Glattalbahn wird verlängert – Koordiniertes Gesamtprojekt für Mobilität, Sicherheit und Raumplanung

Glattalbahn Eisenbahnbrücke 20170923-jag9889“ by Jag9889 is licensed under CC BY-SA 4.0

Der Regierungsrat des Kantons Zürich beantragt dem Kantonsrat einen Verpflichtungskredit von rund 543 Millionen Franken für die Verlängerung der Glattalbahn bis ins Steinackerquartier in Kloten. Bestandteil des Projekts sind zudem eine Velohauptverbindung nach Bassersdorf sowie Hochwasserschutzmassnahmen entlang des Altbachs.

Die Region Glattal gilt als eine der dynamischsten Entwicklungszonen im Kanton. Der hohe Investitionsdruck, insbesondere im Umfeld von Flughafen und Bahnhof Kloten, erfordert ein integriertes Vorgehen bei Infrastrukturprojekten. Die beschränkten Platzverhältnisse sowie gegenseitige Abhängigkeiten der Teilprojekte bedingen eine koordinierte Umsetzung.

Die geplante Verlängerung der Glattalbahn vom Flughafen Kloten ins Gebiet Steinacker erschliesst ein neues Entwicklungsgebiet mit hohem Potenzial. Sie ergänzt die bisherigen Ausbauschritte, die seit 2001 mit insgesamt über 15 Milliarden Franken an Investitionen im Haltestellenumfeld ein Vielfaches der ursprünglichen Baukosten ausgelöst haben. Die neue Endhaltestelle wird voraussichtlich als Grundlage für eine spätere Weiterführung bis Bassersdorf ausgelegt.

Parallel dazu soll eine neue Velohauptverbindung geschaffen werden, die gemäss kantonalem Velonetzplan zur Förderung des Alltagsveloverkehrs dient. Gleichzeitig werden am Altbach umfangreiche Hochwasserschutzmassnahmen realisiert, um die Bevölkerung und kritische Infrastrukturen am Flughafen vor Extremereignissen zu schützen.

Die Gesamtkosten des Projekts betragen 543 Millionen Franken, davon entfallen 303 Millionen auf die Bahnverlängerung, 140 Millionen auf den Hochwasserschutz und 100 Millionen auf die Veloinfrastruktur. Aufgrund von Bundesbeiträgen im Rahmen des Agglomerationsprogramms sowie Beiträgen von Stadt Kloten und Dritten wird die Netto-Belastung für den Kanton Zürich auf rund 290 Millionen Franken geschätzt.

Der Baubeginn ist frühestens ab Mitte 2027 vorgesehen. Die Bauzeit für alle Massnahmen beträgt rund fünf Jahre. Voraussetzung für den Start ist eine gesicherte Finanzierung sowie eine vorliegende Plangenehmigung durch den Bund.