Frecciarossa: Testfahrten in Deutschland und Österreich gestartet

Trenitalia hat in Deutschland und Österreich Testfahrten mit dem Frecciarossa gestartet. Die Fahrten sind Teil der internationalen Zulassung, die eingesetzten Züge wurden dafür eigens mit Messtechnik ausgerüstet. In Deutschland verkehren sie auf der Strecke Berlin-München-Kufstein, in Österreich zwischen Kufstein und dem Brenner sowie zwischen Salzburg und Wien.

Die Verbindungen Mailand-München und Rom-München sollen im Sommer 2027 starten, sofern die Zulassung erfolgreich verläuft. Trenitalia realisiert das Vorhaben mit Deutsche Bahn und ÖBB. Die Vereinbarung mit Deutsche Bahn umfasst auch den Austausch technischen Wissens zu den unterschiedlichen Strom- und Zugsicherungssystemen. Parallel zum Bau der Prototypen begannen Schulungen für deutsches und österreichisches Fahrpersonal.

Vorgesehen sind vier Verbindungen auf beiden Achsen. Mailand-München dauert rund sechseinhalb Stunden mit Halten in Brescia, Verona, Rovereto, Trient, Bozen und Innsbruck. Rom-München dauert rund achteinhalb Stunden mit Halten in Florenz, Bologna, Verona, Rovereto, Trient, Bozen und Innsbruck. Die Eröffnung des Brenner-Basistunnels verkürzt die Fahrzeit um etwa eine Stunde. Ab Dezember 2028 sind zehn Verbindungen zwischen Italien und Deutschland geplant, ausgedehnt bis Neapel und Berlin.

Der Frecciarossa entspricht den europäischen Interoperabilitätsvorgaben und ist unter anderem für Italien, Frankreich, Deutschland, Österreich und die Schweiz ausgelegt.