Hamburg-Berlin: 3’150 Verspätungen in 43 Tagen nach Sanierung

Wie NDR Hamburg berichtet, hat die Deutsche Bahn in den ersten 43 Tagen seit der Freigabe der generalsanierten Strecke zwischen Hamburg und Berlin 3’150 Verspätungen registriert. 219 Mal kamen Züge mit mehr als 90 Minuten Verspätung an. Hinzu kamen mehr als 170 Zugausfälle, im Schnitt rund vier pro Tag.
Die Strecke war zuvor zehn Monate lang generalsaniert worden. Sie sollte dadurch zuverlässiger werden.
Besonders hoch lag der Anteil unpünktlicher Züge im Juni: Rund 80 Prozent erreichten ihr Ziel nicht pünktlich. Im Juli waren es knapp 70 Prozent.
Als Gründe nennt die Bahn unter anderem Hitzetage, bereits verspätete vorausfahrende Züge, verzögerte Bauarbeiten und Restmängel. Auch die Signaltechnik ist demnach noch nicht auf dem neuesten Stand.
Die Zahlen gehen aus der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Hamburger Grünen-Bundestagsabgeordneten Linda Heitmann und Katharina Beck hervor. Die beiden kritisieren das Ergebnis der Sanierung scharf.
