Güterverkehrskunden setzen langfristig auf Transport mit SBB

Zahlreiche Transportkunden von SBB Cargo Schweiz haben neue Verträge im Einzelwagenladungsverkehr (EWLV) mit Laufzeiten bis zu zehn Jahren abgeschlossen. Unter den Vertragspartnern sind Migros, fenaco, Stahl Gerlafingen, die Schweizer Salinen sowie weitere Unternehmen aus Logistik, Bau und Industrie. Laut SBB bleibt damit über 95 Prozent der Kundschaft langfristig im EWLV.
Der Einzelwagenladungsverkehr bündelt einzelne Wagen verschiedener Kund:Innen zu Güterzügen. Jährlich transportiert die SBB im EWLV rund 11 Millionen Tonnen mit über 500’000 Wagen. Die SBB betont, dass der Schienentransport deutlich weniger Fläche benötigt, rund 80 Prozent CO2 gegenüber der Strasse einspart und zur Entlastung der Autobahnen beiträgt. Ohne EWLV wären jährlich bis zu 1 Million zusätzliche Lkw-Fahrten nötig.
Die Neuverträge bilden die Grundlage für das künftige Transportnetz und das neue Produktionsmodell im EWLV, das ab Fahrplanwechsel 2026/27 einen effizienteren und wirtschaftlicheren Betrieb ermöglichen soll. Kund:Innen, die gleiche Leistungen beziehen, sollen künftig einheitliche Preise zahlen. Der Schienengüterverkehr bietet zudem nächtliche Transportmöglichkeiten und ist unabhängig von Staus.
Der Güterverkehr der SBB befindet sich an einem strukturellen Wendepunkt. Während der Ganzzugsverkehr kostendeckend betrieben wird, weisen kombinierter Verkehr (KV) und EWLV weiterhin Defizite auf. Der Bund fordert eigenwirtschaftliche Angebote, unterstützt den EWLV jedoch befristet finanziell. Parallel dazu investiert die SBB in neue Lokomotiven, standardisierte Güterwagen und mehr Automatisierung. Gemeinsam mit Kund:Innen wird das Produktionsmodell weiterentwickelt.
Die SBB verfolgt mit diesen Massnahmen das Ziel, einen langfristig stabilen und klimafreundlichen Schienengüterverkehr sicherzustellen und Arbeitsplätze im Güterverkehr zu sichern.
