Deutschlandticket soll auf 66.90 Euro teurer werden

Wie DIE ZEIT unter Berufung auf Insider-Informationen der Rheinischen Post berichtet, könnte der Preis des Deutschlandtickets im kommenden Jahr von 63 auf 66.90 Euro steigen. Den neuen Preis soll am Mittwoch der Koordinierungsrat Deutschlandticket festlegen. Darin sind Bund, Länder, kommunale Spitzenverbände und die Verkehrsbranche vertreten.
Grundlage der Berechnung ist ein Kostenindex, auf den sich die Verkehrsminister:innen der Länder im Frühjahr geeinigt hatten. Er berücksichtigt unter anderem die gestiegenen Kosten für Personal, Energie und den allgemeinen Betrieb.
Das Deutschlandticket gilt bundesweit im öffentlichen Regional- und Nahverkehr und wird derzeit von rund 14.5 Millionen Menschen genutzt. Hervorgegangen ist es aus dem 9-Euro-Ticket. Der Preis lag zunächst bei 49 Euro, danach bei 58 Euro und aktuell bei 63 Euro.
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) bezeichnet den Entscheid zum jetzigen Zeitpunkt als notwendig. Für die Kundeninformation und die Umstellung des Vertriebs seien rund drei Monate erforderlich.
Kritik kommt vom Fahrgastverband Pro Bahn. Dessen Ehrenvorsitzender Detlef Neuss erklärte, der Verband nehme eine weitere Erhöhung nur widerwillig hin. Mit Blick auf den Tankrabatt für Autofahrende fordert er auch einen Rabatt für Nutzer:innen des Deutschlandtickets. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisierte, dass die Bundesregierung 2.5 Milliarden Euro für einen weiteren Tankrabatt bereitstelle, das Deutschlandticket aber nicht preisstabil halten könne.
