DB modernisiert 70 Bahnhöfe – Ziel von 130 bis Jahresende 2026

Die Deutsche Bahn (DB) hat im laufenden Jahr 70 Bahnhöfe in Deutschland zu sogenannten zukunftsfähigen Bahnhöfen modernisiert. Damit ist nach eigenen Angaben mehr als die Hälfte des Ziels für 2026 erreicht; bis Jahresende sollen es rund 130 Stationen sein.
Der Ausbau folgt einheitlichen Qualitätsstandards. Modernisierte Bahnhöfe bieten mehr Wetterschutz und neue Wartemöbel, verbesserte Barrierefreiheit, bessere Beleuchtung und Reisendeninformation sowie eine Gestaltung mit regionalen Motiven und Angebote zur Anschlussmobilität.
Als 70. zukunftsfähiger Bahnhof wurde der S-Bahnhof Berlin Olympiastadion freigegeben. Das denkmalgeschützte Empfangsgebäude wurde instandgesetzt, der Originalschriftzug aus den 1960er-Jahren erhalten. Neue Zuginformationsmonitore, ein neues Wegeleitsystem, LED-Beleuchtung und zusätzliches Wartemobiliar sollen Kapazität und Komfort an der stark frequentierten Station erhöhen. Das Bundesministerium für Verkehr steuert dafür rund 2.2 Mio. Euro bei.
Grundlage des Programms ist das 2024 novellierte Bundesschienenwegeausbaugesetz (BSWAG), das Bahnhofsgebäude der DB wieder in die Finanzierungslogik einbezieht. Verkehrsstation, Gebäude und Umfeld werden gemeinsam geplant; Städte und Gemeinden bindet die DB über die 2024 gegründete Kompetenzstelle Bahnhofsvorplatz und Anschlussmobilität ein. 2024 wurden 113 und 2025 124 solcher Bahnhöfe realisiert. Bis 2035 will die DB InfraGO AG 1’000 Bahnhöfe nach diesem Vorbild sanieren.
