Hamburg: HOCHBAHN legt Tarifangebot für 2026 vor

Hamburger Hochbahn 101 met U4, HafenCity Universität, 30 maart 2015
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Die Hamburger Hochbahn AG hat der Gewerkschaft ver.di am 24. Februar 2026 ein Angebot zu den laufenden Tarifverhandlungen vorgelegt. Ver.di hatte im Vorfeld 18 Forderungen eingereicht – 13 zum Manteltarifvertrag, fünf zum Entgelttarifvertrag.

Das Angebot sieht eine Anhebung der Tabellenentgelte sowie der Ausbildungsvergütungen um 2,1 Prozent ab dem 1. Juni 2026 vor. Eine weitere Erhöhung um 2,1 Prozent folgt zum 1. Januar 2028. Zusätzlich sinkt die wöchentliche Arbeitszeit in zwei Schritten je 0,5 Stunden: am 1. Januar und 1. Juli 2027 auf jeweils 37 Stunden. Die HOCHBAHN beziffert den Gegenwert dieser Arbeitszeitreduktion auf 2,6 Prozent des Entgelts. Der Tarifvertrag läuft bis zum 31. Dezember 2028, sodass Entgelt- und Manteltarifvertrag zeitgleich neu verhandelt werden können.

Als Kontext verweist die HOCHBAHN auf die Tarifrunden 2024: Die Entgelte wurden zum 1. Januar 2024 um 3 Prozent und zum 1. Januar 2025 um 2,4 Prozent erhöht. Bereits vereinbart ist zudem eine Arbeitszeitreduktion von 39 auf 37 Stunden bis 2027 bei vollem Lohnausgleich sowie ein Urlaubsanspruch von 31 Tagen ab 1. Januar 2026 und erhöhte Schichtzulagen. Zusammen mit den Erhöhungen von 4,5 Prozent im Jahr 2023 belaufen sich die kumulierten Kostensteigerungen durch Tarifanpassungen laut HOCHBAHN auf rund 100 Millionen Euro.