Fahrplan 2025 Westschweiz: Erste Zwischenbilanz

Die Interpellation 25.3668 von Nationalrat Benoît Gaillard (SP) zog nach sechs Monaten eine erste Bilanz zum Fahrplan 2025 in der Westschweiz. Der Bundesrat hat dazu Stellung genommen.
Mit dem Fahrplan 2025 wurde das Angebot im Fern- und Regionalverkehr deutlich ausgebaut. Dies führte zu höheren Kosten für Personal und Rollmaterial, detaillierte Vergleichszahlen liegen jedoch nicht vor.
Die Nachfrage auf SBB-Zügen in der Westschweiz ist gemessen in Personenkilometern um über 2 Prozent gestiegen. Zwischen den Fernverkehrslinien IC5 und IC1 gab es Verschiebungen im erwarteten Rahmen. Die Pünktlichkeit der Züge erhöhte sich von 92 auf 94 Prozent, trotz zahlreicher Baustellen. Besonders die Anschlusspünktlichkeit hat sich laut SBB verbessert.
Für die Ertragsrechnung liegen Ende 2025 erste Zahlen vor. Erste Analysen deuten auf eine Entwicklung gemäss den Erwartungen hin.
Ein zentrales Thema sind die Anschlüsse in Renens. Seit April 2025 bestehen am Wochenende halbstündlich und werktags stündlich perrongleiche Umstiege zwischen Genf und der Jurafusslinie, ab Fahrplan 2026 werktags auch in beide Richtungen. Eine systematische Lösung erfordert jedoch umfassende Bauarbeiten, die bis 2030 umgesetzt werden sollen.
Zusätzlich verkehren seit Fahrplanwechsel täglich sechs direkte Interregio-Verbindungen zwischen dem Jurafuss und Genf. Diese sind über eine Vereinbarung zwischen SBB und Güterverkehrsbranche gesichert, allerdings mit einer Kündigungsfrist von zwölf Monaten.
Die Zwischenbilanz zeigt: Mehr Angebot, höhere Nachfrage und bessere Pünktlichkeit – gleichzeitig bleiben offene Punkte bei Anschlüssen und langfristigen Sicherungen im Netz.