Deutsche Bahn konzentriert sich auf Kerngeschäft und trennt sich von Randbeteiligungen

Wie IT Boltwise berichtet, plant die Deutsche Bahn unter ihrer Vorstandsvorsitzenden Evelyn Palla eine strategische Neuausrichtung mit klarem Fokus auf das Kerngeschäft Eisenbahnverkehr. Beteiligungen, die nicht direkt zu diesem Kerngeschäft gehören und unrentabel sind, sollen abgestossen werden. Ziel ist es, Effizienz und Rentabilität des Konzerns zu steigern.

Bereits im vergangenen Jahr hat die Deutsche Bahn ihre Logistiktochter DB Schenker veräussert, die hauptsächlich Warentransporte per Lkw organisierte. Auch der internationale Personenverkehrsanbieter Arriva, der in mehreren europäischen Ländern aktiv war, wurde verkauft. Die Erlöse aus diesen Transaktionen sollen zur Reduktion der hohen Schuldenlast und zur finanziellen Stabilisierung des Unternehmens beitragen.

Auf dem Prüfstand stehen zudem grosse Schienenprojekte im Ausland, die derzeit von der Tochtergesellschaft DB E.C.O. Group betreut werden, darunter Engagements in Indien und Uruguay. Palla hat angekündigt, dass solche Aktivitäten mittelfristig nicht mehr zum Portfolio gehören sollen.

Auch das Angebot rund um die erste und letzte Meile – etwa Leihräder und Leihautos – wird überprüft. Diese Dienstleistungen sollen künftig nur dort weitergeführt werden, wo sie wirtschaftlich tragfähig sind. Wo heute Verluste anfallen, sollen mittelfristig Gewinne erzielt werden.

Quelle: https://www.it-boltwise.de