Fahrplanwechsel der BVG bringt längere Fahrzeuge und neue Ansagen

Zum Fahrplanwechsel mehr Kapazitäten auf drei Linien in allen drei Betriebsbereichen © BVG/ W. Hemmann

Am 10. Dezember 2025 steht der standardmässige Fahrplanwechsel bei der BVG in Berlin an. Die Änderungen umfassen neue Ansagen in Strassenbahnen, eine verbesserte Zielbeschilderung bei Bau- und Umleitungen sowie den Einsatz längerer Fahrzeuge bei U-Bahn, Strassenbahn und Bus.

Um die Sicherheit für Fahrgäste, insbesondere für Menschen mit Seh- oder Mobilitätseinschränkungen, zu erhöhen, führt die BVG dauerhaft neue Ansagen in Strassenbahnen ein. An 80 Haltestellen, an denen der Ausstieg direkt auf die Strasse führt, ertönt vor dem Halt der zusätzliche Hinweis: «Bitte Vorsicht, Ausstieg auf der Fahrbahn.» Fahrgäste:Innen sollen so auf den umliegenden Verkehr und den Höhenunterschied zwischen Fahrbahn und Fahrzeugkante hingewiesen werden. Fahrgäste mit Rollstühlen können mittels Haltewunschtaster die Rampe anfordern. Der Hinweis wird in Deutsch und Englisch angesagt.

Die BVG verbessert zudem die Zielbeschilderung bei Baumassnahmen oder Umleitungen ihrer Strassenbahnen. Die Bahn zeigt von Beginn an das tatsächliche Fahrtziel an. Bisher wurde oft die ursprüngliche Endhaltestelle angegeben. Die Änderung ermöglicht Fahrgästen eine bessere Planung ihrer Route und informiert sie bereits beim Einstieg über das Ende der Fahrt und den allfälligen Umstieg auf den Schienenersatzverkehr.

Expert:innen der Verkehrsplanung der BVG prüfen kontinuierlich Optimierungspotenziale. Zum Fahrplanwechsel ergeben sich Kapazitätsverbesserungen auf drei Linien. Die Buslinie 147 verkehrt künftig von Montag bis Freitag mit 18-Meter-Gelenkbussen. Dies erhöht die Kapazität gegenüber den bisherigen 12-Meter-Fahrzeugen um 56 Prozent. Parallel dazu kommen auf der U-Bahnlinie U3 längere Züge zum Einsatz. Acht Wagen pro Zug statt bisher sechs bedeuten 140 Plätze mehr. Dies entspricht einer Kapazitätssteigerung von 33 Prozent. Auch auf der Strassenbahnlinie M5 sorgen zehn Meter längere Bahnen für eine Zunahme des Platzangebots um 33 Prozent.