Erste Batteriezüge Frankreichs fahren ab Nîmes und Avignon

In Frankreich sind die ersten beiden batteriebetriebenen Regionalzüge (TER) im kommerziellen Einsatz. Am 31. August 2026 nahm die Region Okzitanien ihren ersten Batteriezug auf der Strecke Nîmes-Vauvert in Betrieb. In der Region Sud verkehrt seit dem 28. Juli 2026 ein Batteriezug zwischen Avignon und Carpentras.

Dieser Zug fährt auf den mit Fahrleitung ausgerüsteten Abschnitten elektrisch und wechselt in Sorgues auf Batteriebetrieb, um den nicht elektrifizierten Abschnitt bis Carpentras zu befahren. Betreiber ist SNCF Voyageurs TER Sud. In Okzitanien führt der Prototyp im liO-Design zu zwei zusätzlichen Zugpaaren an Werktagen.

Beide Fahrzeuge entstanden durch den Umbau bestehender Triebzüge des Typs AGC. Anstelle der Dieselmotoren wurden Lithium-Ionen-Batterien eingebaut, die eine Reichweite von über 80 Kilometern ermöglichen. Rekuperierte Bremsenergie wird gespeichert und erlaubt Einsparungen von bis zu 20 Prozent. Die Fahrzeuge verursachen keine direkten CO2-Emissionen und fahren leiser.

Die Inbetriebnahmen sind Teil eines nationalen Programms mit fünf Regionen, SNCF Voyageurs und Alstom. Es umfasst über 41 Millionen Euro, davon 30 Millionen Euro der Regionen, 6 Millionen Euro von SNCF Voyageurs und 5.5 Millionen Euro von Alstom. Ziel ist die Erprobung im realen Betrieb sowie die Klärung der Bedingungen für einen Einsatz auf nicht elektrifizierten Regionalstrecken.

Okzitanien erprobt als erste französische Region drei Technologien zur Reduktion des Dieseleinsatzes: Hybrid, Batterie und künftig Wasserstoff.