrbahn.

Die Bauarbeiten erfolgen in vier Phasen. In der ersten Phase (Oktober bis Dezember 2026) ist der östliche Abschnitt Fallersleben – Berlin Spandau gesperrt. Parallel zur Sanierung der Schnellfahrstrecke wird die Lehrter Stammbahn abschnittsweise elektrifiziert, sodass in Phase B (Dezember 2026 bis Oktober 2027) ein eingleisiger Betrieb auf diesem Parallelkorridor möglich wird. Phase C (Februar bis Juli 2027) umfasst eine Totalsperrung des westlichen Abschnitts Lehrte – Fallersleben, Phase D (Oktober bis Dezember 2027) erneut eine Totalsperrung des östlichen Abschnitts.

Während der Sperrungen in Phase A und D verlängert sich die Fernverkehrsfahrzeit zwischen Hannover und Berlin um 60 bis 80 Minuten, da Züge über Magdeburg umgeleitet werden. Züge zwischen Amsterdam und Berlin werden über Hamburg umgeleitet, was zu rund 70 Minuten längerer Reisezeit führt. Wo kein Schienenbetrieb möglich ist, übernimmt ein Schienenersatzverkehr mit Bussen die ausgefallenen Nahverkehrsverbindungen.

Quelle: deutschebahn.com