DB Regio, RMV und MVV wollen Genehmigung autonomer Shuttles beschleunigen

Ein Konsortium aus Verkehrsunternehmen, Technologieanbietern und Behörden erarbeitet Grundlagen, damit autonome Fahrzeuge ohne Sicherheitspersonal in Deutschland künftig innerhalb von rund drei Monaten eine Betriebsbereichsgenehmigung erhalten können. Die Ergebnisse sollen in künftige Verfahren in Hessen und Bayern einfliessen.

Der fahrerlose Betrieb setzt zwei Genehmigungsstufen voraus: die Typgenehmigung des Fahrzeugs und die Betriebsbereichsgenehmigung durch die Landesbehörden. Letztere legt fest, auf welchem Strassennetz ein Fahrzeug fahrerlos eingesetzt werden darf. Aufwendig ist bisher der Abgleich zwischen der Operational Design Domain (ODD), dem technisch definierten Einsatzrahmen des Fahrzeugs, und dem konkreten Betriebsbereich. Dieser Abgleich soll automatisiert werden.

Das Projekt umfasst vier Schritte: eine einheitliche Beschreibung der Fahrzeugfähigkeiten am Beispiel des HOLON urban, die Beschreibung je eines Betriebsbereichs in Hessen und Bayern, einen automatisierten Abgleich auf Basis realer Strasseninfrastrukturdaten sowie einen exemplarischen Genehmigungsdurchlauf inklusive Prüfung durch einen Technischen Dienst. Ein rechtsverbindlicher Bescheid ist damit nicht verbunden. Das Projekt läuft von Oktober 2026 bis Sommer 2027.

Beteiligt sind DB Regio, RMV, MVV, das Kraftfahrt-Bundesamt, die Landesbaudirektion Bayern, Hessen Mobil, DEKRA, HOLON, Mobileye, der VDV, UnternehmerTUM mit MCube Consulting sowie die RÖDL Beratungsgesellschaft.