Grösster Angebotsausbau in der Nordwestschweiz seit 20 Jahren

Bild: SBB

Mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 realisiert die SBB den umfangreichsten Ausbau des Angebots in der Nordwestschweiz seit zwei Jahrzehnten. Kernstück ist der Viertelstundentakt der S-Bahn zwischen Basel und Liestal. Zusätzlich wird neu ein Halbstundentakt auf der Fernverkehrslinie Basel–Biel eingeführt. Basel erhält mit dem IC51 zudem wieder eine Direktverbindung bis Lausanne.

International profitieren Reisende von zwei zusätzlichen EC-Verbindungen pro Richtung zwischen Zürich und Mailand. Die Direktverbindung nach Bologna wird bis Florenz verlängert, und die bisherige Linie nach Genua führt im Sommerhalbjahr neu bis La Spezia. Im Winter endet dieser Zug in Milano Centrale. Neu verkehren auch ICE-Züge ohne Umsteigen von Brig nach Deutschland. Die Verbindung zwischen Chur und Deutschland wird auf vier tägliche Direktzüge pro Richtung erweitert.

Für den Freizeitverkehr ist der Ausbau besonders relevant: Zwischen Zürich und Graubünden fährt der IC3 unter der Woche im Halbstundentakt. In der Westschweiz wird die saisonale Verbindung Lausanne–Marseille erweitert: Von April bis Oktober verkehren die Züge neu donnerstags bis montags, im Hochsommer täglich.

Begleitend zum Angebotsausbau sind umfangreiche Bauarbeiten auf dem Schienennetz erforderlich – in der Schweiz wie im angrenzenden Ausland. Diese können zu verlängerten Reisezeiten oder zusätzlichen Umstiegen führen.

Die Vernehmlassung des Fahrplanentwurfs 2026 läuft vom 23. Mai bis 9. Juni 2025 über die Plattform öv-info.ch. Stellungnahmen werden via Onlineformular entgegengenommen und durch die zuständigen kantonalen Stellen geprüft.