Deutsche Bahn einigt sich mit MAN auf Schadensersatz im Lkw-Kartell

MAN LKW Frontnamen
MAN-Volkswagen LKW, 2012 by High Contrast is licensed under CC BY 3.0 de

Die Deutsche Bahn (DB) hat sich mit dem Lkw-Hersteller MAN aussergerichtlich auf eine Schadensersatzzahlung geeinigt. Damit endet ein fast zehnjähriges Gerichtsverfahren. Die Höhe der Vergleichssumme wurde nicht bekanntgegeben.

Hintergrund ist das sogenannte Lkw-Kartell: Die EU-Kommission hatte 2016 und 2017 festgestellt, dass die Hersteller DAF, Daimler, Iveco, MAN, Volvo/Renault und Scania zwischen 1997 und 2011 verbotene Absprachen getroffen hatten – unter anderem über Preislisten und die verzögerte Einführung emissionssenkender Technologien. Die verhängten Geldbussen beliefen sich auf insgesamt 3.8 Milliarden Euro.

Zur Durchsetzung der Schadensersatzansprüche hatte die DB die Gesellschaft DB Competition Claims GmbH gegründet. Neben der DB profitieren vom Vergleich auch die Bundeswehr, mehrere Flughäfen und rund 40 weitere Unternehmen, deren Ansprüche dort gebündelt sind.

Als einzige beklagte Partei verbleibt nun Iveco. Über Ansprüche in Höhe von rund 70 Millionen Euro wird am 20. April 2026 vor dem Landgericht München I verhandelt. Ein Urteilstermin steht noch nicht fest.

Quelle: https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/Lkw-Kartell-Deutsche-Bahn-und-MAN-einigen-sich-auf-Zahlung-von-Schadensersatz-13802694