„Debohra“ erreicht Pilgramgasse: Meilenstein beim U-Bahn-Ausbau U2xU5

Bild: v.l.n.r Angelika Pipal-Leixner, NEOS Wien-Sprecherin für Mobilität / Markus Rumelhart, Bezirksvorsteher für den 6. Bezirk / Ulli Sima, Planungs- und Mobilitätsstadträtin / Alexandra Reinagl, Vorsitzende der Geschäftsführung Wiener Linien / Gudrun Senk, technische Geschäftsführerin Wiener Linien/ Monika Unterholzner, stellvertretende Generaldirektorin Wiener Stadtwerke/ Josef Taucher, Klubvorsitzender des SPÖ-Rathausklubs und Vorsitzender des Unterausschusses Wiener Stadtwerke / Silvia Jankovic, Bezirksvorsteherin für den 5. Bezirk. / WIENER LINIEN

Die Wiener U-Bahn-Erweiterung U2xU5 schreitet voran: Die Tunnelvortriebsmaschine „Debohra“ hat die künftige U2xU4-Station Pilgramgasse erreicht. Nach monatelanger Arbeit durch das Wiener Untergrundnetz wurde dieser wichtige Meilenstein nun erfolgreich abgeschlossen. Gleichzeitig sind auch die Reparaturen der Wienfluss-Sohle im Baustellenbereich beendet, sodass die Bauarbeiten in vollem Umfang weitergehen können.

Fortschritt im Tunnelbau: Präzision und Effizienz im Einsatz

Auf ihrem Weg vom Matzleinsdorfer Platz bis zur Pilgramgasse hat „Debohra“ bereits 935 Meter Tunnel gegraben und dabei 4.200 Tübbinge – die Betonsegmente, die die Tunnelwände bilden – verbaut. Die Maschine arbeitet mit beeindruckender Effizienz: Pro Tag frisst sie sich rund zehn Meter durch den Untergrund. Damit trägt sie wesentlich zur geplanten Erweiterung der Wiener U-Bahn bei, die zukünftig hunderttausende Fahrgäste täglich befördern soll.

Mit einer Länge von 127 Metern und einem Gewicht von 1.300 Tonnen ist „Debohra“ eine der leistungsstärksten Tunnelbohrmaschinen im Einsatz. Ihr Schneidrad mit einem Durchmesser von rund sieben Metern sorgt dafür, dass der Tunnelbau unter der Stadt minimalen Einfluss auf die Oberfläche hat. Die unterirdische Bauweise reduziert zudem den Baustellenverkehr erheblich – bereits 37.000 Kubikmeter Erdaushub wurden über ein Förderband abtransportiert, was innerstädtisch 20.000 LKW-Fahrten einspart.

Nächste Etappen und klimafreundliche Stadtentwicklung

Nach der Ankunft an der Pilgramgasse wird die Maschine überprüft, bevor sie weiter Richtung Neubaugasse fährt. Auf dem Weg dorthin durchquert sie den Notausstieg Kaunitzgasse und setzt ihren Weg zur U2xU3-Station Neubaugasse fort. Nach Fertigstellung des ersten Tunnels wird „Debohra“ an ihren Ausgangspunkt zurückgebracht, um eine zweite Tunnelröhre zu graben.

Der Ausbau der U-Bahn ist ein zentraler Bestandteil der Wiener Mobilitätswende. Er schafft Kapazitäten für umweltfreundliche Transportmittel und reduziert den Individualverkehr in der Stadt. Mit jedem Meter Tunnel wächst das Angebot an klimafreundlichen Mobilitätslösungen, wodurch Wien nicht nur vernetzter, sondern auch lebenswerter wird.