DB Regio verstärkt Sicherheitsmassnahmen im deutschen Regionalverkehr

Die DB Regio AG hat am 8. Juni 2026 ein umfassendes Massnahmenpaket für mehr Sicherheit im Regionalverkehr vorgestellt. Im Jahr 2025 wurden bei der Deutschen Bahn über 3’000 Übergriffe auf Mitarbeitende registriert. Während die körperlichen Übergriffe im bundesweiten Regionalverkehr gegenüber 2024 um 7 Prozent sanken, stiegen sie in der Region Mitte (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Nordbaden) um 15 Prozent.

Zu den neuen Einsatzkonzepten gehören Doppelbesetzungen im Kundenservice, bei denen Kundenbetreuer:innen durch eine weitere Person mit Sicherheitskenntnissen begleitet werden. Im Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbunds läuft ein Pilotprojekt mit Tandemstreifen, das in den Regelbetrieb überführt werden soll. Ab Juli 2026 startet ein Trageversuch mit stichfesten Westen. Das verpflichtende Deeskalationstraining wurde um ein Modul zur Selbstbehauptung im Zug erweitert.

Bodycams haben sich als wirksame Prävention erwiesen: Bei über 500 Vorfällen, in denen sie aktiviert wurden, kam es nur in einem Fall zu einem schweren Übergriff. Die Ausstattung wurde auf 1’750 Geräte erhöht. Ab Herbst 2026 sollen neben Bild- auch Tonaufnahmen möglich werden. Zudem prüft DB Regio den Einsatz von künstlicher Intelligenz zur Echtzeitauswertung von Kameraaufnahmen in Zügen. Ein Pilotprojekt in Bremen zeigt, dass die KI bei Konflikten automatisch Alarm schlagen und Einsatzkräfte alarmieren kann.

Quelle: deutschebahn.com