Digitale Automatische Kupplung: Bund fördert Pionierzüge mit 36 Millionen Euro

Das deutsche Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat die Richtlinie über Zuwendungen zur Förderung des Einbaus und der Erprobung der Digitalen Automatischen Kupplung (DAK) in Pionierzügen des Schienengüterverkehrs (PioDAK) im Bundesanzeiger veröffentlicht und den ersten Förderaufruf gestartet. Die Umsetzung übernimmt das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM). Förderinteressierte können ihre Projektskizzen vom 14. bis zum 25. September beim BALM einreichen. Am 10. September werden die Programmunterlagen und Konkretisierungen des ersten Förderaufrufs online vorgestellt.

Für die Förderung stellt der Bund knapp 36 Millionen Euro bereit. Mit dem ersten Förderaufruf sollen Pionierzüge mit der DAK aus- beziehungsweise umgerüstet sowie Forschungs- und Entwicklungsprojekte und Studien durchgeführt werden. PioDAK knüpft an das abgeschlossene Forschungsprojekt DAK-Demonstrator an und schafft die Voraussetzungen für die nächste Phase der DAK-Erprobung. Erstmals erhalten interessierte Akteure des Schienengüterverkehrs die Möglichkeit, die DAK im Realbetrieb einzusetzen.

Gefördert werden drei Förderlinien: der Testbetrieb der DAK im eigenen Unternehmen (FL1), weiterführende Forschungsarbeit (FL2) sowie Studien zu strategischen Handlungsbedarfen, Erfahrungen, Nutzen, Risiken, Ressourcenfragen und Umsetzungsinstrumenten (FL3). Die gewonnenen Erkenntnisse sollen die wirtschaftlichen und technischen Auswirkungen der DAK belastbar bewerten und eine fundierte Entscheidung über eine europaweite Einführung ermöglichen.

Die DAK soll gemäss BMV die Effizienz und Sicherheit im Schienengüterverkehr erhöhen, Kosten senken und Arbeitsschritte vereinfachen. Voraussetzung für eine europaweite Umrüstung sei, dass das Produkt bei Funktionen, Lebensdauer und Preis überzeugt. Das BALM plant das zweistufige Antragsverfahren zur Aus- und Umrüstung von Pionierzügen zügig umzusetzen.