Deutsche Bahn steigert operatives Ergebnis trotz hoher Sanierungskosten

Laut Medienmitteilung vom 31. Juli 2025 hat die Deutsche Bahn AG (DB) im ersten Halbjahr 2025 ihr operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) im Vergleich zum Vorjahr um rund 970 Millionen Euro verbessert. Der bereinigte Verlust reduzierte sich auf –157 Millionen Euro (Vorjahr: –1,13 Milliarden Euro). Das Umsatzvolumen stieg auf 25,4 Milliarden Euro (+6,4 %).

Ein wesentlicher Einflussfaktor war die positive Entwicklung im Segment DB Schenker. Das Logistikgeschäft konnte mit 1,2 Milliarden Euro EBIT bereinigt das Vorjahresniveau übertreffen. Im Personenverkehr stieg die Nachfrage leicht: Die Fahrgastzahlen im Fernverkehr erreichten rund 68 Millionen und lagen damit um 1 Million über dem Vorjahreswert. Der Regionalverkehr profitierte von einer leichten Stabilisierung.

Parallel dazu schreitet das umfassende Sanierungsprogramm im Netzbereich voran. Im ersten Halbjahr 2025 wurden 850 Kilometer Gleise, 650 Weichen und über 600 Bahnhöfe erneuert. Die DB betonte, dass trotz dieser intensiven Bautätigkeiten die Pünktlichkeit des Fernverkehrs im Juni auf 63,4 Prozent gestiegen sei – ein Plus von 4,2 Prozentpunkten gegenüber Jahresbeginn.

Die Investitionen in das Infrastrukturprogramm summierten sich auf rund 6 Milliarden Euro. Die DB geht davon aus, dass die baubedingten Belastungen auch in den nächsten Monaten anhalten, sieht sich aber auf Kurs, die Verlässlichkeit des Netzes langfristig zu steigern.

Der Verschuldungsgrad stieg infolge der hohen Investitionen auf 37,5 Milliarden Euro. Die Eigenkapitalquote liegt aktuell bei rund 15 Prozent.