Fahrplan 2026: Angebotsausbau in der Nordwestschweiz

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Der Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 bringt den umfangreichsten Angebotsausbau in der Nordwestschweiz seit zwei Jahrzehnten. Nach Abschluss verschiedener Infrastrukturmassnahmen ist der Viertelstundentakt zwischen Basel und Liestal möglich. Zusätzlich entsteht gemeinsam mit der BLS ein Halbstundentakt zwischen Basel SBB und Biel/Bienne via Delémont. Basel erhält mit dem IC51 wieder eine direkte Verbindung nach Lausanne.

Nachtverbindungen

Die 2025 eingeführten Nachtverbindungen im nationalen Fernverkehr werden ab 2026 an fast jedem Wochenende angeboten. Die Linien Bern–Olten–Zürich HB–Zürich Flughafen–Winterthur sowie mehrere Verbindungen in der Westschweiz verkehren jeweils mit Anschlüssen an Nacht-S-Bahnen und Nachtbusse.

Ausbau im internationalen Verkehr

Zwischen der Deutschschweiz und Chiasso entsteht ein durchgehender Stundentakt dank zusätzlicher EC-Verbindungen und der Verlängerung eines IC2. Zwischen Graubünden und Zürich wird der Halbstundentakt des IC3 neu auch unter der Woche geführt.

Im internationalen Verkehr kommen neue oder ausgedehnte Angebote hinzu:

  • Nachtzug Basel–Kopenhagen–Malmö ab 15. April 2026, dreimal pro Woche, abhängig von einer finanziellen Unterstützung gemäss CO2-Gesetz.
  • Zwei zusätzliche Züge pro Richtung zwischen Zürich und Milano. Die Direktverbindung nach Bologna wird bis Florenz verlängert. Der saisonale Zug nach Genua fährt künftig weiter bis La Spezia, am Wochenende bis Livorno.
  • Erstmals verkehren ICE direkt von Brig nach Deutschland. Vier Direktverbindungen pro Tag verbinden Deutschland und Chur.
  • Die Direktverbindung Lausanne–Marseille wird auf den Zeitraum April bis Oktober ausgeweitet, im Hochsommer weiterhin täglich.

Regionale und saisonale Ergänzungen

Der RE25 verbindet an ausgewählten Winterwochenenden Zürich direkt mit Einsiedeln. Zusätzlich verkehren testweise Direktzüge zwischen Rapperswil und Chur.

Bauarbeiten

Die SBB und Partnerbahnen führen 2026 zahlreiche Bauarbeiten durch, um Kapazität und Zuverlässigkeit zu sichern. In der Schweiz und im Ausland kann es dadurch zu verlängerten Reisezeiten und zusätzlichen Umstiegen kommen. Die SBB informiert vor grösseren Baustellen über ihre Kommunikationskanäle und empfiehlt die Prüfung des Online-Fahrplans.